„Apollo” übernimmt Wagamama-Mutter „The Restaurant Group“ für über 585 Millionen Euro

| Gastronomie Gastronomie

Der Mutterkonzern der Restaurantkette Wagamama, „The Restaurant Group“ (TRG), hat einer Übernahme durch die Private-Equity-Firma „Apollo Global“ zugestimmt. Der Übernahmepreis beläuft sich auf 506 Millionen Pfund (etwa 585,62 Millionen Euro). TRG litt bereits seit über einem Jahr an finanziellen Problemen.

Wie verschiedene Medien berichtet, erhalten die Aktionäre im Rahmen des Deals von TRG 65 Pence pro Aktie in bar, was einem Aufschlag von etwa 34 Prozent auf den letzten Schlusskurs der Aktie entspricht. Infolgedessen stiegen die Aktien von TRG um 37,1 Prozent auf 66,5 Pence, was den höchsten prozentualen Anstieg seit April 2020 darstellt.

Laut Bericht sollen die Aktionäre und die Investoren Irenic Capital und Oasis Management in den letzten Monaten Druck auf das Unternehmen ausgeübt haben, um Veränderungen im Management und eine Verbesserung der Rentabilität zu erreichen. Beide Investoren, die zusammen fast 20 Prozent der Anteile an TRG halten, haben sich verpflichtet, für die Übernahme zu stimmen.

TRG soll auch dem Verkauf der verlustbringenden Marken „Frankie & Benny's“ sowie „Chiquito“ an das Unternehmen „Big Table Group“ zugestimmt haben, um die Gewinnspannen zu erhöhen und die Schulden zu reduzieren.

Der Vorstand von TRG hat den Aktionären einstimmig empfohlen, für den Deal zu stimmen, der einen Unternehmenswert von 701 Millionen Pfund haben soll. Der Abschluss der Transaktion wird für Anfang 2024 erwartet. Apollo hatte zuvor etwa drei Übernahmeangebote für TRG unterbreitet.

The Restaurant Group (TRG) zählt zu den größten Unternehmen im britischen Gastgewerbe und betreibt landesweit etwa 400 Restaurants und Pubs.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Bayerische Oberste Landesgericht hat die Vergabe der Festzelte Paulaner und Schottenhamel für das Oktoberfest 2026 bestätigt. Ein Wirt hatte eine europaweite Ausschreibung gefordert.

Vier Gastronomiebetriebe haben das Finale der Uber Eats Awards 2026 erreicht und treten am 26. Oktober 2026 in Berlin gegeneinander an. Eine Jury um Tim Raue entscheidet über die Vergabe von insgesamt 55.000 Euro Preisgeld.

Der Leaders Club Deutschland besteht seit 25 Jahren und zählt inzwischen mehr als 450 Mitglieder aus über 230 Unternehmen. Das Jubiläum wird am 13. November 2026 im Rahmen des Leaders Club Award in Hamburg gefeiert.

Die Althoff Hotels starten mit dem Althoff Eats Club ein kostenfreies Angebot rund um Kulinarik, Wein und Reisen. Grand Chef Joachim Wissler teilt Restaurantempfehlungen und stellt Produzenten sowie kulinarische Entdeckungen vor.

Pizza Pilgrims kündigt sein erstes deutsches Restaurant für den 2. November 2026 in München an. Ein zweiter Standort soll im Januar 2027 folgen; insgesamt strebt die Marke bis zu 50 Standorte in Deutschland an.

Bayerns Gastronomie verzeichnete im August 2026 einen realen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Beherbergung erzielte dagegen preisbereinigt ein Plus von 2,6 Prozent.

Die Deutsche Kreditbank (DKB) hat gemeinsam mit Sodexo den neuen Campus „Upbeat“ in der Berliner Europacity eröffnet. Sodexo übernimmt die gastronomische Versorgung sowie weitere Bewirtungsleistungen am Standort.

Das Bristol Berlin hat am Kurfürstendamm das Restaurant Flaneur eröffnet. Die Brasserie bietet französisch geprägte Küche und verfügt über 120 Plätze im Innenbereich sowie 86 Terrassenplätze.

Das Hotel der Stern in Bad Hersfeld kündigt die Schließung des L’étable zum 2. Januar 2027 an und nennt fehlende Gäste als Grund. Küchenchef, Restaurantleiter und Mitarbeiter würden im Haus bleiben und an einem neuen gastronomischen Konzept mitarbeiten.

An einer Tankstelle in München kann man sich von einem Kochroboter Käsespätzle, Kaiserschmarrn oder eine asiatische Tom-Kha-Gai-Suppe kochen lassen. In etwa fünf Minuten bereitet der autonome Koch eine warme Mahlzeit zu.