Hackbällchen in Tomatensoße im Sternerestaurant

| Gastronomie Gastronomie

Hackbällchen in Tomatensoße im Sternerestaurant: Das Berliner Nobelhart & Schmutzig serviert seit dem 11. August 2026 Polpette nach einem Familienrezept . Das Gericht ist Teil der Reihe „Wir kochen Heimat“, für die das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Speiselokal kulinarische Erinnerungen von Menschen aus dem Umfeld des Hauses auf die Karte bringt.

Die Polpette sind das fünfte Gericht der im Januar 2026 gestarteten Reihe. Zuvor standen Kohlroulade, Hühnerfrikassee, Beuscherl und Ghormeh Sabzi auf der Karte. Etwa alle zwei Monate greift das Restaurant ein Gericht auf, das nicht von Mitarbeitern des Hauses entwickelt wurde, sondern auf der Erinnerung eines Berliner Gastes basiert.

Die aktuellen Polpette stammen von Nina Serra. Sie kam 2005 nach dem Studium nach Berlin, arbeitet heute als Kindergärtnerin und ist mit Wirt Billy Wagner befreundet. Mit Sardinien verbinde sie nach eigener Aussage wenig. Geblieben sei jedoch der große Topf Polpette, der bei ihren Eltern auf sie warte, sobald sie zu Besuch komme.

Das Rezept ihrer Mutter sei schnell und einfach, weil diese immer viel zu tun gehabt habe. Für kleinteilige Vorbereitungen sei keine Zeit geblieben. Serra habe deshalb selbst die Frage gestellt, ob Hackbällchen mit Tomatensoße überhaupt in eine Sterneküche gehörten.

Micha Schäfer kocht die Familienrezepte zunächst bei den Gästen

Der Weg auf die Karte beginnt nach Angaben des Restaurants in der Küche des jeweiligen Gastes. Micha Schäfer, Kulinarischer Leiter des Nobelhart & Schmutzig, lasse sich zunächst nach Hause einladen und dort das jeweilige Gericht zubereiten. Anschließend koche er es mit seinem Team im Restaurant nach.

Die Rezepte würden dabei nicht verändert. Das Team verzichte nach eigenen Angaben auf Verfeinerungen und eine eigene kulinarische Signatur. Bevor ein Gericht auf die Karte komme, werde es gemeinsam mit dem jeweiligen Paten probiert.

Für die Polpette verwendet das Restaurant Kalbfleisch vom Erdhof Seewalde. Bei den Tomaten werde jeweils neu ausgewählt, was den sardischen Tomaten am nächsten komme. Dazu gibt es geröstetes Sauerteigbrot von Sironi, das Serra an das sardische Civraxiu erinnere, mit dem sie die Polpette zu Hause gegessen habe.

Polpette bleiben noch bis Ende September auf der Karte

Die Polpette sollen bis Ende September 2026 dienstags bis donnerstags von 18 bis 20.15 Uhr sowie ab 21 Uhr angeboten werden. Ein Teller mit Sauerteigbrot kostet 39 Euro pro Person, Nachschlag eingeschlossen. Eine vegetarische Version gibt es nicht. Weitere Gänge aus der aktuellen Speisenfolge lassen sich hinzubestellen.

Ab Oktober soll die Reihe mit Soto Banjar, einer Hühnersuppe mit Ei, Kartoffelpuffer und Limettenblättern, fortgesetzt werden. Eingebracht habe das Gericht Stefanie Djie, die aus Singapur stammt, Wurzeln in Indonesien hat und in New York die Naturweinbar Skin Contact betreibt.

Zum Jahreswechsel ist Albaloo Polo, Safranreis mit Sauerkirschen und in dieser Variante mit Entenfleisch, vorgesehen. Im Spätwinter soll Bigos, ein Sauerkrauteintopf mit Wild und Schwein, folgen. Die genannten Zeiträume seien nach Angaben des Restaurants als Orientierung zu verstehen. Ein Ende der Reihe sei nicht vorgesehen.
Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.