Dehoga Bayern gründet Forum für türkische Gastgeber

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Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern hat im Munich Marriott Hotel City Wes das Forum türkische Gastgeber vorgestellt. Das neue Netzwerk soll Unternehmer mit türkischen Wurzeln im bayerischen Gastgewerbe bei betrieblichen Fragen unterstützen, den Austausch untereinander fördern und ihre Interessen gegenüber Politik und Branche vertreten.

Dehoga-Bayern-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert erklärte, der Verband wolle allen eine Heimat bieten, die in Bayern Hotels und gastronomische Betriebe führten, unabhängig von ihren persönlichen oder familiären Wurzeln. Das Forum solle Erfahrungen bündeln, Kontakte vermitteln und konkrete Unterstützung für den Betriebsalltag ermöglichen.

IHK beziffert Zahl türkischer Unternehmer und Auszubildender in Oberbayern

Die wirtschaftliche Bedeutung türkischstämmiger Unternehmer thematisierte Dr. Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. Der Industrie- und Handelskammer gehörten rund 3.932 Mitglieder mit türkischer Staatsangehörigkeit an. Davon seien 885 im Einzelhandel und 553 in der Gastronomie tätig.

Auch bei der beruflichen Ausbildung seien türkische Staatsangehörige vertreten. In Oberbayern absolvierten 300 junge Menschen mit türkischer Staatsangehörigkeit eine Ausbildung, darunter 47 in Hotellerie und Gastronomie. Menschen mit türkischen Wurzeln und deutschem Pass seien in diesen Zahlen nicht berücksichtigt, betonte Gößl. Das neue Forum bringe Unternehmer zusammen und erleichtere den Aufbau geschäftlicher Kontakte.

Politik verweist auf wirtschaftliche Beiträge türkischstämmiger Gastgeber in Bayern

Staatssekretär Tobias Gotthardt würdigte in einer Videobotschaft den Beitrag türkischstämmiger Unternehmer zur bayerischen Wirtschaft. Ihre Betriebe schafften Arbeitsplätze und bereicherten das Gastgewerbe. Das Netzwerk knüpfe zugleich an die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Bayern und der Türkei an.

Die frühere Staatsministerin Kerstin Schreyer verwies auf die Rolle von Tourismus, gemeinsamen Mahlzeiten und persönlichen Begegnungen für den internationalen Austausch. Der türkische Konsul Murat Kemaloglu betonte ebenfalls die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung türkischstämmiger Bürger in Bayern. Das Forum könne dazu beitragen, Kontakte zwischen Unternehmern zu vertiefen und neue Partnerschaften zu ermöglichen.

Vertreter aus Mardin und İzmir stellen regionale Küchen vor

Auch Vertreter türkischer Städte präsentierten ihre Regionen und kulinarischen Traditionen. Mehmet Ali Amak, Co-Bürgermeister von Artuklu in der Provinz Mardin, stellte das multikulturelle Erbe seiner Heimat vor. Die regionale Küche umfasse mehr als bekannte Gerichte wie Döner und Kebab. Amak verwies zudem auf die Bedeutung regionaler Produkte, des Handwerks und überlieferter Traditionen und lud die bayerischen Gastgeber zum fachlichen Austausch nach Mardin ein.

Nilüfer Çınarlı Mutlu, Bürgermeisterin des Bezirks Konak in İzmir, stellte die ägäische Küche und das kulturelle Erbe ihres Bezirks in den Mittelpunkt. Als Beispiele nannte sie den historischen Kemeraltı-Basar und die Promenade Kordon.

Die kulinarischen Traditionen der türkischen Provinz Tokat präsentierten der Küchenchef Ayvaz und İbrahim Ocak, Präsident des Baştek-Ankara-Verbandes.

Dehoga Bayern plant dauerhafte Zusammenarbeit im neuen Forum

Das Forum türkische Gastgeber soll den Auftakt für eine längerfristige Zusammenarbeit bilden. Im Dehoga Bayern bestehen bereits Foren für vietnamesische und italienische Gastgeber. Mit dem neuen Netzwerk erweitert der Verband diese Angebote um eine weitere Gruppe von Unternehmern aus dem Gastgewerbe.

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