Accor und GCH bauen Partnerschaft mit sechs neuen Häusern in Deutschland aus

| Hotellerie Hotellerie

Accor und die GCH Hotel Group bauen ihre bestehende Zusammenarbeit in Deutschland signifikant aus. Durch eine neue vertragliche Vereinbarung wird das gemeinsame Portfolio in den kommenden zwei Jahren um sechs Häuser erweitert. Die Neuzugänge umfassen insgesamt mehr als 820 Zimmer und verteilen sich auf die Marken ibis Styles, greet sowie die Handwritten Collection. Aktuell betreiben die Partner bereits 14 Hotels zusammen, zwei weitere Eröffnungen in Rosenheim und Potsdam befinden sich in der Vorbereitung.

Fokus auf Konversionsmarken und regionale Präsenz

Die Expansion konzentriert sich primär auf Marken, die eine flexible Integration bestehender Immobilien ermöglichen. Thiemo Willms, Vice President Development bei Accor für die Regionen Deutschland, Österreich und Schweiz, erläutert die strategische Ausrichtung: „Im Zentrum stehen unsere Collection- und Conversion-Marken wie Handwritten Collection, ibis Styles und greet. Sie ermöglichen eine reibungslose Integration, flexible Konzepte und prägende Gästeerlebnisse – und damit gezieltes Wachstum, gerade in reifen Märkten.“
 

Neue Standorte in Nord- und Ostdeutschland

Ein Teil der neuen Kapazitäten ist bereits am Markt aktiv oder steht kurz vor der Fertigstellung. Das ibis Styles Cologne Airport Troisdorf mit 88 Zimmern und vier Konferenzräumen wurde bereits im Februar 2026 in das Netzwerk eingegliedert. In der ersten Jahreshälfte 2027 folgt mit dem ibis Styles Lübeck das erste Haus dieser Marke in der Hansestadt. Es wird über 113 Zimmer, eine Bar und vier Tagungsräume verfügen.

Ebenfalls für das erste Halbjahr 2027 ist die Eröffnung des ibis Styles Berlin Hennigsdorf geplant. Das Hotel bietet auf vier Etagen 112 Zimmer sowie einen Wellnessbereich und fünf Veranstaltungsräume. In Sachsen-Anhalt wird das Palais am Schlossgarten Merseburg ab Januar 2027 als Teil der Handwritten Collection geführt. Das Objekt umfasst 133 Zimmer, zehn Tagungsräume sowie einen Fitness- und Saunabereich.

Ausbau der Marke greet in Halle und Mettmann

Die Marke greet wird an zwei weiteren Standorten etabliert. In Halle entstehen bis Anfang 2027 insgesamt 186 Zimmer sowie vier Tagungsräume, die teilweise zu einem Ballsaal kombiniert werden können. Ende 2027 soll das greet Mettmann folgen. Dieses Haus ist mit 178 Zimmern und zwölf Apartments sowie sieben Tagungsräumen für bis zu 220 Personen konzipiert.

Für die GCH Hotel Group, die rund 50 Hotels in Deutschland und Österreich verwaltet, bedeutet der Zuwachs eine Festigung ihrer Marktposition. Sascha Hampe, CEO der GCH Hotel Group, bezeichnet die Vereinbarung als wichtigen Meilenstein: „Sie stärkt unsere Position als eine der führenden Hotel Management Gesellschaften und unterstreicht zugleich die wachsende Nachfrage des Marktes nach flexiblen Markenmodellen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG bringt ihre Eigenmarke Mooons erstmals nach Deutschland. Dafür wurde nun ein langfristiger Pachtvertrag mit der Rock Capital Group für einen Standort in Frankfurt am Main unterzeichnet.

Die MHP Hotel AG hat ihren testierten Jahresabschluss 2025 vorgelegt. Das Unternehmen meldet steigende Umsätze und ein höheres EBITDA sowie einen Umsatzanstieg im ersten Quartal 2026.

Die Schollen Hotelberatung hat ihren Hotelmarkt Report NRW 2026 veröffentlicht. Der Bericht analysiert die zwölf größten Hotelstandorte in Nordrhein-Westfalen sowie aktuelle Entwicklungen bei Nachfrage, Projekten und Hotelinvestments.

Eine aktuelle Umfrage der American Hotel & Lodging Association belegt, dass die Hotelnachfrage zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in vielen US-Städten deutlich unter den Erwartungen bleibt.

Leitungswasserschäden zählen zu den häufigsten Schadenursachen im Hotel und können erhebliche wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen. Insbesondere gesperrte Zimmer und daraus resultierende Umsatzeinbußen führen zu Belastungen. Ein neuer Leitfaden zeigt die Risiken auf und sagt, wie sich Hoteliers absichern können.

Der Hotelverband hat seine AGB-Empfehlungen für Hotels an die aktuelle Rechtsprechung angepasst. Die Neufassungen sollen das Abmahnrisiko senken und die Rechtssicherheit im Umgang mit Gästen und Partnern erhöhen. Der Verband empfiehlt bisherige Versionen in allen Vertragsunterlagen, E-Mail-Vorlagen und auf Internetseiten gegen die aktuellen Fassungen auszutauschen.

Die HSMA hat die Bewerbungsfrist für den Social Media Award 2026 für Hotels im deutschsprachigen Raum eröffnet. Im Fokus des Wettbewerbs stehen strategische Ansätze und messbare Erfolge in der digitalen Kommunikation sowie im Employer Branding.

Die Radisson Hotel Group eröffnet in Danzig ihr erstes polnisches Haus der Marke Prize by Radisson. Das Hotel mit 125 Zimmern setzt auf ein funktionales Design im mittleren Preissegment und markiert den Beginn einer Expansion in polnischen Metropolen.

Wyndham meldet für das erste Quartal 2026 ein Wachstum der Systemgröße und der Pipeline auf Rekordniveau. Die laufende Insolvenz der Revo Hospitality Group belastet jedoch das operative Ergebnis durch Gebührenstundungen und führt zur Übernahme von zwei europäischen Hotels.

Whitbread erreicht mit Premier Inn erstmals einen Gewinn im Deutschlandgeschäft und kündigt einen umfassenden Umbau seines Gastronomieangebots an. Medien berichten zudem über einen geplanten Stellenabbau im Zuge der Neuausrichtung.