Gastgewerbe unter Druck: Umsatz fällt im September und Oktober erneut deutlich

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Konjunkturlage im Gastgewerbe zeigt eine anhaltende Abschwächung. Nachdem das Statistische Bundesamt (Destatis) heute für den September 2025 einen Umsatzrückgang meldete, bestätigt der aktuelle DATEV Mittelstandsindex für Oktober 2025 diesen negativen Trend und zeigt eine weitere deutliche Verschlechterung in der Branche.

September-Daten von Destatis: Reales Minus setzt sich fort

Laut den vorläufigen, kalender- und saisonbereinigten Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes sank der reale Umsatz (preisbereinigt) im gesamten Gastgewerbe im September 2025 gegenüber dem Vormonat August 2025 um 1,3 Prozent. Im Vergleich zum September 2024 lag der reale Umsatz sogar 4,9 Prozent niedriger. Die Zahlen für die Teilbereiche zeigen ebenfalls deutliche Rückgänge. So verzeichneten Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen gegenüber August 2025 ein reales Minus von 3,1 Prozent, während die Gastronomie im gleichen Zeitraum ein reales Minus von 1,8 Prozent hinnehmen musste.

Oktober-Daten von DATEV: Gastgewerbe besonders hart getroffen

Der DATEV Mittelstandsindex für Oktober 2025 signalisiert einen schwachen Start der mittelständischen Wirtschaft in das vierte Quartal. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Umsatz des Mittelstands insgesamt um 0,6 Prozent. Besonders betroffen ist das Gastgewerbe: Im Vergleich zum Vormonat September stürzte der saison- und kalenderbereinigte Umsatz in dieser Branche um ganze 5,5 Prozent ab. Auch das Bauhauptgewerbe (minus 1,4 Prozent) und der Handel (minus 1,3 Prozent) verzeichneten Rückgänge. Die Entwicklung ist zudem stark von der Unternehmensgröße abhängig: Während Kleinstunternehmen einen deutlichen Umsatzrückgang von 5,0 Prozent verzeichneten, konnten kleine und mittelgroße Unternehmen ein leichtes Umsatzplus von 0,7 Prozent beziehungsweise 0,8 Prozent erzielen.

Robert Mayr, CEO der DATEV eG, kommentierte die ernste Lage: „Die bisherigen Stabilisierungshilfen sind unzureichend. Wir brauchen dringend eine klare Vision für unsere mittelständische Wirtschaft. Ein entschlossenes Reformsignal der Politik ist jetzt wichtiger denn je, um die Basis unseres Wirtschaftsstandortes zukunftsfest zu machen.“

Beschäftigung sinkt, Löhne steigen

Neben dem Umsatzrückgang meldet der DATEV Mittelstandsindex auch ein Sinken der Beschäftigung. Der Beschäftigungsindex ging im November im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent zurück. Dieser Rückgang war saison- und kalenderbereinigt in allen Branchen und Unternehmensgrößen zu beobachten, wobei lediglich die mittleren Unternehmen eine leichte Steigerung der Beschäftigung verzeichneten. Gleichzeitig stieg der DATEV Mittelstandsindex Lohn im November im Vorjahresvergleich um 3,8 Prozent an. Dieser Anstieg war in allen Branchen, Unternehmensgrößen und Bundesländern zu verzeichnen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die neuesten Daten der Bundesagentur für Arbeit zum Oktober 2025 zeigen eine saisonale Entspannung der Arbeitslosenzahlen. Dennoch deuten die anhaltend schwache Beschäftigungsentwicklung und eine geringe Nachfrage nach neuem Personal auf eine fortgesetzte wirtschaftliche Zurückhaltung hin.

Am 11.11. ist es so weit: Die närrische Jahreszeit beginnt. In Köln, Düsseldorf und Mainz wird dann wieder intensiv gefeiert. Eine Studie zeigt: Das jecke Treiben macht auch der Wirtschaft Freude.

Eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses ist nicht wirksam, wenn sie lediglich per WhatsApp verschickt wird. Obwohl der Messengerdienst oft für die interne Kommunikation in Unternehmen genutzt wird, genügt er nicht den gesetzlichen Anforderungen für die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses.

In der deutschen Wirtschaft besteht angesichts einer verbesserten Stimmung in den Führungsetagen der Unternehmen weiter Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung. Im Oktober stieg das Ifo-Geschäftsklima um 0,7 Punkte auf 88,4 Punkte.

Die einen bleiben für die Karriere, die anderen gehen für den Aufstieg. Beide Wege können eine kluge Entscheidung sein – und beide bringen auch Risiken mit sich. Wann ist der Wechsel die bessere Wahl? Hier die wichtigsten Fragen und Antworten. 

Die Bürgerinnen und Bürger in München haben in einem Bürgerentscheid mit deutlicher Mehrheit für eine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele der Jahre 2036, 2040 oder 2044 votiert. Mit einem vorläufigen Endergebnis von 66,4 Prozent der Stimmen unterstützte eine klare Zwei-Drittel-Mehrheit die Initiative.

Der Arbeitsmarkt braucht Fachkräfte und bei Frauen schlummern Potenziale. Eine Maßnahme der Bundesregierung wäre nach wissenschaftlicher Einschätzung aber vor allem auf Männer gerichtet.

Die Mehrheit der Deutschen bezahlt nicht mehr bar. Eine aktuelle Studie enthüllt die Präferenzen an der Kasse und zeigt ein gesteigertes Interesse an unabhängigen, europäischen Bezahlsystemen.

Der Siegeszug der Teigtasche um die Welt brachte viele Namen hervor. Jede Region hat ihre eigenen Varianten - doch nicht immer ist klar, was sich hinter den Namen verbirgt. Ein kleiner Überblick.

Über Sinn und Zweck der Zeitumstellung wird wohl seit Bestehen gestritten. Trotz vieler Kritiker und negativer Umfragen bleibt es aber vorerst dabei. Oder kann ein Vorstoß aus dem Süden etwas ändern?