Hamburger Foodservice Preis für Haferkater, Karls Erlebnis-Dörfer und Henry McGovern

| Gastronomie Gastronomie

Die dfv Mediengruppe hat den 42. Hamburger Foodservice Preis vergeben. Vor rund 400 Vertretern der Wirtschaft wurden das Familienunternehmen Karls Erlebnis-Dörfer sowie das Gastronomiekonzept Haferkater für ihre unternehmerischen Leistungen ausgezeichnet. Zudem erhielt der Investor Henry McGovern einen Ehrenpreis für sein Lebenswerk und sein langjähriges Engagement in der europäischen Systemgastronomie. Die Entscheidung über die Preisträger traf laut Angaben des Veranstalters eine unabhängige Expertenjury aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Fachmedien.

Umsatzwachstum durch Erlebnisgastronomie bei Karls

Das in Rövershagen ansässige Unternehmen Karls Erlebnis-Dörfer unter der Leitung von Geschäftsführer Robert Dahl sicherte sich eine der begehrten Trophäen. Wie aus den Unternehmensdaten hervorgeht, betreibt der Akteur derzeit sieben Standorte mit insgesamt mehr als 70 gastronomischen Einheiten. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Karls seinen gastronomischen Netto-Umsatz um 18 Prozent auf 52 Millionen Euro steigern. Der Gesamtumsatz des Unternehmens belief sich auf 221 Millionen Euro, wobei das Konzept rund 9,5 Millionen Gäste verzeichnete. Die Jury begründete die Wahl damit, dass das Unternehmen Geschichte und Zukunft sowie Tradition und Unternehmertum verbinde. Wörtlich hieß es in der Laudatio: „Karls steht für das, was Gastronomie leisten kann, wenn sie mit Herz, Mut und Fantasie geführt wird.“

Expansion im Bahnhofsgeschäft durch Haferkater

Als weiterer Preisträger wurde das Berliner Unternehmen Haferkater geehrt. Die im Jahr 2014 von Anna Schubert, Leandro Burguete und Levin Siert gegründete Kette hat sich auf Angebote rund um Haferprodukte spezialisiert und ist mittlerweile an 33 Standorten vertreten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Gastronomie in Bahnhöfen. Laut den vorliegenden Zahlen erwirtschaftete Haferkater im Geschäftsjahr 2025 einen gastronomischen Netto-Umsatz von 21 Millionen Euro. Die Expansion erfolgt primär über Franchise-Partner und wurde zuletzt auf Standorte in Frankreich und Österreich ausgeweitet. Die Jury hob hervor, dass Haferkater ein Vorbild für unternehmerische Integrität und nachhaltiges Wachstum in einem anspruchsvollen Marktumfeld darstelle.

Ehrenpreis für Investor Henry McGovern

Der diesjährige Ehrenpreis ging an Henry McGovern, der über drei Jahrzehnte die Entwicklung der Restaurantgruppe AmRest maßgeblich beeinflusste. Unter seiner Führung wuchs das Unternehmen auf rund 55.000 Mitarbeiter in 26 Ländern an. Nach seinem Ausscheiden aus dem operativen Geschäft im Jahr 2015 gründete er die Investmentgesellschaft McWin Partners. Über diese Plattform hält McGovern Beteiligungen an Marken wie L’Osteria, Dean & David sowie Burger King Deutschland. Die Jury würdigte McGovern als Impulsgeber, der für unternehmerische Weitsicht und gesellschaftliches Engagement stehe. In der Begründung wurde betont: „Henry McGovern steht für unternehmerische Weitsicht, Dialogbereitschaft und gesellschaftliches Engagement.“

Der Preis wird seit 1983 jährlich durch die in Frankfurt am Main ansässige dfv Mediengruppe verliehen. Die Auszeichnung wird traditionell am ersten Abend der Internorga im Rahmen einer Festveranstaltung im Grand Elysée in Hamburg vergeben.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ab 22 Uhr gibt es im Münchner Univiertel künftig kein Bier mehr zu kaufen. Damit versucht die Stadt erneut, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Zwei Betriebe hatten bis zuletzt nicht mitziehen wollen.

60 Seconds to Napoli expandiert in der Domstadt und nimmt am 12. September den zweiten Standort im Mediapark in Betrieb. Neben dem bestehenden Betrieb am Heumarkt erweitert das Unternehmen damit sein Angebot in Köln.

Taco Bell will sein erstes öffentlich zugängliches Restaurant in Deutschland in Köln eröffnen. Der Franchisepartner Feel Better Holding bestätigt den Deutschland-Auftakt in der Domstadt, während auch in Bonn und Bayern Vorbereitungen laufen.

Ein neuer Report der US-amerikanischen National Restaurant Association untersucht die Bedeutung von Getränken für Restaurantbesuche. 50 Prozent der befragten erwachsenen Gen Z und 47 Prozent der Millennials kaufen demnach mindestens einmal pro Woche ausschließlich Getränke in Restaurants.

Vergangenes Jahr wurde er mit einer Flasche im Gesicht verletzt, seitdem kämpft Kneipenwirt Simsit für mehr Sicherheit in seinem Viertel: Das Alkoholkonsumverbot, das er initiierte, zeigt Wirkung.

Pommes Freunde leitet eine weitere Phase der Expansion im österreichischen Markt ein. Nach der Eröffnung des ersten Standorts in Wien strebt das Unternehmen den Aufbau eines flächendeckenden Filialnetzes an. Pro Jahr sind etwa fünf Neueröffnungen vorgesehen.

Die Plattform Listflix hat die Verteilung von Dönerläden in deutschen Großstädten für das Jahr 2026 ausgewertet. Dabei zeigt sich eine ungleiche regionale Versorgungsdichte, wenn die Anzahl der Betriebe auf die jeweilige Einwohnerzahl bezogen wird.

Sodexo Deutschland übernimmt die gesamte Gastronomie und das Event-Catering im neuen DKB-Campus Upbeat in Berlin. Die Zusammenarbeit umfasst auf 35.000 Quadratmetern Fläche mehrere Gastronomiebereiche sowie Konferenzservices.

Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés und Eissalons in Baden-Württemberg haben im Juni 2026 real 7,2 Prozent weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr lagen ihre preisbereinigten Umsätze 5,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Biertreber als Appetizer, Futter nach Geheimrezept: Auf Gut Karlshof leben die Ochsen, die bald auf der Wiesn verspeist werden. Warum einer Sebastian heißt - und wie seine Haut zur Schürze wird.