Festivalleiter eat! Berlin: Keine Angst vor falschem Besteck beim Essen

| Gastronomie Gastronomie

Gute Kleidung und Wissen über Benimmregeln sind nach Ansicht des Leiters des Feinschmeckerfestivals «eat! Berlin», Bernhard Moser, beim feinen Essen nicht mehr unbedingt notwendig.

«Ich glaube, grundsätzlich, diese Angst vor falschem Besteck und vor der falschen Kleidung, die können wir komplett ausnehmen», sagte Moser dem Inforadio des RBB. «Da sind wir jetzt wirklich nicht mehr in den 80ern oder 90ern.»

Festivalleiter: Sterne-Lokale «enorm entspannt»

Die Sterne-Gastronomie in Berlin ist nach seiner Einschätzung «enorm entspannt geworden». «Die Leute kommen da auch in Jeans und T-Shirts hin», sagte Moser, der Koch, Kellner und Diplom-Sommelier ist.

Das Festival richtet sich nach seinen Angaben an Menschen, die sich die Angebote leisten könnten. «Zum anderen haben wir aber durchaus auch niedrigschwellige Angebote, wo man auch mal für 69 Euro für ein komplettes Menü inklusive Getränkebegleitung ausgeben kann.»

Im Programm wird zum Beispiel am Donnerstag ein «Dicke Dinge Dinner» in der Brasserie Colette von Sternekoch Tim Raue für 279 Euro angeboten, aber auch an verschiedenen Tagen der «Catch of the day»(«Fang des Tages») - ein Drei-Gang-Menü mit Weinprobe im Carl & Sophie Spree Restaurant für 69 Euro. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Weniger Restaurantbesuche, kleinere Bestellungen und schließende Betriebe belasten die Gastronomie. DEHOGA-Schatzmeister Gereon Haumann hofft auf Weihnachten und den Jahreswechsel.

Viele Restaurants und Imbissstuben zeigen bei der Kartenzahlung auf dem Lesegerät inzwischen Vorschläge für bestimmte Trinkgeldbeträge an - und stoßen damit bei vielen Gästen auf Ablehnung.

Der HelloFresh Trend Report 2025 analysiert die Kochgewohnheiten der Deutschen und zeigt eine wachsende Offenheit für internationale Gerichte bei gleichzeitigem Festhalten an Klassikern.

Die Hamburger Trattoria Cuneo ist mit der 22. Walter-Scheel-Medaille geehrt worden. Die Auszeichnung würdigt die Verdienste des Hauses um die europäische Genusskultur und hebt gleichzeitig die historische Bedeutung des deutsch-italienischen Anwerbeabkommens hervor.

Die Gastronomie in Deutschland verzeichnete im Oktober 2025 einen realen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zudem korrigierte das Statistische Bundesamt die Werte für den Monat September nach unten.

Das renommierte Sternerestaurant Meyers Keller in Nördlingen hat Insolvenz angemeldet. Während der Betrieb unter der Leitung von Joachim Kaiser und einem vorläufigen Insolvenzverwalter uneingeschränkt weiterläuft, wird nach einer langfristigen Lösung für den Erhalt des traditionsreichen Hauses gesucht.

Der ifo Geschäftsklimaindex sinkt im Dezember 2025 auf 87,6 Punkte und verdeutlicht die fehlende Aufbruchstimmung in der deutschen Wirtschaft. Während das Verarbeitende Gewerbe und der Handel unter rückläufigen Aufträgen und einem schwachen Weihnachtsgeschäft leiden, meldet die Gastronomie einen starken Jahresabschluss.

Im Zuge der Neupositionierung des Conservatorium Hotels als Mandarin Oriental Conservatorium, Amsterdam eröffnet Anfang 2026 das erste Ottolenghi-Restaurant in den Niederlanden.

Der Lieferando Report 2025 analysiert die aktuellen Entwicklungen im deutschen Liefermarkt. Neben einem massiven Wachstum bei koreanischen Gerichten und viralen Food-Trends etabliert sich der Dienst zunehmend als Lieferquelle für Non-Food-Artikel.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland ziehen Bilanz für das Jahr 2025. Neben der politischen Arbeit im Bundestag und dem Einsatz für einen reduzierten Mehrwertsteuersatz standen soziale Charity-Projekte sowie kulinarische Innovationen im Mittelpunkt.