Marriott-Hoteleigentümer fordern höheren Anteil an Bonvoy-Einnahmen

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Eine Gruppe von 51 Eigentümern von Marriott-Hotels fordert nach Medienberichten eine stärkere Beteiligung an den Einnahmen aus dem Treueprogramm Marriott Bonvoy. Wie zunächst das Wall Street Journal berichtete und von weiteren Medien aufgegriffen wurde, vertreten die Unterzeichner rund 1.000 Hotels der Marke Marriott und kritisieren die aktuelle Verteilung der Erlöse aus dem Programm.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Einnahmen aus den gemeinsam mit Kreditkartenanbietern betriebenen Kreditkartenprogrammen verteilt werden. Nach Angaben des Wall Street Journal habe Marriott für das laufende Jahr einen Anstieg der Gebühreneinnahmen aus diesen Partnerschaften um rund 35 Prozent in Aussicht gestellt. Die Erlöse könnten demnach die Marke von einer Milliarde US-Dollar erreichen. Gleichzeitig sei die Zahl der Mitglieder des Bonvoy-Programms bis zum Ende des ersten Quartals 2026 auf rund 283 Millionen gestiegen.

Eigentümer verlangen höhere Vergütung für Prämienübernachtungen

Nach Angaben der berichtenden Medien hätten die Hoteleigentümer in einem Schreiben an Marriott-Chef Anthony Capuano und den Verwaltungsratsvorsitzenden David Marriott eine bessere Vergütung für Übernachtungen gefordert, die Gäste mit Bonuspunkten bezahlen. Die Eigentümer argumentierten demnach, dass sie einen zunehmenden Teil der Kosten des Programms tragen müssten, während Marriott einen wachsenden Anteil der Erlöse vereinnahme.

In dem Schreiben heißt es wörtlich: „Hotel owners are absorbing an increasing share of the program's costs while Marriott captures an increasing share of its revenue.

Die Unterzeichner forderten laut Bericht mindestens eine Erstattung auf dem Niveau großer Online-Reiseportale wie Expedia, wenn Übernachtungen über das Treueprogramm mit Punkten eingelöst werden.

Kreditkarten verändern Finanzierung des Bonusprogramms deutlich

Den Berichten zufolge habe sich die Funktionsweise von Hotel-Treueprogrammen in den vergangenen Jahren verändert. Früher hätten Gäste Bonuspunkte vor allem durch Übernachtungen in Hotels gesammelt. Heute könnten Kunden je nach Kreditkartenprogramm Punkte auch durch alltägliche Ausgaben wie Einkäufe oder Kraftstoffkäufe erwerben und diese anschließend für Hotelübernachtungen einsetzen. Dadurch könnten kostenfreie Übernachtungen entstehen, ohne dass zuvor ein entsprechender Umsatz in einem Marriott-Hotel erzielt worden sei.

Wie aus den Berichten hervorgeht, sehen die Eigentümer darin einen wesentlichen Grund für die gestiegenen Belastungen. Gleichzeitig seien die Einnahmen aus den Kreditkartenkooperationen deutlich gewachsen. Laut GuruFocus beliefen sich die entsprechenden Gebühreneinnahmen im vergangenen Jahr auf 716 Millionen US-Dollar.

Marriott reagiert auf Kritik der Hotelbetreiber

Marriott habe gegenüber dem Wall Street Journal erklärt, die Anliegen der Eigentümer ernst zu nehmen. Nach Angaben des Unternehmens sei die Vergütung für Bonusbuchungen an besonders nachfragestarken Tagen zuletzt erhöht worden. Zudem habe Marriott den Eigentümern erstmals detailliertere finanzielle Informationen zum Treueprogramm zur Verfügung gestellt.

Marriott International betreibt nach Angaben von GuruFocus rund 1,8 Millionen Zimmer in etwa 30 Marken. Das Unternehmen erzielt einen Großteil seiner Erträge über Management-, Franchise- und Anreizgebühren.

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