Hagen-Wiest: Ein Sternekoch im Freizeitpark

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Der FAZ-Feinschmecker Jakob Strobel y Serra war mal wieder unterwegs. Dieses Mal verschlug es ihn in Peter Hagen-Wiests Sternerestaurant „ammolite“ im Europapark, das in einer Leuchtturmattrappe untergebracht ist. Dort kocht Hagen-Wiest klassisch inspirierte Haute Cuisine – und das ohne dabei in regionalistischen Dogmatismus zu verfallen, so das Urteil der Edelfeder.  

Seit diesem Sommer erstrahlt das mit zwei Mchelin-Sternen bewertete Restaurant auch in neuem Glanz (Tageskarte berichtete). Der bekannte Hoteldesigner Claudio Carbone war für das Design verantwortlich. „Wir wollten bewusst einen Bruch zur direkten Umgebung, die Gäste sollen zur Ruhe kommen, um das Fine Dining zu genießen“, so Carbone. Der weiche Teppichboden, schwere Stoffe, gedeckte Farbtöne sorgen dafür, dass die Besucher „runterfahren“, sich Zeit nehmen. „90 Prozent des Gourmetgeschäftes spielt sich abends ab“, erklärt Carbone. Die Atmosphäre ist extrem wichtig. „Jeder Platz muss ein Lieblingsplatz sein“, lautete das ehrgeizige Ziel des Designers, der unter anderem das Grand Resort Bad Ragaz in der Schweiz, das St. Regis Mardavall auf Mallorca und das Westin Grand in München eingerichtet hat. 

So durfte sich das Ammolite nach fast sechs Jahren einem ersten Facelift des Designers unterwerfen. Um eine noch angenehmere Atmosphäre zu schaffen, wurde der gesamte Raum mit einer neuen Tapete versehen. Auch der zur Abtrennung der einzelnen Tische vorgesehene Vorhang wurde erneuert. Mit dieser variablen Raumtrennung hat jeder Gast das Gefühl, privat und für sich zu sein.

Neben dem im Eingangsbereich platzierten gläsernen Kubus mit programmierbaren LED-Leuchten empfängt das Ammolite seine Gäste seitdem mit einem neuen Blickfang - dem Kunstwerk „Ammolite 2017“, das eigens für das Fine-Dining-Restaurant von der amerikanischen Künstlerin Mary Ann Toots Zynsky angefertigt wurde. Mehr als 225 Kilometer Glasfäden hat die Künstlerin darin verarbeitet. Die Fäden wurden in leuchtenden Farbkombinationen vereint und mit der Fusingtechnik zusammengeschmolzen. Entstanden ist ein einzigartiges Objekt aus drei Teilen, die fließend ineinander übergehen. Inspiration hat sie in der Architektur und der Farbgebung des Ammolite gefunden. Das Ergebnis strahlt Zartheit, Glanz, Tiefe und Emotion aus. Toots Zynskys Glasfaden-Objekte sind weltweit gefragt, sie stellt in Sammlungen großer Museen in den USA, Japan, Australien, Frankreich und der Schweiz aus. 


 

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