Gen Z erwartet von Bars mehr als nur Getränke

| Gastronomie Gastronomie

Eine in neun europäischen Ländern durchgeführte Studie des Brauereikonzerns Heineken zeigt veränderte Erwartungen junger Erwachsener an Gastronomiebetriebe. Neben Getränken spielen demnach Essen, Musik, Veranstaltungen und die Atmosphäre eine Rolle.

Die Untersuchung umfasst Österreich, Belgien, Griechenland, Irland, Italien, die Niederlande, Polen, Spanien und das Vereinigte Königreich. Zwischen 60 und 85 Prozent der Befragten erwarten, dass Bars auch in den kommenden zehn Jahren für das gesellschaftliche Lebenwichtig bleiben. Zwischen 83 und 97 Prozent geben an, dass ihre Gemeinschaft oder Gesellschaft etwas verlieren würde, wenn es keine Bars mehr gäbe.

Gäste erwarten künftig mehr als Getränke und Beisammensein

Die Erwartungen an Bars gehen der Untersuchung zufolge über das Getränkeangebot hinaus. In allen neun untersuchten Ländern sagen 62 bis 77 Prozent der Befragten, dass die besten Bars der Zukunft mehr als Getränke bieten müssten. Als weitere Bestandteile nennt die Studie Essen, Musik, Veranstaltungen, Atmosphäre und Gelegenheiten, Zeit miteinander zu verbringen.

Technik gehört dagegen durchgehend zu den am niedrigsten bewerteten Prioritäten. Die Befragten legten demnach mehr Wert auf Gesellschaft, eine einladende Atmosphäre und gemeinsame Erlebnisse als auf ein stärker digitalisiertes Barangebot.

Junge Erwachsene gehen häufiger aus als der jeweilige Landesdurchschnitt

Die Daten widersprechen zugleich der verbreiteten Annahme, dass jüngere Menschen sich zunehmend aus dem Nachtleben zurückziehen. In allen neun untersuchten Märkten gibt die Generation Z – hier definiert als junge Erwachsene im Alter von 18 bis 29 Jahren – an, Bars häufiger zu besuchen als der jeweilige Landesdurchschnitt. Außerdem verbindet diese Altersgruppe Bars häufiger mit dem Kennenlernen neuer Menschen und dem Aufbau sozialer Kontakte.

Der stärkste Rückgang regelmäßiger Barbesuche zeigt sich laut Studie dagegen bei den Millennials im Alter von 30 bis 45 Jahren. Im Vergleich zu vor fünf Jahren verzeichnet diese Gruppe demnach den deutlichsten Rückgang. Die Untersuchung führt dies auf Veränderungen in den Lebensphasen und den damit verbundenen sozialen Gewohnheiten zurück.

Regionale Traditionen prägen die Erwartungen an Bars

Trotz gemeinsamer Entwicklungen unterscheidet sich die Barkultur zwischen den untersuchten Ländern. In Großbritannien und Irland spielen Pubs der Studie zufolge weiterhin eine prägende Rolle. In Spanien sei das gesellige Zusammensein stärker mit Essen verbunden, während in Teilen Südeuropas die Café-Bar-Kultur verbreitet sei.

Joanna Price, Chief Corporate Affairs Officer bei Heineken, erklärte, Bars seien seit Generationen Orte, an denen Freundschaften entstünden, Gemeinschaften zusammenkämen und Geschichten geteilt würden. Die Untersuchung zeige, welchen Stellenwert Bars heute hätten und wie optimistisch die Menschen ihre Zukunft einschätzten. Heineken wolle weiterhin Orte und Erlebnisse unterstützen, die soziale Kontakte ermöglichten.

Die Studie ist Teil der Beschäftigung des Konzerns mit der Rolle gastronomischer Betriebe für soziale Kontakte. Sie schließt an die Reihe „Praise the Bar“ an, in der Heineken Bars und Barkeeper vorstellt.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Münchner Oktoberfest ist bisher ausgesprochen gut besucht. Bis inklusive Mittwoch kamen 5,2 Millionen Besucher, wie aus anonymisierten Mobilfunkdaten hervorgeht. Das waren rund 700.000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das «Fogón Asado» in Buenos Aires steht in der jährlichen Tripadvisor-Rangliste ganz oben in der weltweiten Gunst der Restaurantbesucher. In dem Grilllokal wird Fleisch ähnlich wie Wein verkostet.

Der McChicken wird rund. McDonald’s Deutschland ergänzt sein Hähnchenangebot seit dem 30. September außerdem um zwei befristete McChicken-Varianten, einen weiteren McCrispy, McWings und zwei neue Boxen.

Taco Bell kündigt auf Instagram die Eröffnung seines ersten öffentlich zugänglichen Deutschland-Restaurants für den 3. Oktober in Köln an. Der ursprünglich für den 24. September vorgesehene Start war verschoben worden.

 

ALEX will im Sommer 2028 ein neues Restaurant im Westfield Ruhr Park in Bochum eröffnen. Für den Standort in den geplanten „Wald Terrassen“ sind rund 330 Sitzplätze sowie eine Investition von etwa zwei Millionen Euro vorgesehen.

Am Leipziger Hauptbahnhof eröffnet mit Robyn’s das erste deutsche Robotik-Restaurant. Zwei Roboter bereiten Speisen und Getränke zu, ein Mitarbeiter bestückt die Zutatenmagazine und unterstützt die Gäste.

Im Mai 2027 feiert Starbucks 25 Jahre auf dem deutschen Markt. Zum Internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober blickt das Unternehmen bereits jetzt auf die Entwicklung seiner Kaffeehäuser und die Anpassung an deutsche Vorlieben zurück.

Der Steigenberger Icon Frankfurter Hof eröffnet das neue Gastronomie-Ensemble „Français Jour · Soir“. Tagsüber setzt das Konzept auf französische Bistro-Kultur, abends stehen private Veranstaltungen und Dinner im Mittelpunkt.

Mit Smashed Croissants, Abnehmspritzen und Snacks auf die Hand verändert sich unser Essverhalten. Was hinter dem Snacking-Boom steckt, erklärt die Food-Spezialistin und Trendforscherin Karin Tischer.

Wer über Lieferplattformen bestellt, zahlt nicht nur fürs Essen: Je nach Modell kassieren Lieferdienste 13 bis 30 Prozent Provision. Gleichzeitig behalten sie den direkten Zugang zu den Kundendaten. Für viele Gastronomen wird das zum teuren Geschäft – DEHOGA warnt: Bei solchen Margen können sich nur wenige Restaurants die Zusammenarbeit leisten.