Vom Tresen ins Gefängnis

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Anfang des Jahres nahmen italienische und deutsche Behörden bei einer Razzia gegen die 'Ndrangheta 150 Verdächtige fest. Darunter befand sich auch der Gastwirt Mario L. aus dem Großraum Stuttgart, der laut SWR der Kopf der Gruppe hierzulande sein soll. So wird dem Wirt etwa vorgeworfen, die Geschäftsstrategie für Deutschland entwickelt zu haben, wie der italienische Staatsanwalt dem SWR mitteilte. 

Im Großraum Stuttgart ist L. kein Unbekannter. So soll zum Beispiel Günther Oettinger in den 90ern sein Stammgast gewesen sein. Zudem war der Gastronom als Caterer für Events der CDU-Landtagsfraktion aktiv. In der Branche genießt der Verdächtige zwar einen guten Ruf, laut italienischen Behörden habe L. jedoch ein Doppelleben geführt. Diese hatten ihn und weitere Verdächtige jahrelang abgehört und Beweise gesammelt. So sollen bereits 2008 Mitglieder der 'Ndrangheta darüber gesprochen haben, über 140 deutsche Lokale zu kontrollieren. 

Dies sei offensichtlich eine Strategie, um den Drogenhandel zu vertuschen, erklärte der Staatsanwalt. Zudem habe eine Kronzeugin ausgesagt, dass Mario L. eine Falschgeld-Druckerei in Italien aufgebaut und die Scheine nach Deutschland gebracht habe. 
 

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