Lufthansa will Klage gegen Gewerkschaft Ufo zurückziehen

| Tourismus Tourismus

Im Tarifkonflikt mit der Kabinengewerkschaft Ufo hat die Lufthansa ein Signal des Entgegenkommens gesetzt. Am kommenden Montag werde man die beim Hessischen Landesarbeitsgericht anhängige Statusklage zurücknehmen, kündigte das Unternehmen am Freitag in Frankfurt an. In dem Verfahren sollte im April die Gewerkschaftseigenschaft der Ufo überprüft werden, die seit 2002 im Lufthansa-Konzern für Flugbegleiter Tarifverträge abschließt.

«Wir wollen damit ein Signal der Deeskalation senden und Lösungsräume in einer schwierigen, festgefahrenen Situation eröffnen. Vor allem im Interesse unserer Kabinenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter brauchen wir konkrete Ergebnisse für drängende Themen. Dies lässt sich nur im Dialog erreichen», erklärte Vorstandsmitglied Detlef Kayser.

Die Rücknahme der Klage war schon Teil einer bereits erreichten Verständigung, die aber in dieser Woche wieder vom Tisch genommen worden ist. Ufo hat mit unbefristeten Streiks zur Vorweihnachtszeit gedroht, nachdem zuvor das Unternehmen von der Schlichtungsvereinbarung zurückgetreten war.

In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren vor gut zwei Wochen rund 1500 Flüge mit rund 200 000 betroffenen Passagieren ausgefallen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wiener Opernball 2021 wegen Corona-Pandemie abgesagt

Der Wiener Opernball fällt 2021 aufgrund der Corona-Pandemie aus. Die österreichische Regierung sagte das bedeutende Gesellschaftsevent am Mittwoch im Ministerrat in Wien ab. Der Ball sollte am 11. Februar stattfinden.

Erholung des Incoming-Tourismus langwieriger Prozess

Trotz Sommerferien und Lockerung der Corona-bedingten Reisebeschränkungen zwischen zahlreichen europäischen Ländern bleibt die Nachfrage im internationalen Tourismus deutlich unter den Vergleichswerten des Vorjahres.

Bewerbungsfrist für die EcoTrophea verlängert

Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat die EcoTrophea dieses Jahr dem Thema Digitalisierung gewidmet. Um allen interessierten Initiativen die Chance zur Teilnahme am Wettbewerb zu ermöglichen, wurde die Bewerbungsfrist um einen Monat verlängert.

Coronavirus und Ischgl: Erste Schadenersatz-Klagen gegen Österreich

Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich im Skiort Ischgl mit dem Coronavirus infiziert haben, klagen gegen die Republik Österreich und das Land Tirol. Ein österreichischer Verbraucherschutzverein will die ersten Muster-Klagen einreichen.

Bahn startet kostenloses WLAN an mehr als 100 Bahnhöfen

Bahnkunden und Besucher können sich ab sofort an mehr als 100 Bahnhöfen in ganz Deutschland kostenlos in ein neues WLAN-Netz der Deutschen Bahn einwählen. Bislang bot die Deutsche Bahn kostenloses Internet flächendeckend nur in ihren Fernverkehrszügen an.

Brücke zum Überleben - Tui vor Staatseinstieg und Kapitalerhöhung?

Im Sommer 2021 könnte es in der Reisebranche wieder etwas besser aussehen. Doch der Corona-Winter davor wird wohl hart. Nach Lufthansa hat auch Tui schon eine Bedingung für eine staatliche Not-Beteiligung erfüllt. Ein solcher Schritt wäre allerdings umstritten.

Garmisch-Partenkirchen hebt Maßnahmen nach Coronaausbruch auf

Nach dem Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen sind dort die Zahlen wieder deutlich gesunken. Damit sollten am Dienstag die Beschränkungen des öffentlichen Lebens auslaufen, wie der Sprecher des Landratsamtes mitteilte.

So verändert Corona das Reiseverhalten

Ostsee statt Karibik, Camping statt Fernreise und Hausboot statt Kreuzfahrtschiff – aufgrund von Covid-19 fiel der Urlaub in diesem Jahr meist anders aus als ursprünglich geplant. Doch welche Reiseziele sind 2020 besonders beliebt? Travelcircus hat es herausgefunden.

Tui strafft Reiseangebot für Winter

Der weltgrößte Reiseanbieter Tui hat angesichts neuer Reisewarnungen wegen der Covid-19-Pandemie sein Angebot weiter eingedampft. Für die Wintersaison strichen die Hannoveraner rund ein Fünftel des Programms, insgesamt stehen damit noch rund 40 Prozent des ursprünglichen Angebots.

Lufthansa muss noch mehr sparen - Einschnitte bei Flotte und Personal

Für Lufthansa sah es noch im Sommer nach einer zügigen Erholung von der Corona-Krise aus. Wieder abnehmende Passagierzahlen zwingen den Lufthansa-Konzern nun aber zu noch tieferen Einschnitten.