Corona-Pleite: Sarah Wiener meldet für Restaurants und Catering Insolvenz an

| Gastronomie Gastronomie

Mitte Mai sorgte sich Sarah Wiener bereits um ihr Unternehmen. Wenn sich nicht schnell und radikal etwas ändere, wüsste sie nicht, ob ihr Gastronomiezweig überleben werde, erklärte sie der Deutschen Presse-Agentur. Zwei Monate später hat sich diese Prophezeiung nun bewahrheitet: Wie Wiener nun bei Facebook mitteilte, musste sie für ihre Restaurants und das Catering Insolvenz anmelden.

Für sie gehe damit ihre dreißig Jahre dauernde Catering- und Gastronomie-Ära zu Ende. Besonders bitter sei das für ihre Mitarbeiter, die zum Teil weit über 15 Jahre mit ihr gekocht und gearbeitet hätten. Wieners Gastronomieunternehmen hat nach eigenen Angaben zufolge rund 120 Mitarbeiter. Viele davon seien Freunde geworden, schreibt Wiener ihrem Facebook-Beitrag. Sie hätten zusammen gearbeitet, gelacht, gekocht, Ideen verwirklicht und für eine bessere, nachhaltigere Catering- und Restaurantkultur gekämpft. Ohne ihr Team sei das alles nicht möglich gewesen.

Der Geschäftsbetrieb solle vorerst weiterlaufen, teilte die Sarah Wiener GmbH mit. «Seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie in Europa haben sich die Frequenz- und Umsatzzahlen in unseren Restaurants drastisch reduziert», hieß es zur Begründung des Schrittes. Die Kapazitäten der Unternehmen seien wegen der Abstandsregeln eingeschränkt, durch den Einbruch des Tourismus sei die Zahl der Gäste massiv zurückgegangen. «Eventveranstaltungen finden faktisch keine mehr statt.»

Wieners Gastronomieunternehmen hat nach ihren Angaben rund 120 Mitarbeiter. Zu ihrem Unternehmen gehört auch ein Bauernhof in Brandenburg. Die Sarah Wiener Gruppe wolle sich nun ganz auf die Lebensmittelproduktion konzentrieren.

Den Stillstand während der Pandemie hatte Wiener bislang auf ihrem Hof in der Uckermark verbracht, ihre Arbeit als EU-Politikerin für die österreichischen Grünen funktionierte demnach via Mails, Telefon- und Videokonferenzen. In Corona-Zeiten präsentierte sie zudem Kochkurse bei Facebook. 

(Mit Material der dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Marseille macht Bars und Restaurants wegen Corona dicht

Frankreich schließt im Kampf gegen das Coronavirus Bars und Restaurants in Teilen des Landes. Für die südfranzösische Hafenmetropole und das Überseegebiet Guadeloupe sei die «maximale Alarmstufe» ausgerufen worden, sagte Frankreichs Gesundheitsminister.

Gäste-Kontaktdaten in Hamburger Bars und Lokalen größtenteils unbrauchbar

Eine erste Auswertung von Gäste-Kontaktlisten aus Bars und Lokalen im Hamburger Stadtteil St. Pauli hat ergeben, dass nur etwa ein Drittel der Daten brauchbar sind. Der Hamburger DEHOGA kritisierte die Verstöße: Das sei eine Gefahr für die Gäste, das Personal und die weiteren Kontaktpersonen.

Tierschutz-Appell: Aktivisten erstellen Webseite für neuen Subway-Präsidenten

Tierschutzorganisationen appellieren an Mike Kehoe, Millionen Tieren zu helfen. Mit der Website www.KehoeBeAHero.de fordern sie den neuen Subway-Präsidenten für Europa, den Nahen Osten und Afrika auf, höhere Tierschutzstandards in der Hühnermast durchzusetzen.

BBQ-Burger, Curry, Tee: Was sich aus alten Bananen zaubern lässt

Dass überreife Bananen perfekt für Smoothie oder Banana Bread sind, ist bekannt. Dabei gibt es mehr kreative Möglichkeiten, das Obst zu verwerten: in der Suppe, im Dip, im Burger oder in der Teetasse.

„Chambre Séparée“ - Pop-Up in Zürich: Sechs Restaurants kochen unter einem Dach

Ab dem 8. Oktober verwandelt sich das Hotel Ambassador in Zürich zu einem „Chambre Séparée“ Pop-Up. Einen Monat lang haben sechs Gastro-Teams das Hotel unter sich aufgeteilt und bekochen jeweils bis zu acht Zimmer mit ausgewählten Menüs.

Weiterer Corona-Ausbruch in einer Bar im Hamburger Schanzenviertel

In einer Bar im Hamburger Schanzenviertel hat es einen weiteren Corona-Ausbruch gegeben. Nach Informationen von NDR 90,3 sind 16 Menschen positiv getestet worden, alle hatten sich zuvor in der Bar «Le Vou» in der Juliusstraße aufgehalten.

Vorarlberg, Tirol und Salzburg führen Gastro-Sperrstunde ein

In den österreichischen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg gilt ab Freitag eine Sperrstunde von 22 Uhr. Die Maßnahme gelte zunächst für drei Wochen. Die Hoteliervereinigung ÖHV forderte einen finanziellen Ausgleich für das Gastgewerbe.

Stephan von Bülow neuer Vorsitzender der Fachabteilung Systemgastronomie im DEHOGA

Die Fachabteilung Systemgastronomie im DEHOGA Bundesverband stellt sich mit neuem Vorstand auf. Bei den Wahlen am 21. September wurde Stephan von Bülow, Vorsitzender der Geschäftsführung der BlockGruppe, einstimmig zum Vorsitzenden gewählt.

Team Germany kocht für kranke Kinder

Kochen, kosten, Gutes tun: Unter diesem Motto engagierte sich die deutsche Köchenationalmannschaft erneut für den wohltätigen Verein Lukas Stern e. V.. In der Sportgaststätte Leukersdorf bei Chemnitz sorgte das Benefizkochen für eine Spende in fünfstelliger Höhe. 

FIZZZ Awards 2020: Beste Gastronomie-Konzepte Deutschlands gekürt

​​​​​​​Bei den FIZZZ Awards 2020 sind die, laut Jury, besten Gastronomie-Konzepte Deutschlands gekürt worden. Die Gewinner kommen aus Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt am Main und Rust. Thomas Mack vom Europa-Park ist Erfolgsgastronom des Jahres. Sonderpreis für Helden des Lockdowns stellvertretend an Kerstin Rapp-Schwan.