McDonald’s bleibt wertvollste Restaurantmarke weltweit

| Gastronomie Gastronomie

Die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit kommen im Jahr 2026 zusammen auf einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. Das geht aus dem Bericht „Restaurants 25 2026“ der Unternehmensberatung Brand Finance hervor. Nach Angaben des Unternehmens entspricht das einem Anstieg von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Laut Mitteilung führt McDonald’s das Ranking erneut an. Der Markenwert der Fast-Food-Kette stieg demnach um fünf Prozent auf 42,6 Milliarden US-Dollar. Brand Finance begründet dies unter anderem mit der weltweiten Präsenz des Unternehmens und stabilen Franchise-Einnahmen. Gleichzeitig verweist das Unternehmen auf eigene Daten, wonach Preisfragen die Wahrnehmung der Marke in Märkten wie den USA und Großbritannien beeinflussten.

Starbucks belegt laut Bericht weiterhin Rang zwei. Der Markenwert sank nach Angaben von Brand Finance um vier Prozent auf 37 Milliarden US-Dollar. Als Grund nennt das Unternehmen unter anderem einen zunehmenden Wettbewerb in China. KFC folgt auf Platz drei und erreichte laut Mitteilung einen Markenwert von 16,5 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von acht Prozent entspricht.

Brand Finance sieht steigenden Wettbewerbsdruck im Restaurantmarkt

Nach Angaben von Brand Finance wächst die Branche weiterhin durch Filialerweiterungen sowie eine stärkere Nutzung von Lieferdiensten, Abholangeboten und Schnellgastronomie. Seit der ersten Ausgabe des Berichts im Jahr 2015 sei der kombinierte Markenwert der zehn führenden Restaurantmarken um rund 20 Prozent gestiegen.

Alex Haigh, Geschäftsführer Asien-Pazifik bei Brand Finance, erklärte laut Mitteilung: „The global restaurants sector is demonstrating remarkable growth, but our data shows that scale alone is no longer enough to secure long-term success.“

Weiter sagte Haigh: „Looking ahead, brands that can balance disciplined expansion with trust, consistency, and clear value propositions will be best positioned to thrive in an increasingly competitive, cost-conscious market.“

Chick-fil-A verzeichnet laut Bericht stärkstes Markenwachstum

Den größten Zuwachs unter den untersuchten Marken erzielte laut Brand Finance Chick-fil-A. Der Markenwert stieg demnach um 44 Prozent auf 8,1 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen führt dies auf Umsatzentwicklung und Expansion in den USA zurück.

Auch chinesische Marken legten laut Bericht zu. Luckin Coffee erreichte nach Angaben von Brand Finance einen Markenwert von 2,4 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 40 Prozent. Mixue wurde mit einem Markenwert von 4,6 Milliarden US-Dollar neu in das Ranking aufgenommen und belegte Rang zwölf.

Brand Finance erklärt dazu, dass diese Marken vor allem auf Preisorientierung und Skalierung setzten. Gleichzeitig verweist das Unternehmen auf eine zunehmende Preissensibilität bei Verbrauchern in mehreren Märkten.

Haidilao bleibt laut Brand Finance stärkste Restaurantmarke

Bei der Markenstärke erreichte Haidilao laut Bericht erneut den höchsten Wert. Die Restaurantkette kam nach Angaben von Brand Finance auf einen sogenannten Brand Strength Index von 89,5 von 100 Punkten sowie die Bewertung „AAA“. Der Markenwert stieg demnach um 22 Prozent auf 4,4 Milliarden US-Dollar.

Auf Rang zwei der stärksten Marken folgt laut Bericht Greggs mit einem Wert von 88,2 Punkten. McDonald’s belegt mit 88,1 Punkten Platz drei. Brand Finance weist zugleich darauf hin, dass die Markenstärke mehrerer führender Unternehmen im Jahresvergleich zurückgegangen sei.

Der Bericht basiert laut Unternehmen auf eigenen Marktanalysen, öffentlich zugänglichen Daten sowie dem sogenannten „Royalty Relief“-Verfahren zur Markenbewertung.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Michelin Guide Deutschland 2026 umfasst insgesamt 339 Sterne-Restaurants im gesamten Bundesgebiet. Das Restaurant L.A. Jordan in Deidesheim steigt als Neuzugang in die Drei-Sterne-Kategorie auf, während vier Betriebe zwei Sterne erstmals erhalten.

Mit der Verleihung von drei Michelin-Sternen gehört das L.A. Jordan in Deidesheim zur Spitzengruppe der ausgezeichneten Restaurants. Veröffentlicht wurden nun auch Auszüge aus den Bewertungen der Michelin-Inspektoren zu mehreren Menügängen.

Der Michelin Guide hat elf verbreitete Irrtümer rund um Sterne, Inspektoren und Bewertungsverfahren aufgegriffen. Die Organisation erläutert dabei ihre Kriterien für die Auszeichnung von Restaurants und die Arbeitsweise ihrer Prüfer.

Das Berliner Zwei-Sterne-Restaurant Facil startet zum 25-jährigen Jubiläum eine sechsteilige Podcastreihe mit Reiner Veit. Das Audioformat beleuchtet ab dem 24. Juni 2026 die Geschichte und die personelle Kontinuität des Gastronomiebetriebs.

Bei den Frankfurter Gastro Talent Awards 2026 wurden Liv Geller als Kochtalent und Mihail Zaiat als Bartalent ausgezeichnet. Die Veranstaltung kehrte nach einer dreijährigen Pause als Teil des Rahmenprogramms der Michelin-Gala zurück.

Am Dienstag gibt der Guide Michelin in Frankfurt am Main die neuen Sterne für Deutschland bekannt. Bereits eine Woche zuvor hatte der Restaurantführer zehn neue Bib-Gourmand-Auszeichnungen veröffentlicht.

Starbucks Korea hat nach einem Werbe-Skandal sämtliche der über 2.000 Filialen in Südkorea vorzeitig geschlossen. Die Cafés wurden am Nachmittag dichtgemacht, damit Mitarbeiter an einer verpflichtenden Geschichtsschulung teilnehmen können.

Der Dresdner Historiker Andreas Rutz sieht Restaurants, Kneipen und gemeinsames Essen als wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Zugleich beobachtet er einen Wandel der Esskultur durch Fast Food, To-go-Angebote und veränderte Lebensgewohnheiten.

Der Wirt Alexander Egger bleibt bei einer Klage gegen die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest erneut erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies seinen Eilantrag ab. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen.

Lidl hat in Dundonald bei Belfast seinen ersten Pub eröffnet. Hintergrund sind besondere Regelungen des nordirischen Alkoholrechts, die dem Discounter den Verkauf alkoholischer Getränke in einer Gaststätte ermöglichen.