Die beliebtesten Urlaubsziele und Reisezeiten an der Nordsee

| Tourismus Tourismus

Welches sind die beliebtesten Reiseziele an der Nordsee und wann planen Urlauber zukünftig ihren Aufenthalt? Der Nordsee Tourismus Report zeigt: In einem Spitzentrio setzt sich eine Destination deutlich ab, die geplante Reisezeit verschiebt sich immer weiter nach hinten.

Mit Vorsprung auf Platz eins der beliebtesten Urlaubsziele an der Nordsee liegt Sylt. 19 Prozent der befragten Personen planen einen Aufenthalt auf der Nordseeinsel, gefolgt von St. Peter-Ording mit 11 Prozent und Norderney, für das sich in Zukunft 8 Prozent entscheiden wollen.

Bemerkenswert ist besonders die Entwicklung im Segment der jungen Urlauber: Ganze 31 Prozent der 18- bis 30-Jährigen planen einen Urlaub auf Sylt, unter den 31- bis 40-Jährigen sind es noch 23 Prozent. St. Peter-Ording und Norderney punkten hingegen stärker im Bereich 41-Plus.

Das Mittelfeld der beliebten Urlaubsziele an der Nordsee belegen Norden/Norddeich, Büsum, Amrum, die Region Cuxhaven und Borkum mit Werten für den geplanten Urlaub von 7 bis 5 Prozent. Schlusslichter im Beliebtheitsranking des Nordsee Tourismus Report sind Pellworm, Baltrum, Butjadingen, Spiekeroog und die Region Dithmarschen mit jeweils 1 Prozent geplanter Urlaube.

Der Nordseeurlaub verschiebt sich weiter nach hinten

„Nicht nur bei den Zielgruppen des Nordseetourismus ist einiges in Bewegung, auch was die Reisezeit selbst betrifft können wir Veränderungen feststellen“, sagt Holger Herweg, Vorstand Pathfinding AG und Herausgeber des Nordsee Tourismus Report.

„Eine deutliche Verschiebung zukünftiger Nordsee-Urlaube im Vergleich zum aktuellen Urlaub findet hin zu den Monaten August und September statt.“ Der August klettert von bisher 14 Prozent auf 24 Prozent und der September von 11 Prozent auf 25 Prozent auf der Skala der beliebtesten Reisezeit. Auch der Oktober verzeichnet ein leichtes Plus von 4 auf 6 Prozent. Gleichbleibend beliebt behauptet sich der Juli mit 14 Prozent. Einen Rückgang der geplanten Urlaubszeiten weisen hingegen der April mit 12 auf 2 Prozent auf, der Mai mit 17 auf 7 Prozent sowie der Juni mit 15 auf 9 Prozent.

Die Hauptsaison gewinnt, die Nebensaison verliert

„Bei unseren Umfragen zum Nordsee Tourismus Report konnten wir zudem eine Bewegung weg von der Nebensaison hin zur Hauptsaison feststellen“, so Herweg. „Waren zum Zeitpunkt unserer Befragung noch 28 Prozent in der Nebensaison gebucht, so planten von diesen lediglich 11 Prozent einen zukünftigen Urlaub in den Monaten Oktober bis April.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Reisetrends, die in den Medien diskutiert werden, entsprechen nicht immer dem tatsächlichen Reiseverhalten der Urlauber. Besonders widersprüchlich sind die Top-Themen der Berichterstattung: Budget-Tourismus und nachhaltiges Reisen.

Wenige Wochen vor dem Sommerferienstart bringt die FTI-Pleite viele Urlaubspläne ins Wanken. Die Zahl kurzfristiger Buchungen wird nun steigen, erwartet die Branche. Schnäppchen sind auch möglich.

Neuer Rasen, größere Eismaschine, Fanfeste, Aktionen in Hotels: Damit sich die internationalen Fußballteams in ihren EM-Quartieren willkommen fühlen, wird viel getan in NRW - von Harsewinkel bis Iserlohn. Ein Überblick.

Im Rahmen des Gastronomiekonzepts «Swiss Taste of Switzerland» serviert Swiss ihren Fluggästen der First und Business Class ab sofort Feinkost aus dem Kanton Waadt. Die Menüs sind Kreationen von Franck Giovannini aus der Küche des «Restaurant de l'Hôtel de Ville».

Der geplante Einstieg des US-Finanzinvestors Certares beim inzwischen insolventen Reisekonzern FTI ist dem Bundeskartellamt zufolge nicht bei der Behörde fusionskontrollrechtlich angemeldet worden.

Trotz durchwachsener Stimmung bewahren Österreichs Tourismusbetriebe ihren Optimismus für die bevorstehende Sommersaison – das zeigt der „Tourismusbarometer 2024“ von Deloitte und ÖHV.

Knappe Urlaubskassen aber große Sehnsucht nach Strand und Meer machen Pauschalurlaube für viele Deutsche wieder attraktiver - und Versprechen der türkischen Tourismusindustrie einen neuen Boom.

Nach der Insolvenz des Reiseveranstalters FTI ordnet sich der Markt neu. Erste Konkurrenten wollen ihr Angebot aufstocken und Kunden übernehmen. Zunächst geht es aber um Schadensbegrenzung.

Nach der Pleite des Reisekonzerns FTI Touristik hat der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) erste Schritte zur Absicherung von Urlauben unternommen. Der Fonds hat bereits «Kostenübernahmeschreiben an Hoteliers übermittelt, damit Reisende ihren Urlaub unbeschwert fortsetzen können».

Italien gehört zu den beliebtesten Reisezielen bei Urlaubern. 2023 verzeichnete das Mittelmeerland ein Rekordhoch - noch nie kamen so viele Touristen wie im vergangenen Jahr.