Burgermeister startet Expansion mit Franchise-Partner in Polen

| Gastronomie Gastronomie

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Nach Angaben des Unternehmens wurde ein Master-Franchise-Vertrag unterzeichnet, der der Gesellschaft Burgermeister Polska sp. z o.o. die exklusiven Rechte für den Aufbau und Betrieb der Marke im polnischen Markt einräumt.

Der erste Standort wurde laut Mitteilung bereits in Stettin eröffnet. Ein weiterer Standort in Łódź soll in Kürze folgen. Nach Angaben des Unternehmens befindet sich ein dritter Standort in fortgeschrittenen Verhandlungen. Innerhalb von 36 Monaten sollen mindestens 20 Standorte in großen polnischen Städten entstehen.

Burgermeister nennt Polen strategischen Wachstumsmarkt für weitere Expansion

Der polnische Markt für Schnellrestaurants gehört laut Mitteilung zu den wachstumsstärksten Märkten in Mittel- und Osteuropa. Burgermeister kündigte an, den Ausbau sowohl über eigene Standorte als auch über Subfranchise-Partner voranzutreiben. Ergänzend prüfe das Unternehmen Übernahmen, sofern diese den Ausbau beschleunigen könnten.

Robert Fügert, Geschäftsführer von Burgermeister, erklärte laut Mitteilung: „Polen ist für uns kein Testlauf. Wir wollen hier schnell wachsen, aber nicht um jeden Preis. Entscheidend ist, dass Burgermeister auch in Polen das bleibt, was die Marke stark gemacht hat: klare Qualität, eigene Produktion und ein Erlebnis, das wiedererkennbar ist.“

Nach Angaben des Unternehmens strebt das Polen-Geschäft mittelfristig einen Jahresumsatz von 60 bis 100 Millionen Euro an.

Unternehmensgruppe meldet mehr als 100 Millionen Euro Jahresumsatz

Burgermeister teilte mit, im Jahr 2025 mehr als sechs Millionen Burger verkauft und einen Umsatz von über 100 Millionen Euro erzielt zu haben. Das Unternehmen betreibe derzeit 30 Standorte und verfüge über Produktionskapazitäten für mehr als 100 Standorte weltweit.

Die Expansion in Polen wird laut Mitteilung von einem lokalen Führungsteam gesteuert. Eryk Libelt verantwortet demnach den Aufbau des Netzwerks in Polen. Karol Tarniowy soll den Ausbau großer Netzwerke begleiten, während Bartosz Suchecki die operative Umsetzung vor Ort übernimmt.

Burgermeister startet in Polen Programm für Subfranchise-Partner

Parallel zum Ausbau eigener Standorte startet Burgermeister nach eigenen Angaben in Polen ein Sub-Franchise-Programm. Betreiber sollen Zugang zu Marke, Schulungen, Lieferkette und operativer Unterstützung erhalten.

Das Unternehmen erklärte, das Modell solle internationale Markenstandards mit lokaler Marktkenntnis verbinden.

Burgermeister wurde 2006 in Berlin gegründet und betreibt nach Unternehmensangaben aktuell 30 Standorte in mehreren deutschen Städten. Die internationale Expansion wird von Robert Fügert und Cebrail Karabelli verantwortet.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Ausland leben, das heißt viele Erfahrungen mit einer anderen Kultur zu machen. Ein Westfale brachte die Currywurst nach Nairobi – und musste dafür so manches kulinarische Hindernis überwinden.

Eigentlich hat Kenia perfektes Biergartenwetter. Man kann das ganze Jahr hindurch draußen sitzen. Den passenden Gerstensaft nach deutschem Reinheitsgebot gibt es mittlerweile auch.

Das Schlosshotel Münchhausen in Aerzen hat sein gastronomisches Konzept verändert. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das neue Restaurant „1570 – Casual Fine Dining“ als Nachfolger des bisherigen Gourmetrestaurants „Hilmar“ eröffnet.

In den Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht kommt Bewegung zwischen einer Bielefelder Dönerkette und dem US-Anbieter Kentucky Fried Chicken. «KFC hat sich entschuldigt und gesagt, das haben sie alles nicht gewollt, und das sei nur ein Zufall gewesen», sagte der Chef der Bielefelder Firma Krispy Kebab.

Georg Strohmeyer feiert sein 10-jähriges Jubiläum als Küchenchef im Hotel Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Der Wahl-Bayer spricht im Interview unter anderem darüber, wie er auf neue Ideen zu seinen regionalen Kreationen kommt. Tipps für Hobbyköche hat er auch auf Lager.

Am 30. April eröffnet im Westfield Hamburg-Überseequartier das Restaurant Elemente mit lateinamerikanischem Schwerpunkt. Das Projekt verbindet unter anderem internationale Grillkunst mit Hamburger Architekturgeschichte.

Beim internationalen Kongress der Jeunes Restaurateurs in Köln wurde Frédéric Morel aus Münster zum Koch des Jahres gewählt. Die Veranstaltung brachte rund 500 Branchenvertreter aus 21 Ländern am Rhein zusammen.

In München sorgt die Forderung eines Wirts für Furore: Die Oktoberfest-Zelte sollen europaweit ausgeschrieben werden. Was könnte das für Tradition und Brauchtum auf der Wiesn bedeuten?

Sie brutzelt, sie duftet und sie macht satt – die Currywurst landet millionenfach in Kantinen und Imbissen und auf dem Teller oder in der Pappschale. Doch wie mag der Berliner seine Wurst? Und wie wird sie im Pott gegessen?

Der internationale JRE-Kongress in Köln versammelte rund 500 Branchenvertreter, um über die Zukunft der Gastronomie und nachhaltige Innovationen zu beraten. Neben der Verleihung der International Awards 2026 stand die Expansion des Netzwerks nach Südamerika im Fokus.