Chef:in-Awards zeichnen neun Frauen in sieben Kategorien aus

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Bei den ersten Chef:in-Awards sind am Abend des 14. September 2026 im Foodlab Hamburg neun Frauen ausgezeichnet worden. Nach Angaben der Veranstalter wurden damit erstmals in Deutschland Preise vergeben, die sich ausschließlich an Frauen in der Gastronomie richten. Zwei der sieben Kategorien wurden aufgrund von Punktgleichständen doppelt vergeben.

Den Titel Köchin des Jahres 2026 teilen sich Sarah Hallmann vom Hallmann & Klee in Berlin und Julia A. Leitner vom Coda in Berlin. Die Laudatio hielt Chef:in-Botschafterin Cornelia Poletto.

Als Patissières des Jahres wurden Larissa Metz vom Restaurant Vendôme in Bergisch Gladbach und Emma Betti vom Tantris Maison Culinaire in München ausgezeichnet. Auch in dieser Kategorie hätten beide Preisträgerinnen bei der Abstimmung dieselbe Punktzahl erreicht.

Fachjury stimmt in zwei Runden über die Preisträgerinnen ab

Über die Preisträgerinnen entschied nach Angaben von Chef:in eine 22-köpfige Fachjury unter der Leitung der Journalistin Anja Wasserbäch. In der ersten Runde habe die Jury pro Kategorie eine Shortlist erstellt. In der zweiten Runde hätten die Mitglieder unter den Nominierten abgestimmt.

In die Bewertung seien neben der handwerklichen Leistung auch Führung, Teamkultur, Haltung und unternehmerische Leistung eingeflossen. Jurymitglieder hätten nicht über Betriebe abstimmen dürfen, an denen sie wirtschaftlich beteiligt seien. Zudem hätten sie ihre Entscheidungen nicht untereinander besprechen dürfen. Die Partner der Kategorien hätten keinen Einfluss auf die Auswahl gehabt.

Sieben Kategorien umfassen Küche, Patisserie, Service, Wein und Bar

Zur Gastgeberin des Jahres wurde Ilona Scholl vom Tulus Lotrek in Berlin gewählt. Die Auszeichnung als Sommelière des Jahres ging an Nancy Großmann vom Grill Royal in Berlin. Maria Gorbatschova von der Green Door Bar in Berlin erhielt den Preis als Barkeeperin des Jahres.

Als Unternehmerin des Jahres wurde Kristin Hendricks-Fuchs vom Romantik Hotel Spielweg in Münstertal ausgezeichnet. Den Preis als Internationale Köchin des Jahres erhielt Ana Roš vom Hiša Franko in Slowenien.

Durch das Programm führte Moderatorin Muschda Sherzada. Die Laudationes hielten Anja Wasserbäch, Katharina Wechsler, Rosina Ostler, Julia A. Leitner, Felicitas Then, Denise Snieguolė Wachter und Cornelia Poletto. Sarah Hallmann und Ana Roš hätten nicht anreisen können und sich per Videobotschaft gemeldet.

Rund 110 Gäste nehmen an der Preisverleihung teil

Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 110 Gäste aus Gastronomie, Handel und Medien zur Verleihung und zum anschließenden Essen. Das Menü stammte von Viki Lund und war zum Teilen vorgesehen. Katharina Wechsler vom Weingut Wechsler stellte die Weine vor, das Getränk des Abends kam von Jennifer Färber von Sans Péché. Im Anschluss fand eine Veranstaltung in der Air Bar 13 im Westfield Überseequartier statt.

Präsentiert wurden die Chef:in Awards 2026 von OpenTable. Transgourmet Cook stellte den Veranstaltungsort im Foodlab Hamburg und war Partner der Kategorie Köchin des Jahres. Weitere Kategoriepartner waren Pommery Champagne, Zwiesel Fortessa, Rosenthal und Maison Mirabeau. Weitere Produkte und Leistungen kamen nach Angaben der Veranstalter unter anderem von AKI Altonaer Kaviar Import Haus, All The Flowers, Sawade, Havelland Express, Sannmann Gärtnerei, Magnus Mineralbrunnen und Joonys Sodas.

Chef:in nennt Frauenanteil von 4,4 Prozent

Chef:in verweist unter Berufung auf den Guide Michelin darauf, dass 15 der 339 Michelin-Sternerestaurants in Deutschland von Frauen geführt würden. Dies entspreche einem Anteil von 4,4 Prozent.

Chef:in wurde von der Foodjournalistin Denise Snieguolė Wachter gegründet. Die Plattform dokumentiere in fünf Watch Lists insgesamt 72 Köchinnen, Gastgeberinnen, Sommelières und Barkeeperinnen aus Deutschland und dem Ausland. Anja Wasserbäch leitet die Jury, Cornelia Poletto ist Botschafterin der Plattform.

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