Corona-Krise lässt Umsatz von Trumps Hotels und Golfplätzen einbrechen

| Hotellerie Hotellerie

Das Firmen- und Immobilien-Imperium des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat im vergangenen Jahr stark gelitten. Die Corona-Krise ließ die Umsätze der meisten seiner Hotels und Golfanlagen kräftig einbrechen.

Das geht aus Finanzdokumenten hervor, die am späten Mittwoch (Ortszeit) von der Ethikbehörde der US-Regierung in Washington veröffentlicht wurden. Laut einer Auswertung der «New York Times» wurden die Einnahmen der Trump Organization mit mindestens 278 Millionen Dollar angegeben, das wäre ein Rückgang um fast 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften sei nur ein eingeschränkter Betrieb möglich gewesen, sagte Trumps Sohn Eric, der die Geschäfte führt, der Zeitung. Trumps Golfclub Doral bei Miami etwa erlitt Umsatzeinbußen von über 40 Prozent auf 44,2 Millionen Dollar. Das Trump International Hotel nahe des White House in Washington und Trumps Golfclub in Schottland mussten noch deutlich stärkere Rückgänge verkraften. Eine positive Ausnahme war das Mar-a-Lago Resort in Florida, wo die Erlöse um 13 Prozent stiegen.

Aus den Unterlagen geht zudem hervor, dass Trump als Präsident im vergangenen Jahr einige Zuwendungen von Konzernchefs erhielt. So sind etwa ein Mac Pro Computer im Wert von 5999 Dollar als Geschenk von Apple-Chef Tim Cook, eine Lederbomberjacke für 529 Dollar vom Ford-Vorsitzenden Bill Ford und ein 499 Dollar teurer Golfschläger vom früheren Boeing-Chef Dennis Muilenburg vermerkt. Wie Trumps Geschäfte nach der Präsidentschaft laufen, muss sich zeigen. Aufgrund seines unrühmlichen Abgangs gingen zuletzt viele Firmen auf Distanz.

Inwieweit Trumps Reichtum direkt unter den Geschäftseinbußen seiner Unternehmen leidet, ist allerdings nicht ganz klar. Gegenüber der Ethikbehörde gab er Vermögenswerte von mindestens 1,3 Milliarden Dollar an, das würde nur einem leichten Rückgang gegenüber 2019 entsprechen. Wie reich Trump wirklich ist, bleibt aber ohnehin rätselhaft - auch weil er seine Steuerunterlagen bislang beharrlich unter Verschluss hält. Das «Forbes»-Magazin taxierte Trump zuletzt auf rund 2,5 Milliarden Dollar (2,1 Mrd Euro), er selbst sprach in der Vergangenheit regelmäßig mit einem wesentlich höheren Vermögen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Spende statt Zimmerreinigung: Leonardo unterstützt Opfer der Hochwasserkatastrophe

Leonardo Hotels startet eine Spendenaktion für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe: Mit der Green Option werden bei Verzicht auf Zimmerreinigung soziale Projekte unterstützt. Aktuell werden fünf Euro pro Nacht gespendet für die „Aktion Deutschland Hilft“.

25 Jahre Deutsche Hotelklassifizierung

Seit jeher weisen die Sterne dem Gast den Weg zu seinem Zuhause auf Zeit. Erst seit Mitte der Neunziger Jahre gibt es in Deutschland offizielle Klassifizierungssysteme für Beherbergungsbetriebe. Am 1. August wird nun das Jubiläum der Deutschen Hotelklassifizierung gefeiert.

Commerz Real erwirbt Intercity Hotel in Lübeck von GBI

Die Commerz Real hat ein neu zu errichtendes Hotel am Lübecker Hauptbahnhof vom Projektentwickler GBI erworben. Nach der voraussichtlichen Fertigstellung und Eröffnung 2023 wird es unter der Marke Intercity Hotel der Steigenberger Hotels AG betrieben.

„Quartier 5“ in Gohrisch ist erstes Logis-Hotel im Elbsandsteingebirge

Mit dem im Juni neu eröffneten Hotel „Quartier 5“ ist der Logis-Gruppe das erste Hotel im Nationalpark Sächsische Schweiz beigetreten. Der Landgasthof im Luftkurort Gohrisch liegt an der sechsten Etappe des Malerwegs unweit des gleichnamigen berühmten Tafelberges.

diavendo stellt E-Academy vor

Unter dem Motto „Raffiniert - Traditionell - Digital“ erweitert diavendo seine Weiterbildungsmöglichkeiten. Bernhard Patter und Steffen Schock setzen auch auf interaktive Live-Web-Trainings: Ziel ist eine möglichst realistische Trainingssituation durch den Einsatz von zukunftsweisender Technologie.

Colonies will Co-Living in Deutschland populär machen

Wer sich in Großstädten auf Wohnungssuche begibt, muss nicht nur viel Geduld mitbringen, sondern häufig auch tief in die Tasche greifen. Der neue Wohntrend Co-Living setzt hier an und macht das „Mitwohnen“ möglich. Das französische Start-up Colonies startet jetzt in Berlin. Neue Konkurrenz für Long-Stay-Konzepte?

40 neue Hotels: Accor will in der Schweiz schnell wieder wachsen

Accor, Europas größter Hotelkonzern, will in der Schweiz expandieren. In den nächsten zwei Jahren könnten 30 bis 40 neue Hotels eröffnet werden. Das sagte der Nordeuropa-Chef von Accor, Duncan O'Rourke, in einem Interview.

Bilanz macht Elmau wieder zum besten Ferienhotel in Europa

Das Wirtschaftsmagazin Bilanz hat in der Schweiz erneut ihr vielbeachtetes Hotel-Ranking veröffentlicht. Neben der Bewertung der Häuser in dem Alpenland gibt es auch Rankings der besten Stadt- und Ferienhotels Europas. 

Obermühle Boutique Resort in Garmisch-Partenkirchen lässt nur noch Geimpfte rein

Eine Corona-Impfpflicht wird es nach derzeitigem Stand in Deutschland nicht geben. Das hält Unternehmer aber nicht davon ab, in ihren Betrieben eigene Regeln aufzustellen. Vorgeprescht ist nun zum Beispiel das Obermühle Boutique Resort in Garmisch-Partenkirchen.

Bilanz-Hotelranking 2021: Marc Eichenberger vom Grand Hotel Kronenhof ist „Hotelier des Jahres“ in der Schweiz           

Marc Eichenberger leitet seit über acht Jahren das Grand Hotel Kronenhof in Pontresina. Das Wirtschaftsmagazin „Bilanz" hat den 45-jährigen Schweizer jetzt als „Hotelier des Jahres“ ausgezeichnet. Cornelius Haug vom Kulm Hotel St. Moritz ist „Concierge des Jahres“.