Hotel Bareiss: Gastronomie, Fischzucht und ein Forschungsprojekt

| Hotellerie Hotellerie

Das Hotel Bareiss in Baiersbronn-Mitteltal hat seinen neuen Forellenhof Buhlbach im 1.800 Hektar großen Baiersbronner Landschaftsschutzgebiet Buhlbach eröffnet. Damit komplettiert das Haus die Wanderhütte Sattelei und den Morlokhof zu einer Trilogie seiner Genuss- und Event-Locations um ein drittes Angebot, dessen Gastronomie allen Bewohnern und Besuchern der Region sowie den Hotelgästen zur Verfügung steht. Überdies ist der Forellenhof Buhlbach mit seiner historischen Fischzucht von 1908 - mit einem aktuell integrierten, vom Bund geförderten Forschungsprojekt - eingebunden in das überbetriebliche unternehmerische Engagement der Familie Bareiss für Traditions- und Heimatverbundenheit, Landschafts-, Natur- und Denkmalpflege in ökologischer Verantwortung und nachhaltige Produkterzeugung.

Die Gastronomie des Forellenhofs

Die „Buhlbachstube“ und die „Forellenstube“ bieten ihren 70 Gästen „klassisches“ Bareiss: eine dem Schwarzwald-Standort verpflichtete, stilsichere Architektur und Atmosphäre; eine handwerklich gekonnte, ambitionierte Gastronomie; sowie eine liebenswürdig-herzliche Gastlichkeit, in der Wanderer ebenso willkommen sind wie die Gäste des Hotels und alle, die in der nahen und ferneren Umgebung leben. Fürs kulinarische Angebot haben die langjährigen Küchenverantwortlichen Oliver Ruthardt, Oliver Steffensky und Daniel Sorge ein Angebot zusammengestellt, dessen eigens entworfene Forellenspezialitäten, Regional- und Vespergerichte es in dieser besonderen Version ausschließlich auf dem Forellenhof gibt. Den Service leitet Marina Schmiederer, im Bareiss ausgebildete Restaurantfachfrau, die vom Restaurant Bareiss bis hin zur Wanderhütte Sattelei in sämtlichen Restaurants des Hauses gearbeitet und anschließend weitere Berufserfahrungen in Österreich und der Schweiz gesammelt hat.

Die Forellenzucht 

Die vom Hotel Bareiss betriebene Forellenzucht besteht aus 13 Zuchtteichen, in denen Regenbogenforellen, Lachsforellen, Bachforellen, Goldforellen und Saiblinge gezüchtet werden. Die Forellenzucht ist eine der ganz wenigen Zuchten, die aus einer reinen, unbelasteten Primärquelle gespeist werden, dem Leinenbächle. Verantwortlich für die artgerechte Aufzucht sind die beiden Fischwirte Richard Eifler (54) und Sebastian Treß (26). Eifler hat eine jahrzehntelange, breit aufgestellte internationale Erfahrung, die heute der langfristig angelegten Entwicklung und Modernisierung der Forellenhof-Zucht zugutekommt. An seiner Aufgabe als Betriebsleiter in Buhlbach reizt ihn die Herausforderung, einen Zuchtbetrieb von Grund auf aufzubauen mit der Maßgabe, in der Aufzucht Premiumqualitäten zu erzielen und ihre dauerhafte Qualität sicherzustellen. Und das in ökologischer Verantwortung: eine artgerechte und naturverträgliche Aufzucht nach Tierschutzgesichtspunkten zum Wohl der Tiere, wofür der ständig kontrollierte Sauerstoffgehalt des Wassers, dessen Temperatur und überwachter PH-Wert eine entscheidende Rolle spielen. Sebastian Treß ist als Fischwirt „in der Wolle gefärbt“: seine Eltern haben eine eigene Zucht bei Waldshut. Die Ausbildung zum Fischwirt machte er im Sauerland, der sich anschloss ein duales BWL-Studium mit der elterlichen Zucht als Partnerbetrieb. Nach dem Bachelor wechselte er unmittelbar in sein erstes berufliches Engagement in den Forellenhof Buhlbach.

Das Forschungsprojekt

Wissenschaftler des  Steinbeis Forschungszentrums für nachhaltige Ressourcennutzung haben sich, gemeinsam mit Forschern der Universität Landau (Arbeitsgruppe Prof. Ralf Schulz) und Kollegen der Christian-Albrechts-Universität Kiel, an das Landauer Aquakultur-Technik-Unternehmen SENECT (Dr. Andreas Mäck) sowie an das Hotel Bareiss mit der Anfrage gewendet, ob das Haus mit seiner neuen Fischzucht als Praxispartner für ein Forschungsprojekt, gefördert vom Bundesministerium für Forschung und Bildung, Berlin, zur Verfügung stehen würde, das die gemeinsame Aufzucht von Bodenseefelchen und europäischen Edelkrebsen in einer Polykultur zum Ziel hat. 

