KochCup: Nachwuchstalente kochen nachhaltig zur EM 2024

| Gastronomie Gastronomie

Die Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land ist bestens gestartet. Gastronomen und Hoteliers präsentieren sich als offene, herzliche und professionelle Gastgeber. Die deutsche Mannschaft hat sich als Gruppensieger für das Achtelfinale am kommenden Samstag qualifiziert. Die Vorfreude ist groß – auch auf die nächsten Spiele der anderen Mannschaften. Das Megaevent hat aber nicht nur sportlich jede Menge zu bieten, sondern bringt auch wichtige Impulse für das Gastgewerbe.

Eines ist dabei auch klar: Ohne gesunde, gute Ernährung gibt es keine Höchstleistungen. Um nachhaltige Ernährung zu fördern, wurde der KochCup ins Leben gerufen. Beim vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) geförderten und vom Dehoga Bundesverband unterstützten Azubi-Wettbewerb zur Europameisterschaft dreht sich alles um nachhaltige Rezepte, die nicht nur Körper und Seele, sondern auch dem Klima guttun. Denn die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland soll ein voller Erfolg werden – auch als erste klimaverantwortliche EM. Gemeinsames Anliegen ist es, Auszubildende zur Köchin beziehungsweise zum Koch und zur Fachkraft Küche zu inspirieren, gesunde, leckere und dabei planetenfreundliche, nachhaltige Mahlzeiten zu kreieren.

Vor Kurzem wurden die Gewinner des Wettbewerbs gekürt. Den ersten Platz erreichte Lucie Fischer Chapalain aus Potsdam mit ihrem Gericht „Aus der Erde zum Teller“. Leon Girrbach aus Berlin schaffte es auf den zweiten Platz mit seinem Gericht „Kürbis trifft Lauch“. Jens Kleinfelder aus Hamburg belegte den dritten Platz mit einer Kreation aus „Buchweizen-Falafel mit Miso-Rosenkohl, Rote-Bete-Humus und Grünkohlsalat“. Hier erzählen die drei Nachwuchsstars, was sie bewegt, was sie antreibt und wie es jetzt für sie weitergeht.   ​​​​​​​

Lucie Fischer Chapalain: französische Wurzeln und nachhaltige Visionen
Lucie Fischer Chapalain ist die strahlende Gewinnerin des KochCups. Mit ihrem Gericht aus Kräuterstulle, Möhrenpüree, Gnocchetti und wilden Blumen hat sie die Jury überzeugt. „Es ist einfach schön zu sehen, wie sich mein Rezept im Laufe der Zeit entwickelt hat und wie es bei den Leuten angekommen ist“, sagt die 22-Jährige stolz. Für Lucie ist der Sieg eine Bestätigung dafür, dass harte Arbeit und Leidenschaft sich auszahlen. Ihre Inspiration schöpft Lucie aus allen Sinneseindrücken, die sie umgeben. „Ich finde Inspiration in allem um mich herum - sei es das, was ich sehe, höre, anfasse, rieche oder schmecke“, erklärt sie.

Leon Girrbach: Botschafter für regionale und saisonale Aromen
Leon Girrbach aus Berlin ist einer der talentierten Teilnehmer des KochCups und hat mit seinem Gericht aus Kürbis und Lauch die Jury beeindruckt. „Bereits vor meiner Teilnahme am KochCup begann mein Interesse hinsichtlich wettbewerblichem Kochen. Und dieser KochCup hat mich aufgrund seiner nachhaltigen Orientierung und des pflanzenbetonten Fokusses besonders gereizt“, erklärt Leon. Sein Gericht, das den Fokus auf regionale und saisonale Zutaten legt, zeigt die Vielseitigkeit von Kürbis und Lauch in verschiedenen Texturen und Geschmäckern. „Manchmal ist weniger mehr“, betont er.

Jens Kleinfelder: Aus Überzeugung Bio
Jens Kleinfelder aus Hamburg ist einer der Teilnehmer des KochCups und hat mit seinem Gericht aus Buchweizenfalafel, Sojacreme, Miso-Rosenkohl, Rauch-Rote Bete Humus und Grünkohl beeindruckt. „Die Intention meines Gerichtes war, dass mit regionalen Lebensmitteln ein mit internationalen Einflüssen geprägtes Gericht entsteht“, erklärt Jens. Alle Zutaten, bis auf die Gewürze, stammen aus der Region Hamburgs und umliegenden Gebieten. Seine Ausbildung im Bio-Restaurant Wolfs Junge hat seine Leidenschaft für nachhaltiges Kochen weiter gefestigt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Althoff Seehotel Überfahrt schließt die Neugestaltung der Überfahrer Bar ab. Neben einem neuen Designkonzept setzt Barchef Christian Chilla auf eine Mischung aus Klassikern und monatlich wechselnden Eigenkreationen.

Im Terminal 1 des BER hat die neue Bar Adler & Bär eröffnet. Auf 210 Quadratmetern bietet Betreiber Casualfood Klassiker mit regionalem Bezug, die in Form von kleinen Portionen oder Zwischenmahlzeiten serviert werden.

Das Kölner Restaurant NOI sichert sich den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026 auf der Internorga. Das Konzept überzeugt durch die Verbindung von italienischer Tradition, Gemeinschaftsgefühl und effizienter Datenanalyse per KI.

Das frühlingshafte Wetter lockt Menschen in die Eisdielen. Neben neuen Sorten warten dort mancherorts auch erneut gestiegene Preise. Doch es gibt auch Möglichkeiten zum Sparen.

16 Köche kämpfen in der Münchener Allianz Arena um den Einzug in das Finale des „Koch des Jahres“. Der Wettbewerb setzt 2026 auf ein neues Konzept rund um Kindheitserinnerungen und internationale Vielfalt.

Mit der Eröffnung im Mandarin Oriental Conservatorium bringt Yotam Ottolenghi sein Gastronomiekonzept erstmals nach Amsterdam. Das Restaurant setzt auf regionale Produkte, ein pflanzenfokussiertes Menü und ein Design des langjährigen Partners Alex Meitlis.

Wegen Sanierungen im Nassauer Hof zieht das Wiesbadener Sternerestaurant Ente ab März 2026 vorübergehend in das Kloster Eberbach um. Das bewährte Team um Küchenchef Michael Kammermeier bleibt erhalten und setzt künftig verstärkt auf regionale Produkte im historischen Pfortenhaus.

Das Hamburger Start-up goodBytz liefert mit SAM eine vollautomatische Containerküche an die U.S. Army nach Südkorea. Das System ermöglicht die frische Zubereitung von bis zu 30 Mahlzeiten in wenigen Minuten – und das unabhängig von lokaler Kücheninfrastruktur.

Das Noma in Kopenhagen gilt als eines der besten Restaurants der Welt. Doch Ex-Mitarbeiter werfen Chefkoch Redzepi laut «New York Times» Gewalt und Demütigungen vor. Jetzt zieht der Däne Konsequenzen.

Eine Woche vor der offiziellen Vorstellung der vollständigen Restaurantselektion 2026, hat der Guide Michelin die diesjährigen Preisträger des Bib Gourmand für Österreich bekannt gegeben. Wie die Organisation mitteilt, erhalten in diesem Jahr 26 Restaurants die Auszeichnung neu.