Neue Kategorien für Kurorte in MV geplant

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Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung möchte zusätzliche Kurort-Kategorien einführen, um den Gesundheitstourismus zu unterstützen. Nach dem Vorbild von Niedersachsen soll es künftig etwa das Prädikat See- und Thalassoheilbad geben. 

Das Kabinett in Schwerin hat am Dienstag eine entsprechende Änderung des Kurortgesetzes auf den Weg gebracht, wie ein Sprecher des Wirtschafts- und Tourismusministeriums mitteilte. Als weitere neue Kategorie soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur das Seebad mit Kurbetrieb eingeführt werden.

Nachfrage im Gesundheitstourismus wächst 

Laut Landesregierung wächst im Tourismus die Nachfrage nach Angeboten von Prävention über Rehabilitation bis hin zur Pflege. Aber auch bei jüngeren Zielgruppen und Familien wird der Fokus auf das Thema Gesundheit demnach stärker.

Der Gesetzentwurf wird nun an den Landtag weitergeleitet. Dort beraten die Abgeordneten darüber, nehmen eventuell Änderungen vor und fassen am Ende einen Beschluss. Erst dann bekommen die geplanten Neuerungen Gesetzeskraft.

Höhere Voraussetzungen für Tourismusorte

Für die Kategorie des Tourismusortes sollen die Zugangsvoraussetzungen mit dem neuen Gesetz verschärft werden. Künftig sollen Gemeinden, die das Prädikat Tourismusort haben wollen, mehr Voraussetzungen als bisher erfüllen. Dazu zählen eine touristisch bevorzugte Lage, kulturelle Einrichtungen wie Museen oder Theater und Angebote für die Naherholung. Alternativ zu Museen können es auch Freizeit- oder Umweltinformationseinrichtungen von überörtlicher Bedeutung sein. Bisher genügt es, eine der Voraussetzungen zu erfüllen.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits eine breite Palette an Prädikaten für Ferien- und Erholungsorte. Sie reichen vom Seeheilbad über den Kneipp-Kurort bis hin zum Kreide-, Mineral-, Moor-, Sole- und Thermal-Heilbad.

Bei Thalassoheilbad Niedersachsen Vorbild

Niedersachsen hat den Angaben zufolge als erstes Bundesland Ende Mai 2025 das Nordsee- und Thalassoheilbad als neue Kategorie eingeführt. Laut Landesregierung in Schwerin bietet auch die mecklenburgische Ostseeküste hervorragende Voraussetzungen für Thalasso. 

Für die Anerkennung als See- und Thalassoheilbad in MV müssen den Plänen zufolge spezielle Thalasso-Programme angeboten werden. Dabei werden die natürlichen Heilkräfte des Meeres, wie Salzwasser, Algen oder Kreide, genutzt.

Staatssekretär: Qualität und Investitionen sichern

Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte (SPD) sagte: «Mit der Änderung des Kurortgesetzes reagieren wir auf veränderte Anforderungen im Gesundheits- und Bäderwesen sowie auf neue Zielgruppen und Angebotsformen.» Neue Anerkennungsarten wie das See- und Thalassoheilbad und höhere Anforderungen an Tourismusorte sollen demnach Qualität, Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen im Land sichern.

«So stärken wir Mecklenburg-Vorpommern langfristig als attraktive Gesundheits- und Tourismusdestination», betonte Schulte. Der Tourismus gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsbereichen in Mecklenburg-Vorpommern. (dpa)


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