Inlandsreisen in Deutschland bleiben Trend

| Tourismus Tourismus

Die Daten der Expedia Group zeigen, dass angesichts der anhaltenden Zunahme der COVID-19-Fälle weltweit vier von fünf Suchanfragen von inländischen Reisenden stammen. Insbesondere die Suche nach September-Urlaubsreisen erreichte in den letzten drei Augustwochen mit einem Anteil von 65 Prozent der Suchen nach Aufenthalten im September ein Allzeithoch, was darauf hindeutet, dass die Deutschen in letzter Minute massiv Herbstferien planen.

Für Inlandsreisende sind die beliebtesten Ziele die Regionen Bayern, Berlin und die Ostsee, gefolgt von Städtebesuchen in München und Hamburg. Auch der Schwarzwald und die deutschen Inseln gehören zu den gefragten Regionen der Einheimischen.

Internationale Suche nach Herbstferien zieht an

Die Daten zeigen, dass die Reiseabsicht internationaler Reisender, Deutschland in diesem Herbst zu besuchen, ebenfalls ein stetiges Wachstum von 20 Prozent Woche für Woche verzeichnete, das hauptsächlich von den wichtigsten Quellmärkten wie den Niederlanden, der Schweiz, Dänemark und Großbritannien angetrieben wurde. 

"Es ist großartig, das wachsende Interesse internationaler Reisender an einem Besuch in Deutschland zu sehen. Dies ist eine ermutigende Nachricht für unsere Hotelpartner, da das internationale Geschäft ein sehr attraktives Segment im Hinblick auf längere Aufenthaltsdauer und höhere Ausgaben ist", erklärte Björn Vöhl, Senior Director Market Management DACH & Nordics bei der Expedia Group.

"Wir konnten feststellen, dass sowohl deutsche als auch internationale Urlauber derzeit dazu neigen, ihren nächsten Urlaub innerhalb von nur zwei bis drei Wochen vor dem geplanten Reisedatum zu suchen. Hoteliers können sich daher mehr auf 'Last-Minute'-Buchungsaktionen konzentrieren oder 'Mehrwert-Incentives' einsetzen, um diese potenziellen Gäste anzuziehen", so Vöhl weiter.

Sicherheit bleibt oberste Priorität

Seit dem Ausbruch der Pandemie hat die Sicherheit oberste Priorität. Vor COVID-19 hielt einer von fünf Befragten (21,8 Prozent) die Sicherheit im Urlaub für wichtig, jetzt ist es einer von drei Befragten (33,8 Prozent). 

Auch die Tendenz zu längerfristigen Reisen in den Herbst nimmt zu. Dies spiegelt sich sowohl in den Suchkriterien der Reisenden als auch in den Verkehrsmitteln wider. Laut einer kürzlich durchgeführten Studie zur Verbraucherstimmung werden neun von zehn Reisenden Entscheidungen auf der Grundlage von Hygieneprotokollen treffen. Eine weitere positive Nachricht für Hotels in abgelegenen Gebieten ist, dass mehr Reisende (63 Prozent) heutzutage lieber mit dem Auto verreisen, um Menschenmassen zu vermeiden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Spahn rät von Auslandsreisen in Herbst- und Winterferien ab

Es waren Sommerferien mit Risiken und leider auch mit Nebenwirkungen: Viele Urlauber brachten Corona mit nach Hause. Das will der Bundesgesundheitsminister nicht noch einmal erleben.

Tschechien, Luxemburg und Tirol zu Corona-Risikogebieten erklärt

Eine europäische Region nach der anderen wird zum Corona-Risikogebiet erklärt. Jetzt trifft es weitere Regionen an der deutschen Grenze, darunter ein sehr beliebtes Urlaubsgebiet.

Corona-Infektionen bremsen Reiseverkehr in Europa

Lissabon, Dublin, Kopenhagen und Grenzgebiete in Tschechien und Österreich: Die Bundesregierung erklärt zahlreiche Regionen in Europa zu Corona-Risikogebieten - und sorgt damit nicht nur bei Touristen für Besorgnis.

Deutsche reisten 440 Kilometer pro Buchung

Booking.com hat sich mit dem Reiseverhalten in diesem Sommer beschäftigt. Die durchschnittliche Entfernung, die die Deutschen zurückgelegt haben, ist demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 62 Prozent auf 440 Kilometer gesunken.

Bali will mit Influencern Tourismus ankurbeln

Trotz steigender Corona-Fallzahlen will Indonesiens Urlauberinsel Bali mithilfe von 4.400 Influencern wieder Touristen anlocken. Von Oktober bis November sollen sie kostenlos auf der Insel reisen und in sozialen Medien von ihren Erfahrungen berichten.

Kein Après-Ski mehr in Österreich

Après-Ski in Österreich findet in der bisherigen Form in diesem Winter wegen der Corona-Krise nicht mehr statt. Gedrängtes Stehen soll es in Bars und auf Terrassen nicht mehr geben, Essen und Getränke dürfen nur noch im Sitzen konsumiert werden.

Corona-Hotspot Ischgl: Schadenersatz-Klagen gegen Österreich

Der österreichische Ferienort Ischgl wurde im Frühjahr zu einem Synonym eines unkontrollierten Coronavirus-Ausbruchs. An der Reaktion der Behörden hagelte es heftige Kritik. Nun gibt es erste Schadenersatz-Klagen, darunter von deutschen Touristen.

Wiener Opernball 2021 wegen Corona-Pandemie abgesagt

Der Wiener Opernball fällt 2021 aufgrund der Corona-Pandemie aus. Die österreichische Regierung sagte das bedeutende Gesellschaftsevent am Mittwoch im Ministerrat in Wien ab. Der Ball sollte am 11. Februar stattfinden.

Erholung des Incoming-Tourismus langwieriger Prozess

Trotz Sommerferien und Lockerung der Corona-bedingten Reisebeschränkungen zwischen zahlreichen europäischen Ländern bleibt die Nachfrage im internationalen Tourismus deutlich unter den Vergleichswerten des Vorjahres.

Bewerbungsfrist für die EcoTrophea verlängert

Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat die EcoTrophea dieses Jahr dem Thema Digitalisierung gewidmet. Um allen interessierten Initiativen die Chance zur Teilnahme am Wettbewerb zu ermöglichen, wurde die Bewerbungsfrist um einen Monat verlängert.