Dunkin’ Donuts vorne, Vapiano Schlusslicht: Das sind die beliebtesten Fast-Food-Ketten im „Social Web“

| Gastronomie Gastronomie

Für den schnellen Hunger zwischendurch suchen viele Deutsche eines der zahlreichen Fast-Food-Restaurants auf. Welcher Systemgastronom sich hierzulande der größten Beliebtheit erfreut, hat nun Deutschlands führender Anbieter im Bereich Social Media-Monitoring und -Analysen, VICO Research & Consulting (www.vico-research.com), in Erfahrung gebracht. Im Zuge dessen hat das Unternehmen drei Monate lang 74.726 deutschsprachige Social-Web-Beiträge zu den neun meistdiskutierten Fast-Food-Unternehmen untersucht. Das Ergebnis: Obwohl Marktführer McDonald’s über 82 Prozent des Kommunikationsvolumens auf sich vereint, stehen in Sachen Beliebtheit andere Unternehmen vorn.

Dunkin’ Donuts ist die beliebteste Franchise Deutschlands Das in Massachusetts gegründete Schnellrestaurant Dunkin’ Donuts punktet bei den deutschen Usern mit “leckeren Donuts” sowie “günstigem, guten Kaffee”. 83 Prozent der wertenden Beiträge zur Kette sind positiv. Auf dem zweiten Platz folgt McDonald’s-Hauptkonkurrent Burger King mit 66 Prozent positivem Sentiment. Die Restaurants mit der Krone werden von der deutschen Internetgemeinde für besser befunden als die mit dem gelben M. Außerdem loben die Nutzern die Angebotspalette und die freundlichen Mitarbeiter. Pizza Hut und Kentucky Fried Chicken folgen mit 63 bzw. 62 Prozent positiven Beiträgen auf den Plätzen drei und vier. Vapiano ist Deutschlands unbeliebtester Systemgastronom

Das 2002 in Hamburg gegründete Franchise für italienische Küche, Vapiano, ist im deutschen Web am unbeliebtesten. Lediglich 34 Prozent der wertenden Beiträge zu der Restaurantkette sind positiv. Obwohl den Nutzern die nachhaltige Lieferkette gefällt, bemängeln sie sowohl Qualität als auch Größe der Gerichte. Darüber hinaus wird das Konzept in vielen Beiträgen kritisiert: Die User finden die Wartezeit unangemessen und das Ambiente laut sowie unbequem. Mit 42 Prozent positivem Sentiment ist die Sandwich-Kette Subway im deutschen Internet am zweitunbeliebtesten. Neben Service und Geschmack beanstanden deutsche User hier die Hygiene.

Bekanntheit ist nicht gleich Beliebtheit

McDonald’s wird zwar viermal soviel diskutiert wie alle anderen Restaurants zusammen, befindet sich allerdings im hinteren Drittel der Beliebtheitsskala. Mit 45 Prozent positiven Beiträgen werden nur Vapiano und Subway negativer diskutiert, als der Marktführer aus den USA. Während die Burger und der Kaffee bei McDonald’s geschmacklich zwar überzeugen können und auch das Happy Meal gut ankommt, stören sich die Nutzer hier hauptsächlich an Nachhaltigkeit, Verträglichkeit und Preis: Die Menüs seien gemessen an der Größe viel zu teuer, machten überdies nur kurzzeitig satt und wären sowohl ungesund als auch stark kalorienhaltig. Außerdem produziert McDonald’s den Nutzern zu viel Müll.

Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO Research & Consulting, kommentiert die Analyse: “McDonald’s weitet seine Marktführerschaft auch ins deutsche Social Web aus, wo der Fast-Food-Riese in 82 Prozent der analysierten Beiträge diskutiert wird. Dieser deutliche Bekanntheitsvorsprung überträgt sich allerdings nicht auf das Beliebtheits-Ranking. Mit Dunkin’ Donuts, Hauptkonkurrent Burger King und Pizza Hut stehen hier andere Unternehmen an der Spitze. Burger King scheint das Vertrauen der Kundschaft zurückgewonnen zu haben, nachdem es 2014 im Zuge eines Hygieneskandals mehrere Restaurants schließen musste. Die beiden untersuchten deutschen Restaurants Nordsee und Vapiano sucht man mit 50 Prozent bzw. 34 Prozent positiven Beiträgen vergeblich an der Spitze des Beliebtheits-Rankings.”


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) hat eine neue Themenseite „Küchenbetriebe“ veröffentlicht. Diese bündelt nach Angaben der BGN relevante Anforderungen und Praxishinweise für Betriebe mit Küchen und ist im Bereich „Branchenwissen“ verfügbar.

Eat Happy Group und Hana Europe verhandeln über eine Fusion mit dem Ziel, eine europäische Plattform für asiatische Fertiggerichte aufzubauen. Die Umsetzung steht unter Vorbehalt von Genehmigungen und Betriebsratsanhörungen.

Das 39. Schleswig-Holstein Gourmet Festival verzeichnete rund 2.420 Gäste und über 12.700 servierte Speisen. Neben kulinarischen Schwerpunkten durch 22 Gastköche stand ein Charity-Dinner zugunsten des Kinderschutzbundes im Mittelpunkt der Saison.

Spitzenköche mit insgesamt 26 Michelin-Sternen trafen sich Ende März in Kitzbühel zum Wettbewerb Koch-Legenden am Hahnenkamm. Neben einem Skirennen standen handwerkliche Prüfungen und der fachliche Austausch im Mittelpunkt.

Die Berliner Restaurant-Reservierungsplattform Quandoo wird ihren Betrieb einstellen. Das Unternehmen teilte auf seiner Webseite mit, die Plattform bis Ende Dezember 2026 „in einem geplanten und geordneten Prozess“ abzuwickeln.

Klüh Catering kooperiert mit der TU Dortmund und dem Universitätsklinikum Essen im Projekt Green Hospital Food. Die Initiative strebt eine klimaneutrale und gesundheitsfördernde Verpflegung im Krankenhaussektor bis 2027 an.

Eine aktuelle Bitkom-Studie belegt, dass die Mehrheit der Deutschen voreingestellte Trinkgeldoptionen an Kartenterminals ablehnt. Vor allem mangelndes Vertrauen in die Weiterleitung der Beträge und die Beeinflussung der Trinkgeldbeträge durch feste Prozentsätze sorgen für Skepsis.

Das Münchner Gastronomiekonzept „Kneipe 80“ soll nach Angaben des Unternehmens künftig auch außerhalb der Stadt umgesetzt werden. Erste neue Standorte sind in Augsburg und am Tegernsee geplant.

Bayerisches Bier ist auch in den USA sehr beliebt. Texaner müssen dafür künftig nicht mehr unbedingt über den großen Teich fliegen. Auch in einer Kleinstadt bei Dallas heißt es bald «O zapft is».

L’Osteria hat ihren ersten Standort in Halle an der Saale eröffnet. Im ehemaligen Kaufhof am Marktplatz bietet das Restaurant Platz für insgesamt 369 Gäste im Innen- und Außenbereich.