Zahlen & Fakten

Zahlen & Fakten

Der Zoll zieht Bilanz: Im Jahr 2025 führt das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe die Statistik der eingeleiteten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren an. Mit einer Gesamtschadenssumme von 675 Millionen Euro und neuen digitalen Befugnissen verschärft die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ihr Vorgehen gegen illegale Beschäftigungsstrukturen.

Ein Aufhebungsvertrag mit Abfindung kann attraktiv erscheinen. Doch neben der Höhe der Zahlung zählen auch Steuern, Arbeitslosengeld, Freistellung und Austrittsdatum. Was Arbeitnehmer vor einer Unterschrift prüfen sollten.

Restaurants, Hotels und andere Betriebe im Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt spüren weiter Gegenwind. Besonders betroffen von der Zurückhaltung der Verbraucher ist die Gastronomie.

Zwar kann ein Arbeitsverhältnis in den ersten sechs Monaten leichter beendet werden. Hat das Unternehmen einen Betriebsrat, muss der aber die Gründe kennen. Schlagwörter allein reichen dann nicht.

Bald ist es soweit: Zum Jahreswechsel wird die Rundfunkgebühr auf einen Rundfunkbeitrag umgestellt. Doch auch langjährige Schwarzseher müssen sich deswegen keine Sorgen machen. Wie Hermann Eicher, Justiziar des SWR, der Nachrichtenagentur dapd mitteilte, werde die bisherige Gebühreneinzugszentrale (GEZ) bei neuen Forderungen nur bis zum 1. Januar 2013 zurückgehen. Schwarzseher müssten daher keine Rückforderungen fürchten.

Allen Hiobsbotschaften über die deutsche Wirtschaft zum Trotz sind die Tariflöhne im Sommer deutlich gestiegen. Dank der sommerlichen Konjunktur nahmen sie im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,2 Prozent zu. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sei dies der stärkste Anstieg seit Oktober 2008 mit 3,4 Prozent gewesen. Am stärksten verbesserten sich die Gehälter im Bereich Erziehung und Unterricht mit durchschnittlich vier Prozent. Auch die öffentliche Verwaltung (+3,6 Prozent) und das Verarbeitende Gewerbe (+3,9 Prozent) erhöhten die Gehälter deutlich. Das Gastgewerbe (+2,6) schnitt laut Statistischem Bundesamt hingegen eher unterdurchschnittlich ab.

Trotz Euro-Krise kletterte der GfK-Konsumklimaindex auf den höchsten Stand seit 2007. Wie das Marktforschungsunternehmen mitteilte, werde ein Anstieg auf 6,3 Punkte prognostiziert. Hauptgrund sei die gestiegene Einkommenserwartung, die im Oktober deutlich zugelegt hatte. Auch die Konjunkturerwartung und die Anschaffungsneigung verzeichneten leichte Zuwächse. Da laut Mitteilung die weltweite Konjunkturabschwächung dämpfend auf die deutschen Ausfuhren wirke, sei eine rege Konsumkonjunktur eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Deutschland nicht in eine Rezession rutschen werde.

Der Fachkräftemangel ist eigentlich gar nicht so schlimm. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Ein Großteil der Unternehmen konnte demnach auch 2011 den Bedarf an Fachkräften vollständig decken. Grundlage der Studie war das IAB-Betriebspanel, bei der einmal jährlich 16.000 Betriebe befragt werden. Viele der Befragten gaben an, dass sie bereits auf die drohende Verschärfung der Engpässe reagieren würden. Lediglich acht Prozent der Betriebe konnten im ersten Halbjahr 2011 ihre Fachkräftestellen nicht besetzen.

In Deutschland wird ein Viertel der geleisteten Überstunden nicht vergütet. Insgesamt erbringen die Arbeitnehmer in Deutschland 1,4 Milliarden nicht bezahlte Mehrarbeit. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Danach leistete jeder Mitarbeiter im Jahr 2010 durchschnittlich 12,3 Überstunden pro Monat. Von diesen wurden 6,9 Stunden durch Freizeit ausgeglichen oder bezahlt. 3,2 Stunden wurden nicht kompensiert. Die meisten Überstunden werden dabei von Männern in Führungspositionen erbracht.

Zum sechsten Mal in Folge ist der Ifo-Index für die Stimmung in der deutschen Wirtschaft gesunken. Das wichtigste Konjunkturbarometer des Landes sank im Oktober von 101,4 Punkten auf 100 Punkte, teilte das Münchner Forschungsinstitut nun mit. Besonders die aktuelle Lage wurde von den 7.000 befragten Unternehmen als schlecht bewertet. Doch auch die Erwartungen für das kommende Halbjahr blieben auf einem niedrigen Niveau. Die Wolken am deutschen Konjunkturhimmel würden sich verdunkeln, fasste Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die Untersuchung zusammen.

Die Unternehmen des Landes wollen im nächsten Jahr rund 180.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), aus der die Bild vorab berichtete. Gerade Firmen aus der Gesundheitsbranche, dem Gastgewerbe und Tourismus planen demnach ihre Personalstärke aufzustocken. 70.000 neue Stellen sollen allein in diesen drei Bereichen entstehen. Unternehmen aus der IT-Branche sowie Versicherungen landeten mit 55.000 Jobs auf dem zweiten Platz, Verkehr und Post mit knapp 20.000 Arbeitsplätzen auf dem dritten.

Die sozialen Netzwerke eignen sich für vieles – doch um über die Kollegen oder den Chef herzuziehen, sollten sich Angestellte lieber einen anderen Ort suchen. Das machte nun das Arbeitsgericht Duisburg deutlich. Ein Angestellter im Einzelhandel hatte Kollegen als „Speckrolle“ und „Klugscheißer“ bezeichnet, den Richtern reichte das im Prinzip für eine fristlose Kündigung. Nach Auffassung des Gerichts greife eine grobe Beleidigung bei Facebook stärker als im Gespräch, da sie immer wieder nachgelesen werden könne. Die vom Chef ausgesprochene Kündigung hielten die Richter dennoch für unwirksam. Der Angestellte habe im Affekt gehandelt, da er zuvor erfahren habe, dass ihn Kollegen zu Unrecht beim Chef angeschwärzt hatten.