Ab Donnerstag 2G plus in vielen Restaurants und Hotels in Mecklenburg-Vorpommern

| Politik Politik

Ab Donnerstag haben in Mecklenburg-Vorpommern nur noch Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test Zugang zu vielen Freizeitbereichen. Diese sogenannten 2G-plus-Regeln greifen, weil die maßgebliche Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz landesweit auch am Mittwoch über dem Schwellenwert von 6,0 lag, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen je 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert worden sind.

Die 2G-plus-Regel gilt ab Donnerstag landesweit für den Zutritt etwa zu Restaurants, Hotels, Schwimmbädern, Kinos oder Theatern. Gleiches gilt auch für den Besuch von Kosmetik- oder Tattoostudios.

2G plus gilt auch im Erwachsenensport im Amateurbereich für Zuschauer und Sportler und im Profibereich für Zuschauer. Tanzveranstaltungen in Clubs und Discos sind verboten. Zudem gilt für Weihnachtsmärkte grundsätzlich die 2G-Regel, also Zugang nur für Geimpfte und Genesene, aber ohne zusätzliche Testerfordernisse.

2G plus in ganz Mecklenburg-Vorpommern - das sind die Regeln

Es hatte sich angekündigt - seit Donnerstag gilt im Nordosten in Teilen des öffentlichen Lebens für Innenbereiche die sogenannte 2G-plus-Regel - also abgesehen von Ausnahmen nur Zutritt für Geimpfte und Genesene mit tagesaktuellem negativem Corona-Test.

Hier gilt die 2G-plus-Regel: Für den Restaurantbesuch, auf Messen, bei Feiern außerhalb der eigenen vier Wände, beim Besuch von Kinos, Theatern, Konzerten, Museen - aber auch in Schwimmbädern oder Fitnessstudios. Außerdem gilt 2G plus für sogenannte körpernahe Dienstleistungen, also den Besuch von Kosmetik- oder Tattoostudios. Der Friseurbesuch ist ausgenommen. Für diesen gilt 3G - also Zutritt für Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Corona-Test.

Auch in Hotels oder Ferienwohnungen gilt 2G plus mit Ausnahme von zwingend erforderlichen Aufenthalten, die beruflich oder medizinisch bedingt sind. Beim Erwachsenensport gilt im Amateurbereich 2G plus für Zuschauer und Sportler und im Profibereich für Zuschauer. Auch für den Stadionbesuch gilt die Regelung.

Diese Regeln gelten außerdem: Für Weihnachtsmärkte gilt grundsätzlich die 2G-Regel, also Zugang nur für Geimpfte und Genesene, aber ohne zusätzliche Testerfordernisse. Tanzveranstaltungen in Clubs und Discos sind verboten. Außerdem gelten Teilnehmerbegrenzungen auf 50 Prozent der Kapazität bei Veranstaltungen in Innen- und auch Außenbereichen, etwa in Fußballstadien.

Diese Ausnahmen gibt es: Von den Zugangsbeschränkungen ausgenommen sind Kinder unter sieben Jahren. Ältere Kinder bis elf Jahren müssen einen negativen Test vorlegen. Ausgenommen sind noch bis Jahresende auch Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren und Schwangere - auch diese Gruppen müssen aber einen tagesaktuellen negativen Test vorweisen. Ausnahmen gelten auch für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Mögliche Verschärfungen: Die Maßnahmen entsprechen der Warnstufe Orange. Für Rot - die höchste Stufe der landeseigenen Corona-Stufenkarte - sind Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte und nicht genesene Menschen vorgesehen. Außerdem soll dann in Teilen des Handels 2G gelten - also nur Zugang für Geimpfte und Genesene. Für Weihnachtsmärkte soll dann 2G plus greifen.

