Rheinland-Pfalz fördert Investitionen im Gastgewerbe mit bis zu 50 Prozent

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Rheinland-Pfalz senkt das Mindestinvestitionsvolumen für die Förderung touristischer Unternehmen von bislang 125.000 Euro auf 50.000 Euro. Wie das Wirtschafts- und Tourismusministerium am 15. Oktober 2026 mitteilte, seien bei Investitionen bis 600.000 Euro Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Investitionskosten möglich. Das neu aufgestellte Programm richtet sich an gastgewerbliche touristische Unternehmen im gesamten Bundesland.

Förderfähig seien Beherbergungsbetriebe ab zehn Beherbergungseinheiten, Campingbetriebe ab 20 Stellplätzen sowie Gastronomiebetriebe mit mindestens 20 Sitzplätzen im Innenbereich. Mit dem „Förderprogramm zur Optimierung der Angebotsqualität in der rheinland-pfälzischen Tourismuswirtschaft“ erneuert und erweitert das Land die bisherigen Fördermöglichkeiten.

Beherbergungsbetriebe müssen künftig die Möglichkeit zur Onlinebuchung nachweisen

Die geförderten Vorhaben müssten erwarten lassen, dass sie zur Qualitätsverbesserung des touristischen Angebots beitragen, nachhaltig wirken und an heutigen Anforderungen sowie zukünftigen Markttrends ausgerichtet sind. Außerdem müsse das Investitionsvorhaben mit den Zielen der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz übereinstimmen und einen deutlichen Mehrwert gegenüber dem bestehenden Angebot erwarten lassen.

Neu sei die Vorgabe, dass geförderte Beherbergungsbetriebe die Möglichkeit der Onlinebuchung nachweisen müssten. Das Ministerium verbindet die Investitionsförderung damit mit einem weiteren Schritt bei der Digitalisierung des touristischen Angebots.

Wirtschafts- und Tourismusminister Michael Ebling erklärte, die Förderung solle bei der Qualität des Angebots, modernen und effizienten Betriebsprozessen sowie der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ansetzen. Die niedrigeren Einstiegshürden sollten mehr Spielraum für Investitionen in Qualität, Digitalisierung und die Betriebsentwicklung schaffen.

Das Land erweitert die Förderung um die De-minimis-Verordnung

Künftig könnten Investitionen auch nach der De-minimis-Verordnung gefördert werden. Für Investitionen bis 600.000 Euro nennt das Ministerium Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Für größere Investitionen ab 600.000 Euro bestehe im Rahmen der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung, kurz AGVO, eine Fördermöglichkeit von bis zu 20 Prozent.

Die Neuausrichtung begründet das Ministerium mit veränderten Investitionsbedarfen der Branche und Erfahrungen aus dem bisherigen Förderprogramm. Im Mittelpunkt stehe die Förderung einzelner Betriebe.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Antragstellung seien auf der Internetseite der ISB zu finden.

Branchenvertreter begrüßen die Förderung und verweisen auf Investitionsaufgaben

DEHOGA-Präsident Gereon Haumann begrüßte die Neuaufstellung in der Mitteilung des Ministeriums. Das Gastgewerbe habe lange auf das Förderprogramm gewartet. Die niedrigeren Zugangshürden und verbesserten Fördermöglichkeiten könnten dringend notwendige Investitionen anstoßen.

Die Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz verwiesen insbesondere auf die bevorstehende Bundesgartenschau 2029 im Mittelrheintal. Dort seien in den kommenden Jahren Investitionen in Qualität, Kapazitäten und zeitgemäße touristische Angebote erforderlich, erklärte Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Die Bundesgartenschau stelle die Betriebe vor erhebliche Investitionsaufgaben. Rössel begrüßte deshalb die verbesserten Förderbedingungen und ermutigte die Unternehmen der Region, die neuen Möglichkeiten mit Blick auf die Bundesgartenschau und darüber hinaus zu nutzen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Seit 2024 verlangt die Lagunenstadt in der Hauptsaison Eintritt von Touristen - anfangs an 29 Tagen. Nächstes Jahr werden es 72 sein. Mehr als zehn Euro pro Tag sollen es aber nicht werden.

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das Bayerische Oberste Landesgericht hat die Vergabe der Festzelte Paulaner und Schottenhamel für das Oktoberfest 2026 bestätigt. Ein Wirt hatte eine europaweite Ausschreibung gefordert.

Heidelberg in Deutschland, Rom in Europa – diese Reiseziele erreichen in einer Auswertung von Meininger Hotels die höchsten Durchschnittsbewertungen von fünf KI-Modellen. Alle 200 untersuchten Ziele mit Platzierung und Punktzahl im Überblick.

Siebenschläfer legen die Cafeteria Sport der Universität Regensburg seit Juli lahm. Auch Grundreinigungen und der Einsatz eines Kammerjägers haben laut Bild bislang keine Abhilfe geschaffen.

KFC wechselt in den USA ab Januar 2027 von PepsiCo zu Coca-Cola. Das US-Netz umfasst laut Reuters 3.718 Standorte; bis Frühjahr 2027 sollen Coca-Cola-Produkte voraussichtlich in sämtlichen US-Restaurants angeboten werden.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Nach einer Razzia ist für die Frankenblick Hotelbetriebs GmbH in Masserberg die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet worden. Nach einem MDR-Bericht soll der Hotelbetrieb mit rund 900 Gästebetten weiterlaufen.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.