Platzl Hotels führen KI-System zur Senkung von Lebensmittelabfällen ein

| Hotellerie Hotellerie

Die Platzl Hotels München führen in ihren vier gastronomischen Betrieben eine technische Lösung zur Erfassung von Speiseabfällen ein. Zum Einsatz kommt ein System des Schweizer Anbieters Kitro, das mithilfe von Kameras, Waagen und Sensorik die Mengen und Arten der entsorgten Lebensmittel analysiert. Ziel des Unternehmens ist es, durch die gewonnenen Daten die Wirtschaftlichkeit der Betriebe zu verbessern und die Umweltbelastung zu verringern.

Einsatz von Sensortechnik in den Hotelküchen

Das System wird in der Pfistermühle, der Bankettküche sowie den Betrieben Ayinger in der Au und Ayinger am Platzl installiert. Die technische Erfassung erfolgt direkt an der Abfallstation. Dabei wird jedes entsorgte Lebensmittel gewogen und fotografiert. Im Anschluss kategorisiert das System die Abfälle, wobei unter anderem zwischen vermeidbaren und nicht vermeidbaren Resten wie Schalen oder Knochen unterschieden wird. Über ein Dashboard erhalten die Mitarbeiter Einblick in die Daten, um diese mit den Gästezahlen in Beziehung zu setzen.

Laut Constanze Kunz, der Leiterin für nachhaltige Entwicklung bei den Platzl Hotels, stellt die systematische Erfassung der Abfallmengen die Voraussetzung dar, um Optimierungspotenziale in den Küchenabläufen zu identifizieren. Das System wurde so konzipiert, dass die gewohnten Arbeitsabläufe im Service und in der Küche weitgehend beibehalten werden können. Aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazitäten in den Betrieben seien lediglich geringfügige Anpassungen an den Standorten der Abfallstationen notwendig gewesen.

Zielvorgabe für den Zeitraum von zwölf Monaten

Nach Angaben des Unternehmens liegt der Fokus der Analysen zunächst auf der Vorproduktion, da dort das größte Einsparpotenzial vermutet wird. Durch die datengestützte Auswertung sollen konkrete Gegenmaßnahmen abgeleitet werden. Die Platzl Hotels streben an, das Volumen der Lebensmittelabfälle innerhalb von zwölf Monaten um zwanzig bis dreißig Prozent zu reduzieren. „Die Erfassung der Abfälle ist die Grundlage, um Verbesserungspotentiale in unseren Küchen identifizieren und auch umsetzen zu können“, erklärt Kunz. Zudem sei es wichtig, dass das gesamte Team in den Prozess eingebunden werde, um die angestrebte Abfallreduktion gemeinsam zu erreichen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Expedia Group beendet die Marke ebookers in Deutschland und weiteren europäischen Ländern. Nutzer werden künftig auf Hotels.com weitergeleitet, Bonus+-Guthaben wird in Hotels.com-Gutscheine umgewandelt

Die Arcotel Hotels ziehen Bilanz ihrer Umweltschutzinitiative und melden eine Spendensumme von einer Million Euro seit dem Jahr 2015. Neben dem freiwilligen Verzicht auf Zimmerreinigungen setzt das Unternehmen auf hoteleigene Bienenstöcke und Bildungsprojekte für Kinder.

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.