Studie meldet hohe Fehlerquote bei Betriebskosten-Abrechnungen in Hotels

| Hotellerie Hotellerie

Nach Angaben des Unternehmens Mineko waren 93 Prozent der in den vergangenen zwölf Monaten geprüften Betriebskostenabrechnungen in der Hotellerie fehlerhaft. Das geht aus einer am 28. Mai 2026 veröffentlichten Auswertung des Anbieters für die Prüfung von Nebenkostenabrechnungen hervor.

Demnach umfasst eine Hotelfläche in den ausgewerteten Fällen durchschnittlich 2.181 Quadratmeter. Für das Abrechnungsjahr 2025 lagen die Betriebskosten laut Mineko im Mittel bei 211.945 Euro. Die durchschnittliche Nachzahlung habe 79.550 Euro betragen. Das Unternehmen gibt zudem an, bei den geprüften Fällen ein durchschnittliches Einsparungspotenzial von 83.108 Euro ermittelt zu haben.

Mineko meldet weiterhin hohe Fehlerquoten bei Gewerbeimmobilien

Nach Angaben des Unternehmens bestätigt sich damit ein Trend der vergangenen Jahre. Über alle Gewerbeimmobilien hinweg habe die Fehlerquote bei Betriebskostenabrechnungen zuletzt 84 Prozent erreicht. Besonders bei großen Gewerbeflächen falle die absolute Höhe möglicher Fehlbeträge häufig höher aus als bei kleineren Objekten.

Die Auswertung bezieht sich auf die von Mineko geprüften Betriebskostenabrechnungen. Angaben zur Gesamtzahl der untersuchten Hotelobjekte oder zur Methodik der Datenerhebung werden in der Veröffentlichung nicht gemacht.

 

Unternehmen nennt mehrere häufige Fehlerquellen bei Hotelabrechnungen

Als typische Fehlerquellen nennt Mineko unter anderem die Abrechnung von Hausmeisterleistungen. Nach Angaben des Unternehmens beschäftigen viele Hotelbetreiber eigenes Personal für diese Aufgaben. Werden entsprechende Leistungen dennoch zusätzlich über die Betriebskosten abgerechnet, könne dies zu einer doppelten Belastung führen.

Außerdem verweist das Unternehmen auf mögliche Probleme bei der Umlage von Leistungen im Bereich Gebäudemanagement. Werden nicht vereinbarte Leistungen unter der Position „Sonstige Betriebskosten“ erfasst, seien diese nach Auffassung von Mineko nicht umlagefähig. Auch Versicherungen gehörten zu den häufig geprüften Positionen. So nennt das Unternehmen als Beispiel Terrorversicherungen, die nach seiner Darstellung nicht in jedem Fall vom Mieter zu tragen seien.

Vertragsregelungen bestimmen Fristen für mögliche Widersprüche

Bei gewerblichen Betriebskostenabrechnungen können Widerspruchsfristen laut Mineko vertraglich vereinbart werden. Diese müssten mindestens drei Monate betragen. Nach Angaben des Unternehmens könne eine fehlerhafte Wiedergabe entsprechender Vereinbarungen in der Abrechnung dazu führen, dass Mieter bis zu drei Jahre Zeit für einen Widerspruch haben.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Österreichische Hotelvereinigung fordert gesetzliche Vorgaben zur Echtheitsprüfung von Online-Bewertungen nach italienischem Vorbild. Eine Umfrage belege, dass die Mehrheit der Verbraucher nur verifizierte Hotelbeurteilungen befürworte.

Accor gliedert nach einer umfassenden Renovierung das Hotel Aeschi Interlaken in ihre Handwritten Collection ein. Das Haus mit 40 Zimmern erweitert das Schweizer Portfolio des Konzerns auf 79 Betriebe.

Die Motel One Group startet mit The Cloud One Hotels erstmals in Dresden. Das frühere Revo-Hotel Townhouse Dresden a Vagabond Club am Neumarkt wird als The Cloud One Dresden-Frauenkirche mit 95 Zimmern fortgeführt.

Der Hotelverband Deutschland fordert einen offenen und diskriminierungsfreien Zugang zu agentischen Buchungssystemen. Hotels müssten nach Auffassung des IHA ihre eigenen Preise, Verfügbarkeiten und Direktbuchungsangebote in die neuen Systeme einspeisen können.

Die 12.18. Investment Management GmbH hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht Düsseldorf hat daraufhin die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet.

Die DSR Hotel Holding führt im aja Travemünde dauerhaft einen robotergestützten Massageservice ein. Das Pilotprojekt soll ab dem ersten Quartal 2027 auf weitere Häuser der Marken aja und A-ROSA ausgeweitet werden.

Das Hilton Frankfurt Gravenbruch nimmt bis auf Weiteres keine neuen Gäste mehr auf. Das Hotel in Neu-Isenburg ist nach Angaben von Geschäftsführer Werner Kleber in einen „Notbetrieb“ gegangen. Hintergrund sind nach Recherchen der Hessenschau gesperrte Geschäftskonten infolge der EU-Sanktionen gegen den iranischen Geschäftsmann Ali Ansari.

Mit dem Leonardo Nürnberg City Center eröffnet Leonardo Hotels Central Europe sein drittes Haus in Nürnberg. Das ehemalige IntercityHotel wurde im Dezember 2025 übernommen, im laufenden Hotelbetrieb modernisiert und auf die Marke ausgerichtet.

Die Kosten für das neue Müritz-Hotel in Klink sind nach Angaben der Investoren von 50 auf 100 Millionen Euro gestiegen. Nach mehreren Verschiebungen soll das Hotel nun im Frühjahr 2027 eröffnen.

ChatGPT kann jetzt verfügbare Restaurantreservierungen von OpenTable anzeigen. Die Integration ist nach Angaben von OpenAI weltweit verfügbar und Teil eines laufenden Rollouts der neuen Reservierungssuche.