Jetzt auch in Europa: Googles Duplex-Software ruft Restaurants in Großbritannien an

| Technologie Technologie

Google setzt seine sprechende Software Duplex, die am Telefon kaum von einem Menschen zu unterscheiden ist, erstmals in Europa ein. Duplex wird in Großbritannien bisher ausschließlich dazu verwendet, mit automatisierten Anrufen die Öffnungszeiten zum Beispiel in Restaurants zu erfragen, wie Google am Donnerstag bestätigte. Dafür wird die Software inzwischen auch in Kanada, Australien und Neuseeland genutzt.

In den USA kann Duplex im Auftrag der Nutzer auch einen Tisch im Restaurant oder einen Termin beim Friseur reservieren. Die Software hatte bei der Vorstellung vor knapp zwei Jahren Debatten darüber ausgelöst, ob Software, die wie ein Mensch klingt, sich als Maschine zu erkennen geben muss. Duplex teilt inzwischen mit, dass es sich um einen Anruf von Google handelt.

Angekündigt wurde die neue Funktion für den Google Assistant bereits im vergangenen Jahr auf der I/O Developer Conference. Nun ist der digitale Helfer auch in der Realität in der Lage, auf Wunsch Reservierungen per Telefon vorzunehmen – zum Beispiel in einem Restaurant, das keine Online-Buchungen akzeptiert. 

 

Wie unter anderem Netz.de seinerzeit berichtet, muss der Assistant für die Reservierung lediglich wissen, welches Restaurant gewünscht ist, mit vielen Personen gespeist werden soll und welche Uhrzeit bevorzugt wird. Auch Rückfragen, ob beispielsweise auch eine andere Uhrzeit in Ordnung wäre, klärt das Programm vor dem Anruf ab. Sind alle Fragen geklärt, wird die KI aktiv und checkt zunächst, ob das ausgesuchte Restaurant über eine Online-Bestellfunktion verfügt. Ist diese nicht vorhanden, ruft das Programm selbstständig mit einer Computerstimme an. Die natürlich wirkende Stimme hatte bereits bei der Vorstellung auf der I/O Developer Conference für Verblüffung gesorgt. Wurde die Reservierung dann erfolgreich entgegengenommen, informiert die KI den Nutzer sofort über den Status. Sollte etwas nicht geklappt haben, versucht es die KI zu einem späteren Zeitpunkt erneut. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Holidu erhält Investment vom ehemaligen Booking.com-CEO

Die Suchmaschine für Ferienwohnungen Holidu erhält vom ehemaligen Booking.com-CEO Kees Koolen ein privates Investment von mehr als vier Millionen Euro. Das Kapital soll die Expansion des Unternehmens weiter stärken. Denn trotz der Corona-Krise befindet sich Holidu auf Wachstumskurs.

Digital Jetzt: Mittelstand erhält Zuschüsse für digitale Projekte

Kleine und mittlere Unternehmen können ab sofort Anträge auf Zuschüsse aus dem neuen Förderprogramm „Digital Jetzt“ stellen, mit dem das Wirtschaftsministerium Investitionen in digitale Technologien und in die Qualifizierung der Mitarbeiter zu Digitalthemen unterstützt. 

Was in einer Minute im Internet passiert

60 Sekunden sind keine lange Zeit. Im Internet passiert in nur einer Minute trotzdem eine Menge. Wie nun Statista ermittelt hat, werden zum Beispiel bei Instagram fast 350.000 neue Storys gepostet und mehr als 40 Millionen Nachrichten bei Whatsapp verschickt.

Online-Werbung in der "Post-Cookie-Ära"

Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband und der Bundesverband Digitale Wirtschaft haben eine Studie zur Online-Werbung in der Post-Cookie-Ära durchgeführt. Demnach werde es keinen neuen Standard geben, sondern das Zeitalter der Kooperationen eingeläutet.

Digitalisierung: Arbeitgeber sehen in Krise Modernisierungsschub

Die Arbeitgeber sehen gute Voraussetzungen dafür, dass die deutsche Wirtschaft gestärkt aus der Corona-Krise hervorgeht. Laut BDA-Umfrage hätten viele Firmen in die Digitalisierung investiert und sich neue Arbeitsweisen angewöhnt.

Virtuell und hybrid: Digitale Event-Angebote der BWH Hotel Group    

In diesem Jahr haben sich die Anforderungen an Tagungen und Veranstaltungen geändert, viele Meetings und Events werden künftig digital stattfinden. Die Hotels der BWH Hotel Group setzen bei der Umsetzung auf Technikpartner.​

bookingkit: Investitionen in Millionenhöhe für Berliner Unternehmen

Bookingkit erhält von den bestehenden Investoren zusätzliches Kapital in Millionenhöhe. Das frische Geld soll nun unter anderem zur weiteren Digitalisierung des Erlebnissektors sowie der Weiterentwicklung des Produkts eingesetzt werden.

Tiptab: Berliner Start-up will das Trinkgeld digitalisieren

Digitale Lösungen sparen Zeit und damit zuweilen auch Geld. Es gibt jedoch einen Bereich in Hotellerie und Gastronomie, der, abgesehen von Kartenzahlung, von der digitalen Transformation bislang ausgeschlossen ist: Das Trinkgeld. Das soll sich nun ändern.

Einstweilige Verfügung: Google reagiert zu langsam auf Löschanträge

Egal ob Handwerksbetrieb, Restaurant oder Hotel. Google-Bewertungen haben für Unternehmen einen enormen Stellenwert. Deswegen ist der Internetgigant dazu verpflichtet, ungerechtfertigte Negativbewertungen schnell zu löschen. Das hat das Landgericht Köln nun erneut bestätigt.

Leonardo Hotels: Service-Roboter „Jeeves“ rollt ab sofort bis an die Zimmertür

„Jeeves“ heißt der Prototyp, der im NYX Hotel Munich in der Hoffmannstraße ab sofort als Service-Roboter unterwegs ist. Er wird per App oder Zimmertelefon gesteuert und steht in der Regel innerhalb von fünf Minuten vor der Zimmertür.