Hilton startet Programm zur Senkung der Hotelkosten für Eigentümer

| Hotellerie Hotellerie

Hilton startet Programm zur Senkung der Kosten für Eigentümer

Hilton will die Wirtschaftlichkeit seiner Hotels für Eigentümer verbessern und hat dazu mehrere Maßnahmen angekündigt. Wie das Unternehmen im Rahmen der Präsentation der Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026 erläuterte, sollen unter anderem niedrigere Gebühren, technologiegestützte Prozesse und eine Überprüfung der Kostenstrukturen dazu beitragen, die Rentabilität auf Hotelebene zu erhöhen. 

„Wir bewerten jede Entscheidung unter dem Gesichtspunkt der Rentabilität unserer Eigentümer“, wird Hilton-Präsident und CEO Christopher Nassetta zitiert. Das Unternehmen habe mehrere konkrete Schritte eingeleitet, um Kosten zu senken und die Erträge der Eigentümer zu verbessern.

Hilton verknüpft Gebührennachlässe mit der Gästezufriedenheit

Zu den Maßnahmen gehört das neue Programm Hilton Rise. Nach Angaben des Unternehmens erhalten Hotels Gebührennachlässe, wenn sie definierte Standards bei der Gästezufriedenheit erreichen. Das Programm arbeite mit einem System, das die Einhaltung dieser Qualitätsanforderungen zur Voraussetzung für die vollständigen Vergünstigungen mache.

Zudem habe Hilton die Gebühren für das Treueprogramm Hilton Honors für die meisten Hotels reduziert. Möglich geworden sei dies nach Unternehmensangaben durch das Wachstum und die höhere Effizienz des Programms.

Nach Angaben von Nassetta profitiere derzeit rund die Hälfte der Hilton-Hotels in den USA vollständig von den Eigentümerprogrammen. Dieser Anteil solle künftig steigen.

Technologie und KI sollen Betriebskosten weiter senken

Darüber hinaus überprüfe Hilton derzeit die Gewinn- und Verlustrechnungen seiner Hotels, um weitere Einsparpotenziale zu identifizieren. Im Fokus stünden dabei unter anderem Personalprozesse, Einkaufsvorteile sowie die Kostenstruktur der Marken.

Auch bei Renovierungsvorgaben wolle Hilton nach eigenen Angaben flexibler vorgehen. Ziel sei es, Investitionen der Eigentümer besser mit den Markenstandards in Einklang zu bringen, ohne die Gästeerfahrung zu beeinträchtigen.

Eine wichtige Rolle spielen dabei Künstliche Intelligenz und digitale Technologien. Hilton verweist unter anderem auf eine direkte Anbindung an die Geschäftsreiseplattform Navan, die durch eigene Programmierschnittstellen kostengünstigere Buchungen ermöglichen solle. Außerdem entwickle das Unternehmen mit dem Hilton AI Planner eine KI-gestützte Anwendung zur Reiseplanung.

Quartalsergebnis über den Erwartungen des Unternehmens

Parallel zu den angekündigten Maßnahmen berichtete Hilton über die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2026. Der vergleichbare RevPAR sei währungsbereinigt um 3,9 Prozent gestiegen. Das bereinigte EBITDA habe 1,054 Milliarden US-Dollar erreicht, das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie 2,29 US-Dollar. Nach Unternehmensangaben lagen beide Kennzahlen über den eigenen Erwartungen.

Im Berichtsquartal eröffnete Hilton nach eigenen Angaben mehr als 200 Hotels mit rund 24.100 Zimmern. Zusätzlich seien rund 42.900 Zimmer für neue Projekte genehmigt worden. Die Entwicklungspipeline habe zum 30. Juni 541.300 Zimmer umfasst und damit einen neuen Höchststand erreicht. Für das Gesamtjahr rechnet Hilton weiterhin mit einem Nettowachstum der Zimmerkapazitäten von sechs bis sieben Prozent.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Handtuch drauf - meins? Urlauber liefern sich immer wieder bizarre Kämpfe um die besten Plätze am Pool. In Griechenland eskalierte so ein Streit jetzt extrem. Was kann man da machen?

Das Hilton Frankfurt City Centre weist auf der eigenen Webseite und bei Trip.com ab Ende Oktober keine buchbaren Zimmer mehr aus. Bereits im Juli hatte Bloomberg über einen geplanten Rückzug Hiltons nach den US-Sanktionen berichtet.

Die bereits bekannte Verschiebung der Eröffnung des Kölner Dom-Hotels auf 2027 hat erste Folgen. Nach Medienberichten werden gebuchte Veranstaltungen in der ersten Jahreshälfte abgesagt.

Die Hotelraten zum Oktoberfest 2026 liegen je nach Kategorie zwischen 5,4 und 7,6 Prozent über dem Vorjahr, der Buchungsstand aber noch rund sieben Prozentpunkte unter dem Endwert von 2025. Das geht aus einer Auswertung von Marktdaten hervor, die Philipp Stelzer von Lighthouse auf LinkedIn veröffentlicht hat.

Der Michelin Guide hat seine weltweite Hotelauswahl mit Hotel-Schlüsseln für 2026 vorgestellt, wobei insbesondere die Schweizer Spitzenhotellerie Zuwächse verzeichnet.

easyJet und IHG Hotels & Resorts verbinden die Geschäftsreiseprogramme easyJet plus und IHG Business Edge. Mitglieder der beiden Programme erhalten jeweils festgelegte Leistungen bei Hotels beziehungsweise Flügen.

Aus dem Hotel Caro & Selig ist das A-ROSA Tegernsee geworden. Wie die DSR Hotel Holding und die DERTOUR Group mitteilen, wurde das Haus am 18. September 2026 offiziell unter der Marke A-ROSA eröffnet. An der Veranstaltung nahmen geladene Gäste aus Tourismus, Wirtschaft, Sport und Medien sowie Vertreter aus der Region teil.

SV Hotel plant in den Ulmer Posthöfen ein Moxy Hotel mit 146 Zimmern. Das Haus am Ulmer Hauptbahnhof soll Ende 2028 eröffnen.

Novum Hospitality und IHG Hotels & Resorts haben das Garner Hotel Frankfurt – Main Station mit 84 Zimmern eröffnet. In das frühere Hotel Continental Frankfurt wurden nach Unternehmensangaben eigentümer- und betreiberseitig rund 5,1 Millionen Euro investiert.

Motel One und Leonardo Hotels haben in mehreren Pilotprojekten den Umgang mit Verpackungen, Restmüll und Hotelmobiliar untersucht. Ein gemeinsamer Report dokumentiert die Ergebnisse und Grenzen der Projekte.