DEHOGA fordert dauerhaft niedrige Mehrwertsteuer in Gastronomie

| Politik Politik

Die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf den niedrigeren Satz als Corona-Hilfsmaßnahme muss, nach Ansicht des DEHOGA, auch nach der Krise beibehalten werden. «Das ist eine ganz wichtige Maßnahme zur Stabilisierung der Branche», sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Ingrid Hartges. «Wir plädieren aus einer Vielzahl von Gründen für eine Entfristung dieser Regelung. Wir haben sie seit Jahren gefordert - auch aus Wettbewerbsgründen.»

Die Steuern auf Speisen müssten gleich hoch sein - egal ob sie zum Mitnehmen «in der Pappe» oder auf dem Teller serviert würden. «Das ist auch ein Frage der Wertschätzung», sagte Hartges. «Wir sind das öffentliche Wohnzimmer der Gesellschaft.»

Hinzu komme, dass die Auswirkungen der Coronakrise noch lange zu spüren sein werden - und viele Gastronomen vor dem Aus stehen könnten. Bei Getränken plädierte Hartges für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent zumindest für nicht-alkoholische Getränke.

Seit Jahren hatten die Gastronomen die Senkung von 19 Prozent auf den niedrigeren Satz von 7 Prozent verlangt, die nun im Zuge der Krise zur Stützung der Gastronomen verwirklicht wurde. Derzeit gelten als weitere Maßnahme zudem bis Jahresende nochmals weiter reduzierte Sätze von 16 und 5 Prozent für alle Branchen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Niederlande beenden Gastro-Lockdown

Die Niederlande lockern die Corona-Maßnahmen. Gaststätten, Theater, Museen und Kinos dürfen nach mehr als fünf Wochen ab Mittwoch wieder öffnen - täglich bis 22 Uhr, teilte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag mit.

McDonald's klagt gegen Verpackungssteuer in Tübingen

Der örtlich Betreiber eines McDonald's hat Klage gegen die Verpackungssteuer in Tübingen eingereicht. Lokale Sonderwege stünden einem nationalen Konzept im Weg, argumentiert der Burger-Brater-Konzern und unterstütze die Klage der Inhaberin der Tübinger Filiale.

Bundesgerichtshof verhandelt über Versicherung bei Betriebsschließung im Lockdown

Weder Covid-19 noch Sars-CoV-2 standen in jener Versicherung, die ein Gastronom extra für den Fall von Betriebsschließungen abgeschlossen hatte. Er bekam kein Geld von dem Versicherer in der Pandemie und scheiterte auch vor Gerichten - jetzt ist der Fall beim Bundesgerichtshof (BGH). Der DEHOGA hofft auf eine «Trendwende».

Deutlich mehr Lohn für Beschäftigte im Hamburger Gastgewerbe

Die Beschäftigten in der Hamburger Gastronomie können sich auf kräftige Entgelterhöhungen einstellen. Neben dem tariflichen Mindestlohn für Branchenneulinge, sieht der Tarifvertrag zudem auch für Fachkräfte eine deutliche Entgelterhöhung vor.

EU erleichtert Reisen für Geimpfte, Getestete und Genesene

Künftig soll ein gültiges EU-Corona-Zertifikat für Reisen in der EU wichtiger als das Infektionsgeschehen im Abreiseland sein. Ab dem 1. Februar ist dann entscheidend, ob ein gültiger Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorliegt.

GastroSuisse sofortige Aufhebung der Corona-Maßnahmen in der Schweiz

Dass der Bundesrat die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verlängert habe, sei unverhältnismäßig, sind Schweizer Verbände überzeugt. Sie fordern die sofortige Aufhebung der Zertifikats- und Homeoffice-Pflicht sowie der Quarantäne- und Isolationsbestimmungen.

Corona-Auflagen werden vorerst nicht gelockert oder verschärft - Neue Impfkampagne

Inmitten der Omikron-Welle ringen Bund und Länder um einen praktikablen Kurs für Tests und das amtliche Krisenmanagement. Bekannte Beschränkungen gelten vorerst weiter. Bund und Länder beschlossen am Montag aber vorerst auch keine Verschärfungen.

NGG sieht Entwurf zur Erhöhung des Mindestlohns als Meilenstein

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) begrüßt den vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgelegten Referentenentwurf zur Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns.

Existenznot bei zwei Drittel der Hotels und Restaurants in Sachsen

Gut 65 Prozent der Unternehmen im sächsischen Gastgewerbe sehen sich nach eigenen Angaben wegen der Pandemie in ihrer Existenz bedroht. Die Ergebnisse der Umfrage unterstrichen die «katastrophale Lage», so der DEHOGA.

Impflicht - Was gilt und was Arbeitgeber jetzt tun müssen

Angesichts der Impflicht stellen sich immer mehr Betroffene, vor allem Arbeitgeber, die Frage, was jetzt zu tun ist. Abwarten? Einfach nichts machen oder proaktiv handeln? ETL-Rechtsexperte Dr. Uwe Schlegel klärt auf.