Fußball-Weltmeisterschaft sorgt für nächtliche Bestellungen bei Lieferando

| Gastronomie Gastronomie

Lieferando verzeichnete während der Fußball-Weltmeisterschaft eine erhöhte Nachfrage nach Speisen und Getränken in den Abend- und Nachtstunden. Eine interne Datenanalyse des Unternehmens für zehn deutsche Großstädte zeigt dabei deutliche Präferenzen bei den bestellten Gerichten sowie regionale Unterschiede im Konsumverhalten auf.

Deutliche regionale Unterschiede 

Bei den bestellten Speisen registrierte Lieferando einen Anstieg bei größeren Portionen. Der Double Cheeseburger erlebte demnach eine deutliche Nachfragesteigerung. So verzeichnete Hannover ein Plus von 126 Prozent, gefolgt von Hamburg mit 116 Prozent sowie Düsseldorf mit 112 Prozent. In München stieg die Nachfrage um 110 Prozent und in Köln um 100 Prozent.

Während Pommes frites insgesamt die meistbestellte Beilage blieben, entwickelten sich Cheese Fries besonders in Berlin mit 37 Prozent und Leipzig mit 58 Prozent zu einer beliebten Ergänzung. Eine ausgeprägte Dynamik zeigten zudem die Hot Wings. Hier meldet Essen eine Steigerung um 3.600 Prozent, gefolgt von Düsseldorf mit 2.700 Prozent sowie Hannover mit 2.300 Prozent und Frankfurt am Main mit 1.200 Prozent.

Japanische Küche gewinnt an Bedeutung

Neben den klassischen Segmenten wie Burger oder Pizza verzeichnete die japanische Gastronomie ein signifikantes Wachstum. In Berlin, Hamburg und Köln belegte diese Küche bei den Bestellanstiegen den ersten Platz, in München den zweiten. Speziell in Hamburg und Köln lag der Zuwachs bei jeweils 10 Prozent.

Im Städtevergleich sicherte sich Berlin die Spitzenposition beim gesamten Bestellvolumen während des Turniers, gefolgt von Hamburg, München, Köln und Dortmund. Den höchsten durchschnittlichen Warenkorbwert wies Augsburg mit 33 Euro auf. Hinsichtlich der Anzahl der Artikel pro Bestellung führte Krefeld mit vier Einheiten das Ranking an.

Nächtliches Bestellverhalten während des Turniers

Bei den Getränken dominierte Coca-Cola das bundesweite Geschehen. Dennoch zeigten sich regionale Abweichungen: In München wurde bevorzugt Augustiner Bier geordert, während in Essen die Nachfrage nach Stauder Pils um 49 Prozent zunahm. In Düsseldorf verzeichnete Krombacher Pils die meisten Bestellungen. Mango-Lassi entwickelte sich in Hamburg mit einem Plus von 49 Prozent sowie in Frankfurt am Main mit 28 Prozent zu einem der wachstumsstärksten Getränke.

Die zeitliche Verteilung der Bestellungen war laut den Angaben stark von den Anstoßzeiten geprägt. Während beim Auftaktspiel gegen Curaçao das Halbzeit-Bestellvolumen das 2,3- bis 2,7-Fache des Normalwerts erreichte, blieb dieser Anstieg bei späteren Spielen aus. Zum finalen Spiel der deutschen Mannschaft sank das Volumen zur Halbzeit sogar unter das gewöhnliche Niveau. Aufgrund der späten Spielansetzungen dehnten viele Partner ihre Lieferzeiten bis Mitternacht oder in die Morgenstunden aus.

Bedarf an Alltagsartikeln

Die Auswertung bezieht sich zudem auf das wachsende Angebot an Lebensmitteln, Apothekenwaren und Elektronikartikeln. Zu den gefragten Produkten zählten unter anderem Gurken, Bananen und Cherrytomaten. Bei den Apotheken-Artikeln verzeichnete das Unternehmen eine Nachfrage nach Nasenspray, Schmerztabletten und Elotrans. Im Elektronik-Segment wurden vermehrt WLAN-Repeater, Ventilatoren und Batterien über die Plattform bestellt.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt unterschiedliche Kriterien bei der Auswahl von Restaurantgerichten. 29 Prozent der Befragten achten auf ausgewogene Ernährung, 14 Prozent bestellen Gerichte mit einem hohen Proteingehalt und 15 Prozent interessieren sich für Kalorienangaben.

Das Grand Resort Bad Ragaz und die Wassmer Family Group beenden im Februar 2027 ihre Zusammenarbeit. Damit endet auch das bisherige Konzept des mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten Sven Wassmer Memories – die Restaurantstandorte will das Resort anschließend selbst weiterführen.

Sternekoch Sven Wassmer schließt das Drei-Sterne-Restaurant Memories im Grand Resort Bad Ragaz per Ende Februar 2027. Zusammen mit seiner Frau will er sich mehr um die Familie kümmern und künftig international beratend tätig sein.

Das Berliner Promi-Paar Annika und Frederick Lau ist ins Dönergeschäft eingestiegen. Die Moderatorin und der Schauspieler haben in Berlin-Kreuzberg in Nachbarschaft des Clubs SO36 einen veganen Dönerladen eröffnet. 

Seit Jahrzehnten ist der «Gay Sunday» eine Institution auf dem Oktoberfest. Da wird die «Bräurosl» zur Männerdomäne. Doch das soll sie in diesem Jahr nicht bleiben.

Negroni in Florenz, Pisco Sour in Lima oder Daiquiri in Havanna: Manche Cocktails sind eng mit einer Stadt und ihrer Geschichte verbunden. Eine Reise zu fünf berühmten Drinks, ihren Ursprüngen und den Bars, die ihre Legenden bis heute pflegen.

Sind 18,99 Euro für eine Zwiebelsuppe sportlich kalkuliert? Ein Facebook-Nutzer fand offenbar schon. Die Mook Group nahm den Kommentar zum Anlass, ihre Soupe à l’oignon durchzurechnen – inklusive Arbeitszeit, Kartengebühren und zerbrochener Terrinen. Das Ergebnis überraschte selbst die Wirte.

Taco Bell konkretisiert den Zeitplan für seinen Deutschlandstart. Das erste öffentlich zugängliche Restaurant der US-Kette soll Ende September in Köln eröffnen. Betreiberin ist die Feel Better Holding.

Klüh Catering verantwortet ab sofort den gesamten gastronomischen Betrieb am EUREF-Campus Berlin und integriert dabei vier verschiedene gastronomische Konzepte sowie digitale und nachhaltige Prozesse.

Die Köche-Jugendnationalmannschaft hat in Berlin ihr Wettbewerbsmenü unter realistischen Bedingungen präsentiert. Rund 70 geladene Gäste verfolgten die Generalprobe auf dem Gelände der Julius-Leber-Kaserne.