Frames-Hotel startet an ehemaligem Atomkraftwerk-Standort

| Hotellerie Hotellerie

Auf dem Gelände des einstigen Atomkraftwerks Mülheim-Kärlich bei Koblenz ist in den letzten Jahren ein Business-Hotel entstanden. Das Frames-Hotel hat jetzt seine Pforten für Gäste geöffnet. Die Herberge bietet 99 Zimmer.

„Unser Ziel ist es, unseren Gästen nicht nur eine Übernachtungsmöglichkeit, sondern ein inspirierendes Erlebnis zu bieten“, sagt Philipp Lohse, Geschäftsführer des Frames Hotels.

Das Herzstück des Hotels bildet das Restaurant im fünften Obergeschoss. Gäste genießen hier nicht nur Speisen, sondern auch direkten Rheinblick. Darüber hinaus findet sich im 5. Obergeschoss neben einer Dachterrasse mit 60 Sitzplätzen auch eine Zigarrenlounge.

Investor Ilmi Viqa ist überzeugt, dass die Konzeption des Hauses insbesondere mit seiner herausragenden Lage und dem umfassenden Angebot die Region bereichern wird. „Unsere Bemühungen zu einer erhöhten Standortqualität an einem neuen Ort, wird bald durch unsere Eventhalle abgerundet.“

2019 ist dort der Kühlturm des ehemaligen Kernkraftwerk abgerissen worden - eine Landmarke höher als der Kölner Dom. Der Rückbau dieses Atommeilers des Energieriesen RWE läuft bereits seit 2004. Er wird, laut RWE-Sprecherin Dagmar Butz wohl noch bis in die 2030-er Jahre andauern. Das halbkugelförmige Reaktorgebäude soll bis Ende der 2020-er Jahre verschwinden.

Somit können Hotelgäste noch dessen Anblick erleben: Der Investor veranschlagte nach vor Baubeginn Kosten in Höhe von Viqas Worten 15 bis 19 Millionen Euro. Ein ungewöhnlicher Ort für ein Hotel? „Das AKW ist ja nichts Besonderes mehr“, sagt Viqa.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In den aktuellen Geschäftsberichten der globalen Hotelkonzerne taucht ein neuer, gewichtiger Risikofaktor auf. Die Unternehmen warnen vor den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die bisherigen Vertriebsstrukturen. Branchenexperten, wie Marco Nussbaum, sehen darin ein deutliches Signal für eine mögliche Verschiebung der Machtverhältnisse in der digitalen Distribution.

Das Hotel Steigenberger Camp de Mar auf Mallorca sieht sich mit wirtschaftlichen Konsequenzen durch Medienberichte über angebliche Verbindungen zum iranischen Finanzwesen konfrontiert. Das Hotel ist über einige große Plattformen derzeit nicht buchbar. Das Hotelmanagement betont die rechtliche Unabhängigkeit.

Die wirtschaftliche Krise bei der Revo Hospitality Group führt anscheinend aktuell zu Betriebseinstellungen in Deutschland. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, stehen nach der im Januar angemeldeten Insolvenz nun zwei Häuser fest, die derzeit nicht buchbar sind.

Hyatt Hotels schließt seine Transformation zum Asset-Light-Unternehmen ab und meldet für 2025 Erlöse von 7,1 Milliarden US-Dollar. Trotz eines bilanziellen Nettoverlusts durch den Konzernumbau übertrifft das operative Ergebnis im Luxussegment die Erwartungen, während die Rekord-Pipeline von 148.000 Zimmern den Wachstumskurs für 2026 sichert.

Mandarin Oriental erweitert das Portfolio in Ägypten durch die Übernahme des Old Cataract in Assuan und des Winter Palace in Luxor. Erstmals bietet die Gruppe zudem eine eigene luxuriöse Flusskreuzfahrt auf dem Nil an.

Longevity ist in aller Munde – doch was steckt dahinter und wie wird das überhaupt ausgesprochen? Ein neues Symposium in Kitzbühel liefert Fakten für Hoteliers, die Langlebigkeit als Geschäftsmodell nutzen wollen.

Das Hotel EdeR FriDA in Maria Alm schließt umfangreiche Erweiterungsmaßnahmen ab. Mit elf neuen Zimmern, innovativen Themenkategorien und großflächigen Erlebnisbereichen baut die Eder Collection ihr Angebot für Familien in den Alpen weiter aus.

In Halstenbek bei Hamburg soll auf einer langjährigen Brachfläche eine großdimensionierte Topgolf-Anlage samt Hotel mit 150 Zimmern entstehen. Der Investor Greenreb plant ein Projekt im zweistelligen Millionenbereich.

Der Hotelinvestmentmarkt erreicht laut JLL einen Wendepunkt: Ein starker Kreditmarkt und hohe Kapitalverfügbarkeit treiben das globale Transaktionsvolumen 2026 an. Besonders Luxusobjekte und der asiatische Markt stehen im Fokus der Investoren.

 

Die Hotel-Pipeline in Europa erreichte Ende 2025 neue Höchststände. Besonders Projekte in der frühen Planungsphase sowie im Luxussegment verzeichneten Rekordwerte, wobei Deutschland nach dem Vereinigten Königreich den zweitgrößten Markt für Hotelentwicklungen darstellte.