Start-Up Slooom verwandelt Turnhalle in Modulbauweise in Hotel

| Hotellerie Hotellerie

Attraktive Großstädte haben ein großes Problem: Wohnraum-Mangel. Nicht nur für dauerhafte Aufenthalte, sondern insbesondere in Hinblick auf den Tourismus und Besucher aus aller Welt. Das Start-Up Slooom will mit einem klimafreundlichem Gebäudekonzept Leerstand beseitigen und nachhaltige individuell nutzbare Flächen entstehen lassen und somit Versiegelungen neuer Böden vermeiden. Mit dem europaweit ersten nachhaltigen Pod-Hotel-Konzept will das Unternehmen nun vergessene und wenig genutzte Gebäude wieder zum Leben erwecken. So geschehen nun in einer Turnhalle im saarländischen Spiesen-Elversberg: dort öffnet mit der Gymlodge im Herbst 2022 das erste Pod-Hotel.

Slooom - Modular, lokal, nachhaltig

Slooom will Hotellerie neu denken – ausgediente Gebäude sollen zu innovativen Herbergen werden. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf Holz als klimafreundlichen, nachwachsenden Werkstoff und eine modulare Bauweise. So verkürzt das Team nicht nur die Bauzeit, sondern auch die Investitionskosten. Kern des Konzepts sind die modular designten Schlafpods, bei drei bis sechs Quadratmetern ist die Platzanforderung gering und bietet gleichzeitig genug Raum für ein (Doppel-)Bett, Gepäck und Garderobe. Angeschlossen an Gemeinschaftsflächen und sanitäre Einrichtungen, will Slooom so neue Impulse für die Hotellerie setzen.
 

Slooom - Turnhalle wird zum ersten Pod-Hotel

Der Inklusionsbetrieb CFK - Centrum für Freizeit und Kommunikation der Lebenshilfe gGmbH mit Sitz in Spiesen-Elversberg hat die Dienstleistung von Slooom im Rahmen des Ausbaus des Hotelbetriebs in Anspruch genommen, um eine Turnhalle in das erste Pod-Hotel zu verwandeln.

In Zusammenarbeit mit dem Bauherrn – in diesem Fall gleichzeitig der Eigentümer und Betreiber – und dem Innenarchitekturbüro Geplan Design aus Stuttgart entstand ein Raumkonzept mit Aufenthaltsbereich und Gemeinschaftsküche, „durch die Anordnung der einzigartigen Slooom Pods in U-Form und erstmalig in zwei Etagen, konnten wir die Eventfläche schaffen“ ergänzt Cord Glantz, Geschäftsführer von Geplan Design. Bis zur Eröffnung im Herbst entstehen 24 Slooom Pods und Gemeinschaftsflächen.

Damit wird das Übernachtungsangebot des CFK deutlich ausgebaut, wodurch auch die Attraktivität des Gesamtstandorts wachsen soll.
 

Christian Urschel, Geschäftsführer des CFK, erklärt: „Wir sind sehr stolz, nun auf der Zielgeraden zu sein. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit dem einzigartigen Hotel-Konzept neue Zielgruppen begeistern können. Von der sportlichen Aktivität bis hin zu Business-Workshops mit der Hospitality-Marke GymLodge wollen wir weiter als Standort wachsen“.

Die Slooom-Gründer Finian Carey und Tobias Bubeck sind stolz, dass ihr Konzept nun erstmalig realisiert wurde. Carey über das Projekt: „Slooom ist ein nachhaltiges Nischenkonzept und kein vorgefertigtes Massenprodukt. Wir wollen gemeinsam mit Eigentümern und Betreibern nachhaltig neue Konzepte realisieren. Unser Geschäftsmodell ist flexibel, d.h. wir passen uns den Bedürfnissen der Auftraggeber und der Projekte an. Bei der Realisierung des ersten Projekts im Saarland sind wir Ideengeber und Teil des Architekten-Teams. Wir wollen auch in Zukunft auf unsere Philosophie vertrauen: 're-use statt new-build’ also Leerstand beseitigen, nachhaltig bauen und leerstehende Gebäude neu beleben.“
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wie gelingt Digitalisierung im Hotelalltag? Antworten darauf suchten und fanden die Teilnehmer der dritten Hotelrizon in Köln. Zwischen Impulsvorträgen, Best-Practice-Beispielen und Technologie-Sessions standen vor allem der Erfahrungsaustausch und konkrete Lösungsansätze für die betriebliche Praxis im Mittelpunkt.

Die Handwritten Collection von Accor umfasst mittlerweile 50 Hotels in 20 Ländern. Mit über 50 weiteren Projekten in der Entwicklung setzt die Marke ihr globales Wachstum fort.

Das Center Parcs Nordborg Resort in Dänemark zieht nach dem ersten Betriebsjahr eine positive Bilanz. Die Eröffnung der Anlage im Juni 2025 führte in der gesamten Tourismusregion Sønderborg zu einem Wachstum der Übernachtungszahlen.

Die EPH Group AG gibt im Rahmen einer Barkapitalerhöhung neue Aktien mit einem Gesamtvolumen von rund 10,3 Millionen Euro aus. Die Erlöse sollen in die Finanzierung und den Ausbau von Premium-Hotelprojekten im DACH-Raum fließen.

Das leerstehende Hotel auf der Wartburg wird für eine neue Nutzung saniert, wobei das bisherige Fünf-Sterne-Konzept aufgegeben wird. Die Planungen für das historische Gebäude laufen, während die Bauarbeiten ab 2028 starten sollen.

Die Marriott-Marke Design Hotels integriert 16 US-amerikanische Häuser von Palisociety mit insgesamt über 1.000 Zimmern in ihr Portfolio. Die Expansion umfasst fünf verschiedene Untermarken des im Jahr 2008 von Avi Brosh gegründeten Unternehmens.

Statt eines Abrisses soll das Münchner Arabellahaus umfassend revitalisiert werden. Geplant sind unter anderem ein Durchbruch über fünf Stockwerke, zusätzliche Wohnungen, öffentlich zugängliche Dachflächen und Europas längste Außenrolltreppenanlage. In dem Haus befindet sich auch ein Hotel mit knapp 450 Zimmern.

51 Eigentümer von Marriott-Hotels fordern laut Medienberichten eine stärkere Beteiligung an den Erlösen des Bonusprogramms Bonvoy. Hintergrund sind steigende Einnahmen aus Kreditkartenpartnerschaften und Streit über die Finanzierung von Prämienübernachtungen.

Das Hotel The Mandala und sein Restaurant Facil stehen für eine außergewöhnliche personelle Konstanz in der Luxushotellerie. Seit 25 Jahren führen dieselben Eigentümer das Berliner Haus, das sein Jubiläum mit einem kulinarischen Event und der Rückkehr zahlreicher ehemaliger Auszubildender feiert.

Das Hotel The Mandala und das Restaurant Facil am Berliner Potsdamer Platz feiern ihr 25-jähriges Bestehen. Das Haus setzt seit der Eröffnung unverändert auf ein beständiges Designkonzept und ein markantes, aufschiebbares Glasdach.