Drei Hotels in Bad Griesbach stellen die Weichen für die Zukunft

| Hotellerie Hotellerie

Drei Hotels in Bad Griesbach – der Fürstenhof, Das Ludwig und das Maximilian – stellen sich strategisch neu auf. Mit Investitionen und angepassten Konzepten soll die Basis für die Weiterentwicklung des Standorts gelegt werden. Die Projekte umfassen einen Betreiberwechsel, eine Neuausrichtung hin zum Sports Resort sowie eine Positionierung im Grand-Hotel-Segment.

Fürstenhof: Übergabe an Ensana Hotels

Das Hotel Fürstenhof wird Ende November 2025 temporär geschlossen, um eine umfassende Renovierung und Modernisierung zu realisieren. Die Wiedereröffnung ist für Mai 2026 unter der Leitung der Ensana Hotels Gruppe vorgesehen. Ensana Health Spa Hotels und Resorts gilt als Europas führender Anbieter im Bereich Gesundheit und wird in Bad Griesbach Konzepte rund um Regeneration, Prävention und Medical Wellness etablieren.

Die Verantwortlichen sehen in der Partnerschaft einen strategischen Zug. „Durch Ensana gewinnen wir einen starken Pächter für den Fürstenhof, der die Werte unseres Standortes teilt und neue Impulse für gesundheitsorientierten Tourismus setzt“, heißt es von Unternehmensseite.

Die Mitarbeiter des Fürstenhof werden vollständig übernommen und während der Schließungsphase übergangsweise in den Hotels Maximilian und Das Ludwig eingesetzt.

Das Ludwig wird zum Sports Resort

Einen Fokuswechsel vollzieht das Hotel Das Ludwig. Das Haus wird zu einem Sports Resort umgewandelt, das Bewegung, Aktivurlaub und Regeneration in den Vordergrund stellt. Geplant sind ein weitreichendes Sport- und Aktivprogramm sowie ein neuer, als „Tower of Power“ bezeichneter Bereich, der moderne Trainingsmöglichkeiten bieten soll. Das Resort plant zudem Sport-, Freizeit- und Community-Events.

Die operative Leitung übernimmt Tom Pick, der hierfür seine Erfahrung aus der Club-Hotellerie einbringt.

Maximilian Grand Hotel mit neuem Anspruch

Das Hotel Maximilian, das als Flaggschiff der Bad Griesbacher Hotellerie gilt, firmiert künftig unter dem Namen Maximilian Grand Hotel, um die Exklusivität des Hauses zu unterstreichen. Die ersten Renovierungsarbeiten haben begonnen und werden im Laufe des nächsten Jahres fortgesetzt.

Der Betrieb soll durch eine großzügige Architektur, stilvolle Eleganz und Service auf hohem Niveau gekennzeichnet sein. Als zentrale Bestandteile des Angebotes bleiben das Bad Griesbacher Thermalheilwasser und der Golfsport erhalten. Zudem liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der gezielten Investition in die Kulinarik, um das Genusserlebnis für die Gäste zu erhöhen.

Gastgeberin Irene Mayer-Jobst kommentiert die Maßnahmen: „Wir investieren gezielt in Qualität, Stil und Komfort – und möchten das Maximilian wieder zu dem machen, was es immer war: ein Ort der besonderen Gastfreundschaft und Exzellenz.“

Gemeinsames Bekenntnis zum Standort

Die Projekte demonstrieren ein Bekenntnis aller drei Häuser zum Standort Bad Griesbach und zur gemeinsamen Vision einer modernen, vielfältigen und nachhaltigen Hotellandschaft. Ziel der Investitionen ist die weitere Stärkung Bad Griesbachs als führende Destination im bayerischen Bäderdreieck für Gesundheit, Bewegung und Erholung.

Geleitet werden die umfangreichen Projekte von einem Führungsteam um Irene Mayer-Jobst, die gemeinsam mit Catharina Meyer die strategische und operative Entwicklung verantwortet. Tom Pick wird die sportlich-aktive Neuausrichtung der Hotels maßgeblich prägen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotellerie in Dubai führt ein neues, stadtweites Verfahren für den Check-in ein. Dabei können Gäste die Rezeption umgehen und alle Formalitäten vorab digital erledigen. Biometrische Daten werden hierzu nur erfasst. Das System soll Wiederholungsbesucher, etwa per Gesichtserkennung, zuordnen und die digitale Transformation des Emirats vorantreiben.

Steigende Betriebskosten, ein anhaltender Personalmangel und der wachsende Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) bestimmen die Herausforderungen für die Hotellerie im kommenden Jahr. Das Team der GetAway Group hat zentrale Trends für das Vertriebsjahr 2026 vorgestellt.

Choice Hotels International forciert seine Wachstumsstrategie in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) und kündigt den Markteintritt auf dem afrikanischen Kontinent an. Die ersten drei Hotels sollen Anfang 2026 in Kenia eröffnet werden.

Der deutsche Tourismus blickt auf einen starken Sommer 2025 zurück. Im Gegensatz zum wachsenden Camping- und Ferienwohnungssektor kämpfte die Hotellerie jedoch mit leichten Rückgängen, Preisdruck und hohen Betriebsrisiken, wie der aktuelle dwif-Fakten-Kompass aufzeigt.

Die Hostel-Kette a&o Hostels übernimmt Schulz Hotels aus Berlin. Die Akquisition ist Teil einer 500 Millionen Euro umfassenden Wachstumsstrategie, die durch Investoren unterstützt wird und das Managementteam der Berliner mit einschließt. Ziel ist die weitere Stärkung der Marktposition und die Beschleunigung der Expansion in Europa.

Die Radisson Hotel Group hat ihre Marke Prize by Radisson mit der Eröffnung von zwei Standorten in Bergen in Norwegen eingeführt. Mit dieser Expansion erhöht die Gruppe ihre Präsenz in der UNESCO-Welterbe-Stadt auf insgesamt fünf Häuser.

Die diesjährige Sommersaison gehört zu den stärksten Saisons in der Geschichte des Deutschland-Tourismus. Camping und Ferienwohnungen legten zu, die Hotellerie lag hingegen knapp unter dem Vorjahreswert.

The Lux Collective hat die nächste Phase der internationalen Expansion bekanntgegeben, die von sieben neuen Vertragsabschlüssen getragen wird. Die Strategie konzentriert sich dabei auf die Weiterentwicklung der Marke LUX*, SALT und SOCIO.

Eine neue Analyse von Colliers zeigt, dass die deutsche Immobilienwirtschaft 2026 vor einer Neuordnung steht. Der Hotelmarkt und Spezialsegmente wie Datenzentren werden durch Konversionen und technologischen Bedarf zu den führenden Wachstumstreibern.

Die Huarong Deutschland GmbH beabsichtigt, den seit Jahren ruhenden Bau des China Hotels in Frankfurt-Niederrad abzuschließen. Die ursprüngliche Eröffnung war für 2022 vorgesehen. Dies berichtet die Frankfurter Neue Presse.