Anlass des Projekts ist ein rückgängiger  Felchenbestand im Bodensee: Der sauberer gewordene See bot den Fischen weniger Nährstoffe. Hingegen ist die, seither auch über Import gedeckte Nachfrage nach dem beliebten weißfleischigen Genussfisch unvermindert hoch. Die Situation ließ nach der Möglichkeit der Zucht von Felchen suchen in Verbindung mit dem ökologisch sinnvollen Zusatznutzen einer gemeinsamen Aufzucht mit Edelkrebsen. Der entsprechende Versuch, mit dem zusätzlich eine verdoppelte Raumnutzung und eine Erweiterung des Produktsortiments von Fischzüchtern verbunden sind, wird derzeit im Forellenhof Buhlbach realisiert.

Zu dessen Fischzucht gehört dieserhalb ein neuer, eigens gestalteter Naturteich, in das Bodenseefelchen und europäische Edelkrebse für das Experiment eingesetzt wurden. Die nicht für den Verzehr bestimmten Tiere entstammen einer veterinärmedizinisch überwachten Anlage, um sicherzustellen, dass der Kategorie A-Status der Bareiss-Fischzucht nicht durch Eintrag von Krankheitserregern gefährdet wird. Es handelt sich also um erstklassige Zuchttiere, weil für das Forschungsprojekt die Parameter der „Spitzenklasse“ für die Marke Bareiss hochgehalten werden müssen.

Der aufwendig für das neue Projekt aufbereitete Zuchtteich wird von technologisch hochwertiger Sensorik überwacht, die unter anderem die Temperatur, den pH-Wert und die Sauerstoffsättigung des Wassers ununterbrochen ermittelt. Die erfassten Daten werden in einem im Bareiss verorteten Rechner gespeichert und sind jederzeit auch über eine App in Echtzeit aktuell von den Projektbeteiligten abrufbar. Das Unternehmen Bareiss hat damit alle wichtigen Voraussetzungen geschaffen für eine erfolgreiche Praxisumsetzung der Forschungsergebnisse, d.h. einer erfolgreichen Aufzucht von Felchen und Krebsen gemeinsam in einem Gewässer.
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

50 Jahre nach der Unternehmensgründung überträgt Helmut W. Schweimler die Fortführung der Betriebsführung des Hotel Vier Jahreszeiten am Schluchsee im Hochschwarzwald an Otto Lindner. Das Haus ist mit über 200 Zimmern und 450 Betten das größte Ferienhotel im Schwarzwald und setzt im Jahr 17 Millionen Euro um.

Nach dem Nein der Bürgerinnen und Bürger zu einem größeren Neubau des Hotels Schlierseer Hof macht das jetzige Hotel im November dicht. Die Inhaberfamilie de Alwis ließ via Soziale Medien wissen, dass sie das Hotel schließt „Den Winter über haben wir auf jeden Fall zu“, sagt Junior-Chef Marcel de Alwis.

Mit The Circus Living setzt die Circus GbR einen neuen Meilenstein in der 28-jährigen Firmengeschichte. Nach den Erfolgen des Hostels, Apartmenthauses und des Hotels, ermöglichen Serviced-Micro-Apartments nun auch Aufenthalte ab 28 Tagen.

Geschäftsreisende müssen in Frankfurt künftig eine Tourismusabgabe von zwei Euro pro Nacht zahlen. Bislang wurde die Abgabe von zwei Euro pro Nacht nur von Touristen in Frankfurt erhoben.

Kempinski und Gravenbruch stehen in Frankfurt seit Jahrzehnten für Luxus-Hotellerie am Flughafen. Doch nun zieht sich der Betreiber zurück - mit ungewissen Folgen für das Personal.

Von Herbst 2023 bis Frühjahr 2024 wurde das Precise Resort Hafendorf Rheinsberg renoviert. Dabei wurden nicht nur die 167 Zimmer und Bäder modernisiert, sondern auch alle Etagenflure, die Balkone und Terrassen sowie der Fitnessbereich.

Am 15. und 16. Juni stand das Bürgenstock Resort am Vierwaldstättersee im Zentrum der weltweiten Aufmerksamkeit, als es das größte diplomatische Ereignis in der Geschichte der Schweiz meisterte.

In der letzten Woche öffnete das Hotel Schani UNO City seine Türen. Im Rahmen eines Grand Opening, das ganz im Zeichen von Geheimagenten, Spionage und Geheimnissen stand.

Das ehemalige Hilton City Hotel in der Münsterstraße wird ein Haus der Unbound Collection von Hyatt. Wie auf der Webseite des Hauses zu lesen ist, soll die Herberge ab dem 5. August 2024 unter dem Namen „Brunfels Hotel“ seine Pforten öffnen. Zuerst hatte die Allgemeine Zeitung (AZ) darüber berichtet.

IntercityHotel expandiert weiter in den Niederlanden: Das IntercityHotel Leiden ist eröffnet. Das urbane Design mit Motiven aus der Stadt sowie Details aus der Region lassen Gäste in die lokale Kultur eintauchen.