Geplantes Fünf-Sterne-Hotel auf Norderney: Insulaner fürchten „Versylterung“

| Hotellerie Hotellerie

Auf Norderney wächst die Kritik an dem geplanten Fünf-Sterne-Hotel. Die Insulaner befürchten, dass sich die Nordessinsel zu einem neuen Hotspot für die Reichen des Landes entwickeln könnte. Kritiker sprechen sogar von einer „Versylterung“ der Insel.

Einer dieser Kritiker ist Inselbewohner Volker Wohnig. In einem offenen Brief kritisiert er die „Luxusgläubigkeit“ des Bürgermeisters Frank Ulrichs (SPD) und fordert stattdessen Maßnahmen gegen den massiven Wohnungsmangel auf der Insel, wie „t-online“ berichtet. Seit Jahren herrsche auf der Nordseeinsel massiver Wohnungsmangel und in seinen Augen sei es nie zu spät, gegenzusteuern und das Projekt zu begraben. Der geplante Prachtbau stehe in einem „eklatanten Widerspruch, den Norderneyer Wohnraummangel zu verringern“, erklärte er außerdem der „Nordwest-Zeitung“.

Die Chancen für eine Absage des Bauprojekts sind jedoch gering. Der Bremer Investor Brune & Company unterzeichnete den Kaufvertrag für das Grundstück bereits vor rund 18 Monaten. Die endgültige Entscheidung über das Bauvorhaben wird Ende des Monats erwartet, wenn der Stadtrat die Pläne öffentlich vorstellt und möglicherweise darüber abstimmt. Bürgermeister Ulrichs bekräftigte seinen Willen, am Projekt festzuhalten. Er betonte bereits, dass der Bauantrag gestellt und alle Fragen des Denkmalschutzes geklärt worden seien.

Auch kulinarisch holt die Nordseeinsel auf: DasRestaurant Oktopussy, das zum Hotel New Waves gehört, wurde in den Guide Michelin 2024 aufgenommen. 


Zurück

Vielleicht auch interessant

Premier Inn erweitert sein Portfolio in Göttingen und übernimmt eine Hotelimmobilie von der Real I.S. Die Übergabe an den neuen Betreiber erfolgte bereits zum 1. Mai, nun fand die offizielle Eröffnung des Hotels mit 144 Zimmern statt.

Das aktuelle Tourismusbarometer verdeutlicht die Diskrepanz zwischen stabiler Auslastung und sinkenden Gewinnen im österreichischen Tourismus. Hohe Kosten und verändertes Gästeverhalten zwingen die Betriebe zu weitreichenden betrieblichen Anpassungen.

Das ibis Paderborn wird aktuell in drei Phasen grundlegend modernisiert. Der Betreiber Event Hotels hat nach Abschluss der ersten Arbeiten die ersten 30 neugestalteten Zimmer für Gäste freigegeben.

Ringhotels und CPH Hotels vereinbaren eine Zusammenarbeit ab Juli 2026. Das Münchner Servicebüro von Ringhotels übernimmt künftig die operative Betreuung der CPH-Mitgliedsbetriebe.

Die Lieblingsplatz Hotels erweitern ihr Partnermodell um die Schwarzwald-Gruppe stuub Hotels & Ferienwohnungen. Die Kooperation umfasst mehrere Standorte im Schwarzwald und soll zentrale Vertriebs- und Digitalstrukturen bündeln.

People Inc. will MGM Resorts für mehr als 18 Milliarden US-Dollar übernehmen. Der Verwaltungsrat des Casino- und Hotelkonzerns prüft derzeit das Angebot des Medienunternehmens von Barry Diller.

Die Moselstern-Gruppe übernimmt zum 1. Juni 2026 den Betrieb des Boutique Hotels Moselgarten in Bullay. Das teilte Insolvenzverwalter Ingo Grünewald mit. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens sei zudem ein regionales Investorenteam gefunden worden, das die Immobilie am Moselufer erworben habe.

Mitten im Indischen Ozean liegt die Leitung des Le Méridien Maldives Resort & Spa seit über drei Jahren in den Händen eines gebürtigen Kölners: General Manager Thomas Schult berichtet über seine Führungsphilosophie und ein neues Luxusverständnis zwischen Exklusivität und Nachhaltigkeit.

Die DSR Hotel Holding übernimmt zum 1. September 2026 das Hotel Caro & Selig am Tegernsee. Das Haus wird künftig unter der Marke A-Rosa betrieben.

Für 165 Hotels der insolventen REVO Hospitality Group sind Investorenlösungen gefunden worden. Der überwiegende Teil der rund 5.450 Hotelarbeitsplätze soll erhalten bleiben. Dagegen werden die Arbeitsverhältnisse von 450 Mitarbeitern der Unternehmenszentrale nicht fortgeführt.