Buchungen aus Indien und Japan zum Oktoberfest steigen deutlich

| Gastronomie Gastronomie

Vom 19. September bis 4. Oktober 2026 findet in München das Oktoberfest statt. Auswertungen von Amadeus Travel Intelligence dokumentieren dabei signifikante Verschiebungen bei den internationalen Herkunftsmärkten und dem Buchungsverhalten der Flugreisenden.

Große Gruppen mit sechs oder mehr Personen stellen mit einem Anteil von sieben Prozent die kleinste Gruppe der Flugreisenden dar. Alleinreisende machen demgegenüber mit 47 Prozent den größten Teil aller Flugbuchungen aus, wobei sich ihr Anteil im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent erhöht hat. Zweiergruppen verzeichnen einen Rückgang von 4,6 Prozent auf einen Anteil von 33 Prozent, während kleinere Gruppen mit drei bis fünf Personen 13 Prozent ausmachen.

Zunehmende Aufenthaltsdauern prägen Reiseverhalten

Kurzaufenthalte von einer bis zu fünf Nächten bleiben mit 65 Prozent der Buchungen die meistgewählte Reiseform, verzeichnen jedoch im Jahresvergleich einen Rückgang von zwei Prozent. Gleichzeitig registriert die Datenauswertung, dass Aufenthalte von 14 Nächten oder länger um 13 Prozent steigen und mittlerweile einen Anteil von mehr als sechs Prozent an allen Buchungen einnehmen.

Die Vereinigten Staaten bleiben im Jahr 2026 mit einem Marktanteil von 37 Prozent der bedeutendste internationale Herkunftsmarkt für Flugbuchungen nach München, verzeichnen jedoch im Jahresvergleich einen Rückgang von zehn Prozent. Kompensiert wird diese Entwicklung durch deutliche Zuwächse in anderen Regionen. Die Buchungen aus Indien steigen um 60 Prozent, während Japan ein Plus von 31 Prozent verzeichnet. Weitere Zuwächse kommen aus Kanada mit neun Prozent, Spanien mit acht Prozent, Italien mit sieben Prozent sowie Australien mit sechs Prozent. Demgegenüber steht neben den USA auch ein Rückgang im Vereinigten Königreich um 16 Prozent.

Hotelpreise bleiben stabil

Über die drei Oktoberfest-Wochen hinweg liegt die durchschnittliche Hotelauslastung bei 70,9 Prozent und damit 5,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 76,2 Prozent. Gleichzeitig steigt die durchschnittliche Tagesrate (ADR) leicht um 0,8 Prozent auf 326 Euro.

Die höchste Auslastung wird zur Mitte des Oktoberfestes zwischen dem 20. und 27. September mit 78 Prozent erreicht. In diesem Zeitraum steigt die durchschnittliche Tagesrate auf 368 Euro, was einem Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Jan Kamenicek, Regional Vice President, Central & Eastern Europe, Hospitality, Amadeus, sagt: „Das Oktoberfest blickt auf eine mehr als 200-jährige Tradition zurück und hat sich zum größten Volksfest der Welt entwickelt. Jedes Jahr zieht es Millionen internationale Gäste an. Gerade bei traditionsreichen Veranstaltungen ist es jedoch wichtig, sich auf Daten zu stützen und nicht davon auszugehen, dass historische Muster unverändert bestehen bleiben. Die sich verändernde Besucherstruktur während des Oktoberfestes ist ein gutes Beispiel dafür. Das Wachstum von Märkten wie Indien, Australien und Japan bei gleichzeitig rückläufigen Buchungen aus den USA zeigt neue Zielgruppen und Chancen auf. Zugleich eröffnen längere Aufenthaltsdauern zusätzliche Möglichkeiten für Destinationen, von Besuchen über das Oktoberfest hinaus zu profitieren."

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein neuer Report der US-amerikanischen National Restaurant Association untersucht die Bedeutung von Getränken für Restaurantbesuche. 50 Prozent der befragten erwachsenen Gen Z und 47 Prozent der Millennials kaufen demnach mindestens einmal pro Woche ausschließlich Getränke in Restaurants.

Vergangenes Jahr wurde er mit einer Flasche im Gesicht verletzt, seitdem kämpft Kneipenwirt Simsit für mehr Sicherheit in seinem Viertel: Das Alkoholkonsumverbot, das er initiierte, zeigt Wirkung.

Pommes Freunde leitet eine weitere Phase der Expansion im österreichischen Markt ein. Nach der Eröffnung des ersten Standorts in Wien strebt das Unternehmen den Aufbau eines flächendeckenden Filialnetzes an. Pro Jahr sind etwa fünf Neueröffnungen vorgesehen.

Die Plattform Listflix hat die Verteilung von Dönerläden in deutschen Großstädten für das Jahr 2026 ausgewertet. Dabei zeigt sich eine ungleiche regionale Versorgungsdichte, wenn die Anzahl der Betriebe auf die jeweilige Einwohnerzahl bezogen wird.

Sodexo Deutschland übernimmt die gesamte Gastronomie und das Event-Catering im neuen DKB-Campus Upbeat in Berlin. Die Zusammenarbeit umfasst auf 35.000 Quadratmetern Fläche mehrere Gastronomiebereiche sowie Konferenzservices.

Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés und Eissalons in Baden-Württemberg haben im Juni 2026 real 7,2 Prozent weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr lagen ihre preisbereinigten Umsätze 5,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Biertreber als Appetizer, Futter nach Geheimrezept: Auf Gut Karlshof leben die Ochsen, die bald auf der Wiesn verspeist werden. Warum einer Sebastian heißt - und wie seine Haut zur Schürze wird.

Frans Zimmer, bekannt unter dem Künstlernamen Alle Farben, tritt beim Festival Chefs in Town 2026 in Düsseldorf mit zwei kulinarischen Formaten an. Gemeinsam mit Florian Conzen und Mike Süsser gestaltet der Musiker ein Restaurant-Takeover sowie ein Angebot am Foodtruck.

Beim Auswärts-Essen kommt am Ende die Rechnung, und viele geben netten Bedienungen dann auch etwas mehr. Das geht nicht nur bar. Verbraucherschützer kritisieren «Design-Tricks» bei digitalen Optionen.

Die Eat Happy Group führt mit Mrs. Yumami eine neue Marke für koreanische Lebensmittel ein. Zum Start kommt Korean Style Fried Chicken in den Sorten Sweet & Spicy und Soy & Garlic in deutsche Supermärkte.