Delivery Hero mit starkem Wachstum und hohem Verlust

| Gastronomie Gastronomie

Der Lieferdienst Delivery Hero wächst weiter kräftig - der Verlust allerdings auch. Der Umsatz ohne Berücksichtigung von Gutscheineffekten stieg 2021 konzernweit um 89 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen am Donnerstag in Berlin mitteilte.

In den Zahlen ist der südkoreanische Zukauf Woowa enthalten. Der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um fast ein Drittel auf 781 Millionen Euro.

Im laufenden Jahr peilt der Konzern bei weiterem Wachstum einen niedrigeren operativen Verlust an. Der Gesamtumsatz soll zwischen 9,5 und 10,5 Milliarden Euro liegen. Beim operativen Verlust wird eine Spanne von 440 Millionen bis 540 Millionen Euro erwartet.

Bei diesem Ausblick ist die geplante Übernahme des spanischen Lieferdienstes Glovo noch nicht enthalten (Tageskarte berichtete). Der Deal soll im zweiten Quartal abgeschlossen sein. Den Geschäftsbericht 2021 mit Angaben zum Nettoverlust sowie Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres will der Vorstand am 28. April vorlegen.

An der Börse sorgten die Zahlen und Ziele für weitere Ernüchterung. Die seit einiger Zeit stark unter Druck stehende Aktie gab im frühen Handel weiter kräftig nach und verlor bis zu 14 Prozent. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Kneipe 80 expandiert mit neuen Standorten am Tegernsee und in Augsburg. Parallel führt das Unternehmen mit dem Format „Kiosk 80“ ein weiteres Konzept für kleinere Flächen ein.

Weissenhaus erweitert sein gastronomisches Angebot im Schloss um das Restaurant NAMI und die Bar 1896. Zuvor hatte das Zwei-Sterne-Restaurant Courtier nach dem Weggang seiner Leitung den Betrieb eingestellt.

Starbucks hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Unternehmen meldet höhere vergleichbare Umsätze und hebt seine Jahresprognose an.

Neue Daten des Bundes der Steuerzahler zeigen deutliche Unterschiede bei Terrassengebühren in deutschen Städten. Die Spannweite reicht von 0 bis 2.000 Euro für einen einheitlichen Musterbetrieb.

Kochroboter, kein Gastraum, alles für die Auslieferung: Wie eine Küche in Frankfurt den Gastronomie-Alltag verändern könnte – und warum menschliche Gastfreundschaft trotzdem unverzichtbar bleibt.

Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht erwägt der amerikanische Fast-Food-Anbieter Kentucky Fried Chicken einen Rückzieher. KFC Deutschland teilte auf Anfrage mit, dass die Gespräche mit dem Bielefelder Dönerunternehmen Krispy Kebab zwar noch liefen, diese seien aber «herausfordernd».

Die Münchner Giesinger Brauerei drängt auf die Wiesn - und bekommt dafür nun Rückenwind von jemandem, der in der Sache künftig was zu sagen hat.

Die Sonne scheint, die Menschen genießen den Kaffee wieder im Freien. Die Gastronomen werden von den Städten im Land jedoch ganz unterschiedlich stark zur Kasse gebeten. Der Steuerzahlerbund meint: Weg damit!

Das Restaurant Greta Oto im Hamburger Conrad Hotel wurde mit dem Genuss-Michel 2026 in der Kategorie „Weltweit“ ausgezeichnet. Die MHP Hotel Group wertet den Preis als Bestätigung für ihre Strategie international ausgerichteter Gastronomiekonzepte.

Eine aktuelle Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen aufgrund gestiegener Preise seltener essen geht, während das Preis-Leistungs-Verhältnis zum entscheidenden Faktor bei der Wahl des Restaurants geworden ist.