Hamburgerin eröffnet Eisdiele in Kapstadt

| Gastronomie Gastronomie

Kein Sommer ohne Eis. Schon als kleines Mädchen maß die Hamburgerin Lena Sönnichsen den Erfolg eines Ferientags am Eis-Konsum: Zwei Eis waren ein guter Tag, drei der perfekte. Jetzt hat sich die 45-Jährige ihr Lieblingsdessert zum Beruf gemacht. Die Frau aus Blankenese hat eine Trend-Eisdiele in der südafrikanischen Touristenmetropole Kapstadt eröffnet, in der jedes Jahr auch Zehntausende Deutsche Urlaub machen.

Warum Kapstadt? Zunächst hatte Sönnichsen ihr Job immer wieder zum Südzipfel Südafrikas geführt, als sie als Kommunikationsmanagerin für Airbnb arbeitete. Sie verliebte sich in die Stadt, die für hohe Lebensqualität und erstklassige Gastronomie bekannt ist, und wollte länger dort leben. Was als Scherz begann - «Ich mach mal eine Eisdiele auf» - entwickelte sich zu einer konkreten Idee, die Sönnichsen systematisch umsetzte.

So erfüllte sich Sönnichsen den Traum von der eigenen Eisdiele

Sie arbeitete einen Sommer in einer Berliner Eisdiele. Darauf folgte ein Kurs in Koch’s Eisfachschule in Werl am Rhein. Im Februar fand Sönnichsen dann eine Ladenfläche in guter Position im Stadtzentrum von Kapstadt – und entschied sich, ihren Traum wahrzumachen. «Ich liebe das Produkt und alles, wofür es steht», sagt sie. Eis, das sei ein kleiner Moment der Lebensfreude, ein Alltagsluxus, der an Kindheit, Urlaub und Sommer erinnere.

Den ersten Kunden scheint es am Tag der Eröffnung zu schmecken. «Meine Frau und ich sind große Eisfans. Als wir von der Eisdiele auf Instagram gelesen haben, haben wir uns gleich ins Auto gesetzt», sagt der Kapstädter Brent Smith. «Hier gibt es einige Geschmacksrichtungen, die ich sonst noch nirgends gesehen habe.»

Blaubeere-Mascarpone, Marzipan-Birne oder auch Gin-Tonic-Eis

Die Eissorten von «Tadaa!» sind kreativ und handwerklich hergestellt, mit ausschließlich natürlichen Zutaten. Statt Minzöl oder künstlichen Geschmacksstoffen gibt es beispielsweise nur frische Minze. Hinter der Theke locken ungewöhnliche Sorten wie Lakritz-Weiße Schokolade, Blaubeere-Mascarpone, Marzipan-Birne, Milchreis mit Kirschen oder Basilikum. Für Erwachsene gibt es zudem alkoholische Eissorten wie Gin Tonic. Später soll eine mit Wein dazukommen. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Bayerische Oberste Landesgericht hat die Vergabe der Festzelte Paulaner und Schottenhamel für das Oktoberfest 2026 bestätigt. Ein Wirt hatte eine europaweite Ausschreibung gefordert.

Vier Gastronomiebetriebe haben das Finale der Uber Eats Awards 2026 erreicht und treten am 26. Oktober 2026 in Berlin gegeneinander an. Eine Jury um Tim Raue entscheidet über die Vergabe von insgesamt 55.000 Euro Preisgeld.

Der Leaders Club Deutschland besteht seit 25 Jahren und zählt inzwischen mehr als 450 Mitglieder aus über 230 Unternehmen. Das Jubiläum wird am 13. November 2026 im Rahmen des Leaders Club Award in Hamburg gefeiert.

Die Althoff Hotels starten mit dem Althoff Eats Club ein kostenfreies Angebot rund um Kulinarik, Wein und Reisen. Grand Chef Joachim Wissler teilt Restaurantempfehlungen und stellt Produzenten sowie kulinarische Entdeckungen vor.

Pizza Pilgrims kündigt sein erstes deutsches Restaurant für den 2. November 2026 in München an. Ein zweiter Standort soll im Januar 2027 folgen; insgesamt strebt die Marke bis zu 50 Standorte in Deutschland an.

Bayerns Gastronomie verzeichnete im August 2026 einen realen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Beherbergung erzielte dagegen preisbereinigt ein Plus von 2,6 Prozent.

Die Deutsche Kreditbank (DKB) hat gemeinsam mit Sodexo den neuen Campus „Upbeat“ in der Berliner Europacity eröffnet. Sodexo übernimmt die gastronomische Versorgung sowie weitere Bewirtungsleistungen am Standort.

Das Bristol Berlin hat am Kurfürstendamm das Restaurant Flaneur eröffnet. Die Brasserie bietet französisch geprägte Küche und verfügt über 120 Plätze im Innenbereich sowie 86 Terrassenplätze.

Das Hotel der Stern in Bad Hersfeld kündigt die Schließung des L’étable zum 2. Januar 2027 an und nennt fehlende Gäste als Grund. Küchenchef, Restaurantleiter und Mitarbeiter würden im Haus bleiben und an einem neuen gastronomischen Konzept mitarbeiten.

An einer Tankstelle in München kann man sich von einem Kochroboter Käsespätzle, Kaiserschmarrn oder eine asiatische Tom-Kha-Gai-Suppe kochen lassen. In etwa fünf Minuten bereitet der autonome Koch eine warme Mahlzeit zu.