Landesweit würden diese Maßnahmen greifen, wenn die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 9,0 liegt. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert worden sind. Für das Land lag er am Mittwoch bei 8,6.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gelten die Verschärfungen gemäß Warnstufe Rot bereits seit Donnerstag, wie der Landkreis am Mittwochabend ankündigte. Der Landkreis befand sich zuletzt drei Tage in Folge im roten Bereich. Je nach regionaler Stufe können in Landkreisen schärfere Regeln als auf Landesebene gelten, jedoch nicht lockerere. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ampel will mit mehr Einwanderung Mangel an Fachkräften entgegenwirken

Die Ampel-Koalition will dem Mangel an Fachkräften in Deutschland entgegenwirken. Deutschland brauche mehr Arbeitskräfteeinwanderung, heißt es in dem am Mittwoch von SPD, Grünen und FDP vorgelegten Koalitionsvertrag.

3G-Regel am Arbeitsplatz in Kraft

Mit verschärften Kontrollen soll die Corona-Pandemie auch in Betrieben eingedämmt werden. Arbeitgeber müssen nun die 3G-Regel kontrollieren. Am Tag eins bildeten sich mancherorts Schlangen.

Merkel sieht Notlage wegen Corona-Ausbreitung

Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt darauf, die bedrohliche Corona-Ausbreitung in Deutschland einzudämmen. "Wir sind auf dem Weg in eine Notlage, wie wir sie hierzulande noch nie hatten", so die geschäftsführende Kanzlerin.

DEHOGA Bayern startet Kampagne „Impfen öffnet Türen“

Angesichts der aktuellen Situation der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf das Gastgewerbe hat der DEHOGA Bayern beschlossen, eine Impfkampagne zu starten. Für Gastgeber gibt es ein Plakatmotiv mit der Aufforderung zur Impfung.

Gastgewerbe in Niedersachsen begrüßt 2G-Regeln

Das niedersächsische Gastgewerbe sieht die nun geltenden 2G-Regeln positiv. Die neue Regelung schafft aus Sicht des Branchenverbandes Dehoga Klarheit und lässt auf ein Weihnachtsgeschäft hoffen. Mit Sorge werden allerdings noch schärfere Regeln gesehen.

Einigung auf Programm: Ampel-Parteien wollen heute Koalitionsvertrag vorstellen

Ein Rekordtempo haben SPD, Grüne und FDP nicht gerade hingelegt. Aber ihr Ziel, dass die erste bundesweite Ampelkoalition bis Weihnachten stehen soll, scheinen sie zu erreichen. Heute um 15 Uhr soll der Koalitionsvertrag öffentlich gemacht werden.

3G am Arbeitsplatz und Homeoffice-Pflicht: Was jetzt in ganz Deutschland gilt

Im Kampf gegen die Pandemie gelten ab Mittwoch auch am Arbeitsplatz schärfere Regeln. «Nur für Geimpfte, Getestete und Genesene» heißt es dann auch im Job. Das hat Folgen vor allem für Ungeimpfte. Mit den Regeln kommen auf Arbeitgeber und Beschäftigte wesentliche Änderungen zu. Ein Überblick

Hamburg verschärft Corona Regeln erneut: 2G auch im Hotel

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen will der Hamburger Senat weitere Beschränkungen für Ungeimpfte erlassen. Auch mit einem negativen Test werden sie in der Hansestadt nicht mehr ins Kino gehen oder in einem Hotel übernachten dürfen. Bereits seit dem vergangenen Wochenende gelten verschärfte 2G-Regeln.

 

Niedersachsen: 2G-Regel in Restaurants und Hotels ab Mittwoch

Niedersachsen verschärft seine Corona-Abwehrregeln. Eine neue Corona-Verordnung soll ab Mittwoch gelten und lässt an öffentlichen Orten fast nur noch geimpfte oder von Corona genesene Personen zu. Dies betrifft Gastronomie, Veranstaltungen, Kultur, Sport, den Friseurbesuch wie die Beherbergung.

Ab Mittwoch schärfere Corona-Regeln in NRW: Flächendeckend 2G im Restaurant

Nordrhein-Westfalen gelten ab Mittwoch strengere coronabedingte Einschränkungen. Im Freizeitbereich gelten demnach ab Mittwoch flächendeckend Zugangsbeschränkungen für Erwachsene, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder davon genesen sind.