Mexiko: Restaurants öffnen trotz Verbot

| Gastronomie Gastronomie

Auch in Mexiko hat die Corona-Pandemie für massive Beschränkungen des öffentlichen Lebens gesorgt. In Mexiko-Stadt sperrten am Montag trotzdem hunderte Restaurants die Türen auf. Das sei kein Akt der Rebellion, sondern ein Akt der Verzweiflung, erklärte einer der Wirte Medienberichten zufolge. Die einzige andere Option sei der Tod.

Der Gastronom hat in seinem Restaurant Platz für bis zu 200 Gäste. Am Montag ließ er trotz Verbot 48 hinein. Ein Kellner überprüfte die Körpertemperatur der Gäste und bat sie, sich die Hände zu desinfizieren. Den Berichten zufolge erklärte ein weiterer Gastronom, der sich ebenfalls an der Aktion beteiligte, dass sie lediglich zehn Prozent des Vorkrisen-Umsatzes erwirtschaften würden. Außer-Haus-Lieferungen könnten die massiven Verluste nicht wettmachen. 
 

#Wirmachenauf auch in Deutschland 

Auch in Deutschland gab es in den vergangenen Tagen Bestrebungen, Geschäfte und Restaurants trotz Lockdown wieder zu öffnen. Einer der Initiatoren der bundesweiten Kampagne #Wirmachenauf hatte seinen Laden am Montag jedoch geschlossen gelassen. «Er hat nicht aufgemacht, ein Eingreifen war nicht notwendig», sagte ein Sprecher der Stadt Krefeld, die mit ihrem Ordnungsdienst am Ort war. Die Corona-Schutzverordnung sei nicht verletzt worden (Tageskarte berichtete).

Aus Protest gegen den Corona-Lockdown wollte auch ein Gastronom in Gmund am Tegernsee ab Montag sein Bistro wieder öffnen. Nach Zuspruch aus der rechten Szene und durch bekannte Corona-Leugner zog der Betreiber seine Ankündigung jedoch wieder zurück.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Kneipe 80 expandiert mit neuen Standorten am Tegernsee und in Augsburg. Parallel führt das Unternehmen mit dem Format „Kiosk 80“ ein weiteres Konzept für kleinere Flächen ein.

Weissenhaus erweitert sein gastronomisches Angebot im Schloss um das Restaurant NAMI und die Bar 1896. Zuvor hatte das Zwei-Sterne-Restaurant Courtier nach dem Weggang seiner Leitung den Betrieb eingestellt.

Starbucks hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Unternehmen meldet höhere vergleichbare Umsätze und hebt seine Jahresprognose an.

Neue Daten des Bundes der Steuerzahler zeigen deutliche Unterschiede bei Terrassengebühren in deutschen Städten. Die Spannweite reicht von 0 bis 2.000 Euro für einen einheitlichen Musterbetrieb.

Kochroboter, kein Gastraum, alles für die Auslieferung: Wie eine Küche in Frankfurt den Gastronomie-Alltag verändern könnte – und warum menschliche Gastfreundschaft trotzdem unverzichtbar bleibt.

Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht erwägt der amerikanische Fast-Food-Anbieter Kentucky Fried Chicken einen Rückzieher. KFC Deutschland teilte auf Anfrage mit, dass die Gespräche mit dem Bielefelder Dönerunternehmen Krispy Kebab zwar noch liefen, diese seien aber «herausfordernd».

Die Münchner Giesinger Brauerei drängt auf die Wiesn - und bekommt dafür nun Rückenwind von jemandem, der in der Sache künftig was zu sagen hat.

Die Sonne scheint, die Menschen genießen den Kaffee wieder im Freien. Die Gastronomen werden von den Städten im Land jedoch ganz unterschiedlich stark zur Kasse gebeten. Der Steuerzahlerbund meint: Weg damit!

Das Restaurant Greta Oto im Hamburger Conrad Hotel wurde mit dem Genuss-Michel 2026 in der Kategorie „Weltweit“ ausgezeichnet. Die MHP Hotel Group wertet den Preis als Bestätigung für ihre Strategie international ausgerichteter Gastronomiekonzepte.

Eine aktuelle Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen aufgrund gestiegener Preise seltener essen geht, während das Preis-Leistungs-Verhältnis zum entscheidenden Faktor bei der Wahl des Restaurants geworden ist.