Achtung Abzocke: Wiesn-Tische nur bei Wirten reservieren

| Gastronomie Gastronomie

Oktoberfest-Besucher sollten ausschließlich direkt über die Websites der Festzelte Tische reservieren. Der Kauf über Eventagenturen ist auch dann keine gute Idee, wenn es sonst keine Tickets mehr gibt. Darauf weist die Verbraucherzentrale Bayern hin.

Viele Wiesn-Wirte haben in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert, dass sie nur Gäste ins Zelt lassen, die Tischreservierungen direkt beim Wirt erworben haben. Eine über Umwege gekaufte Reservierung kann somit wertlos sein.

Immer wieder werden Reservierungen für ein Vielfaches weiterverkauft, auch über vermeintlich seriöse Eventagenturen. Ein solcher Fall landete im Juli 2022 vor dem Oberlandesgericht München. Eine Eventagentur hatte die Reservierungen im Festzelt Ochsenbraterei mit einem Ursprungspreis von maximal 400 Euro für zehn Personen für bis zu 3299 Euro weiterverkauft. Das Gericht sah einen Wettbewerbsverstoß.

Das Internetangebot sei «irreführend und damit unlauter», hieß es in dem Urteil. «Durch das Angebot spiegelt die Beklagte den Kunden vor, dass sie einen sicher durchsetzbaren Anspruch auf Einräumung eines Tisches im Festzelt der Klägerin erwerben, was tatsächlich nicht der Fall ist.»

Die OLG-Richter sahen allerdings - anders als die vorherige Instanz - keinen Anspruch auf Schadenersatz: «Für die Feststellung einer Schadensersatzpflicht fehlt es vorliegend an der erforderlichen Wahrscheinlichkeit eines Schadens.» Auch einen Auskunftsanspruch verneinte das Gericht. Die Eventagentur muss laut dem Urteil der «Ochsenbraterei» nicht sagen, wem sie die Wiesn-Reservierungen abgekauft hat (Tageskarte berichtete). (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Laut YouGov ist der Anteil der Alkoholtrinker in Deutschland innerhalb von zehn Jahren von 78 auf 68 Prozent gesunken. Der Barmanager der Hamburger Skyline Bar 20up berichtet zugleich von steigender Nachfrage nach alkoholfreien Cocktails – ihr Anteil am Cocktailverkauf liege bei rund 30 Prozent.

Uber hat den Kauf der US-Cateringplattform ezCater für 2,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Mit der geplanten Übernahme soll Catering in das Angebot von Uber Eats eingebunden werden; der Abschluss steht noch unter Vorbehalt.

Die meisten Gourmetrestaurants seien weniger gefragt als noch vor einigen Jahren, erklärt Gusto-Gründer Markus Oberhäußer und verweist auf ein Überangebot an Fine-Dining-Konzepten. Zum Koch des Jahres kürt der Restaurantführer Sebastian Obendorfer vom Eisvogel in Neunburg vorm Wald.

True Food Kitchen hat ein Chapter 11-Verfahren beantragt und zwölf Restaurants geschlossen. Die US-Kette, an der Oprah Winfrey weiterhin beteiligt ist, betreibt noch 34 Standorte und plant einen gerichtlich beaufsichtigten Verkaufsprozess.

Am 2. November verkündet der Michelin Guide Schweiz seine Restaurantauswahl für das Jahr 2026. Die Zeremonie findet dieses Jahr auf fast 1.500 Metern Höhe in Andermatt in den Schweizer Alpen statt.

Das Münchner Oktoberfest ist ein Millionen-Spektakel. Doch noch nie war so viel los wie in diesem Jahr. Von einer «Gute-Laune-Wiesn» spricht die Stadt - doch wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten.

Paris führt das Streetfood-Ranking von Radical Storage vor Athen und Thessaloniki an. Die Untersuchung aus April 2026 vergleicht 6.897 Betriebe und berücksichtigt unter anderem Anbieterdichte, Preise und Bewertungen.

Napoli on the Road in London führt die Rangliste 50 Top Pizza World 2026 vor Una Pizza Napoletana in New York und Confine in Mailand an. Pizza Zulu in Fürth erreicht als einziger deutscher Betrieb Platz 33.

Das Münchner Oktoberfest ist bisher ausgesprochen gut besucht. Bis inklusive Mittwoch kamen 5,2 Millionen Besucher, wie aus anonymisierten Mobilfunkdaten hervorgeht. Das waren rund 700.000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das «Fogón Asado» in Buenos Aires steht in der jährlichen Tripadvisor-Rangliste ganz oben in der weltweiten Gunst der Restaurantbesucher. In dem Grilllokal wird Fleisch ähnlich wie Wein verkostet.