Kölner Restaurant NOI gewinnt Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026

| Gastronomie Gastronomie

Am Eröffnungstag der Fachmesse Internorga in Hamburg wurde das Gastronomie-Konzept NOI aus Köln mit dem Hauptpreis des Deutschen Gastro-Gründerpreises ausgezeichnet. Das Unternehmen setzte sich in einer Endrunde gegen vier weitere Mitbewerber durch. Wie die Veranstalter mitteilen, basiert die Entscheidung auf einer Abstimmung unter rund 300 anwesenden Branchenexperten sowie den Anhängern in den sozialen Medien.

Datennutzung und Gemeinschaft als Erfolgsfaktoren

Das Siegerkonzept wurde im Herbst 2024 von vier Gründern im Kölner Belgischen Viertel gestartet. Laut den vorliegenden Informationen kombiniert das Restaurant italienische Küche mit einer stark datengesteuerten Verwaltung. Der Betrieb nutzt digitale Werkzeuge und Künstliche Intelligenz, um die Planung des Personals, den Einkauf sowie die Belegung der Tische zu steuern. Nach Angaben der Gründer liegt die Quote der Lebensmittelverschwendung bei unter fünf Prozent.

Ein zentrales Merkmal des Betriebs ist die Verbindung von traditionellen Rezepturen mit moderner Analyse. So wurde das meistverkaufte Gericht, eine Kombination aus Trüffelpasta und Rindercarpaccio, gezielt aus der Auswertung von Gästepräferenzen entwickelt. Der durchschnittliche Umsatz pro Gast beläuft sich auf 70 Euro. Die Betreiber betonen dabei den Fokus auf ein enges Gemeinschaftsgefühl zwischen Personal und Gästen.

Unterstützung für den Branchennachwuchs

Der Preis wird seit über zehn Jahren von der Internorga, dem Leaders Club Deutschland und dem Unternehmen Orderbird vergeben. Neben dem Kölner Sieger standen die Konzepte Coffee, Brownies & Downies, Gestütsgasthof Offenhausen, Rübenrot und Schmarrnsinn im Finale. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, die von der Redo Gastronomy Academy zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich erhält das Gewinnerteam Beratungsleistungen und Coachings durch Branchenexperten.

Matthias Balz, Direktor der Internorga, bezeichnete den Wettbewerb als wichtigen Indikator für die Entwicklung der Branche. Er hob hervor, dass die diesjährigen Finalisten insbesondere auf Kreativität und Teamgeist setzen würden. „Das ist wirklich surreal. Wir haben den Preis in den vergangenen Jahren verfolgt und uns vorgestellt, einmal auf dieser Bühne zu stehen“, erklärten die Gewinner Geo Sotiriou und Milan Maas nach der Verleihung.

Ausblick auf die nächste Wettbewerbsrunde

Für alle Finalisten umfasst das Preispaket Sachpreise wie Kassensysteme, Mitgliedschaften im Leaders Club sowie Unterstützung bei der medialen Vermarktung. Der Wettbewerb soll im Sommer in die nächste Phase gehen. Dann können sich erneut Gründer bewerben, deren Konzepte maximal zwei Jahre am Markt existieren oder sich derzeit in der Gründungsphase befinden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.

Das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant-Hotel Obauer in Werfen wird Ende Oktober 2026 schließen. Karl, Rudi und Angelika Obauer beenden den Familienbetrieb nach mehr als 47 Jahren und treten in den Ruhestand.

Die Berliner Kaffeekette LAP Coffee hat nach eigenen Angaben ihren ersten Standort in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Der neue Store befindet sich in Köln. Das Konzept von LAP Coffee sorgt in der Branche für Diskussionen.

Laut einer Forsa-Umfrage schränken viele Menschen in Deutschland wegen steigender Preise ihren Alltag ein. Besonders häufig wird bei Restaurantbesuchen, Kraftstoff und Freizeitaktivitäten gespart.

Die Bayerischen Jugendmeister 2026 im Gastgewerbe wurden in der Münchener Allianz Arena gekürt. Neben Einzelsiegern in vier Kategorien wurde auch die beste Mannschaftswertung unter den bayerischen Berufsschulen ermittelt.

Im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen schweren Bandendiebstahls hat die Münchner Polizei Wohnungen und Spinde von Mitarbeitern des Spatenhauses an der Oper durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen 50 Tatverdächtige auch aus der Belegschaft des Restaurants.