Reisetrends 2026: Sicherheit und Pauschalangebote schlagen Fernreise-Abenteuer

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Die deutsche Reisebranche verzeichnet zum Auftakt der internationalen Reisemesse ITB Berlin eine stabile Nachfrage für die kommende Sommersaison. Laut aktuellen Daten von Travel Data + Analytics (TDA), die im Auftrag des Deutschen Reiseverbandes (DRV) erhoben wurden, haben sich viele Bundesbürger bereits im vergangenen Halbjahr für ihren Urlaub entschieden. Dieser Trend zum Frühbuchen führt dazu, dass die Buchungseingänge im Januar zwar leicht unter dem Vorjahresniveau lagen, das Gesamtergebnis für den Sommer jedoch ein Wachstum aufweist.

Umsatzplus und Zuwachs bei den Gästezahlen

Zum Buchungsstand Ende Januar liegt der Umsatz für die Sommersaison (Mai bis Oktober) um 7 Prozent über dem Vorjahr. Die Anzahl der Reisenden stieg im gleichen Zeitraum um 4 Prozent. Besonders gefragt ist in diesem Jahr die Türkei, die sowohl beim Umsatz als auch bei den Passagierzahlen den ersten Platz belegt. Auf den weiteren Plätzen der beliebtesten Ziele folgen Spanien und Griechenland.

DRV-Präsident Albin Loidl äußerte sich am Rande der Messe auch besorgt über die politische Lage im Nahen Osten: „Wir verfolgen die Situation in den betroffenen Regionen mit Aufmerksamkeit und großer Sorge. Für unsere Branche hat die Sicherheit der Reisenden und unserer Partner vor Ort immer oberste Priorität. Diese Entwicklungen zeigen uns einmal mehr, wie eng verbunden — und wie fragil — unsere Welt ist.“

Sicherheit durch Pauschalreisen und Kreuzfahrten

Ein wesentliches Merkmal der aktuellen Urlaubssaison ist der Wunsch nach Planungssicherheit. Die Flugpauschalreise verzeichnet einen Umsatzzuwachs von 14 Prozent und ein Gästeplus von 12 Prozent. „Die aktuellen Zahlen bestätigen einen klaren Trend: Gerade in unsicheren Zeiten setzen die Deutschen bei ihrer Urlaubsplanung auf Verlässlichkeit und Sicherheit“, so Loidl. „Die Pauschalreise ist und bleibt damit ein Erfolgsmodell.“

Ebenfalls positiv entwickeln sich die Kreuzfahrten. Hier meldet die Branche ein Umsatzplus von 10 Prozent im Vergleich zum Sommer 2025.

Die Top-Reiseziele im Überblick

Bei den Flugreisen dominieren Ziele rund um das Mittelmeer. Die Rangliste nach Umsatzhöhe stellt sich wie folgt dar:

  1. Türkei (plus 12 Prozent)

  2. Spanien (plus 5 Prozent)

  3. Griechenland (plus 8 Prozent)

  4. Ägypten (plus 18 Prozent)

  5. Italien (plus 17 Prozent)

  6. Portugal

  7. Tunesien

  8. Malediven

  9. Bulgarien

  10. Mauritius

Fernreisen mit unterschiedlicher Dynamik

Obwohl Fernreisen im Sommer nur einen Anteil von 9 Prozent am Gesamtumsatz ausmachen, zeigen sich deutliche Unterschiede je nach Himmelsrichtung. Während Ziele im Osten boomen – die Malediven und Mauritius legten um jeweils 27 Prozent zu, Thailand um 3 Prozent – schwächelt das Geschäft im Westen.

In der Karibik sowie in Mittel- und Südamerika sind Rückgänge zu verzeichnen. Besonders deutlich ist die Entwicklung bei den USA. Das bisher beliebteste Fernziel liegt im aktuellen Ranking nur noch auf Platz 14 (Vorjahr: Platz 8). Die Buchungsumsätze und Gästezahlen liegen hier zweistellig unter dem Vorjahr.

Laut einer Umfrage von YouGov sind die Gründe für die Zurückhaltung bei USA-Reisen vielfältig:

  • Rund 50 Prozent der Befragten nennen die politische und gesellschaftliche Entwicklung.

  • 37 Prozent geben finanzielle Gründe an.

  • 31 Prozent schrecken vor den Einreisebestimmungen und dem organisatorischen Aufwand (Esta) zurück.

Trotz dieses Rückgangs betonte Loidl: „Trotz der aktuellen Buchungszurückhaltung bleiben die USA gemessen an der absoluten Urlauberzahl weiterhin das meistgebuchte Fernreiseziel für den Sommer.“

Zwischenbilanz der Wintersaison

Auch die noch laufende Wintersaison 2025/2026 entwickelt sich positiv. Zur Halbzeit liegt der Umsatz um 4 Prozent über dem Vorjahr, während die Zahl der Urlauber um 2 Prozent gestiegen ist.

Die Datenbasis dieser Auswertungen umfasst Buchungen in stationären Reisebüros sowie auf Online-Reiseportalen für Veranstalterreisen. Direktbuchungen bei Hotels oder Fluggesellschaften sind in dieser Statistik nicht enthalten.


 

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