Michelin sagt Sterneverleihung wegen Coronavirus ab

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Der Restaurantführer Guide Michelin hat die für Dienstag geplante Sterneverleihung in Hamburg wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt. Als Grund nannte Michelin Europe North am Samstag in einer Mitteilung die gesundheitlichen Risiken für die Teilnehmer. Die Auszeichnung der Restaurants erfolge in einer «digitalen Pressekommunikation». Wie Michelin-Sprecher Florian Flaig sagte, steht noch nicht fest, wie diese Kommunikation aussehen wird. «Aber wir versuchen, etwas zu finden, was der Wertschätzung gegenüber den Köchen entgegenkommt.»

Zu der in der Hamburger Handelskammer geplanten Veranstaltung wurden rund 400 Besucher aus der Spitzengastronomie erwartet. Die Veranstaltung hätte neben der Verleihung der Michelin-Sterne unter anderem ein Walking Dinner und eine Aftershow-Party beinhaltet.

Weitere Inhalte insbesondere über die künftigen Träger der begehrten Sterne waren nicht bekannt. Alle Informationen zur Präsentation des neuen Restaurantführers unterliegen stets der Geheimhaltung. Auch die Köche wissen nicht, ob und mit wie vielen Sternen sie ausgezeichnet werden.

Die ersten Michelin-Sterne in Deutschland wurden 1966 verliehen. Im vergangenen Jahr waren 309 Restaurants ausgezeichnet worden, 9 mehr als 2018. Auffällig war auch der sehr geringe Frauenanteil und dass keine einzige Köchin in der höchsten Klasse mit drei Auszeichnungen zu finden war.

Hochburgen für Gourmets sind Millionenstädte wie Berlin, Hamburg und München. Aber auch kleine Orte wie Andernach in Rheinland-Pfalz mit zuletzt zweimal einem und einmal zwei Sternen oder Baiersbronn im Schwarzwald, das 2019 mit zwei Drei-Sterne-Restaurants und zwei Häusern mit einem Stern gelistet war. (dpa)


 

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