MV: Fristverlängerung für Umstellung auf manipulationssichere Kassen

| Gastronomie Gastronomie

Mecklenburg-Vorpommerns Händler und Gastwirte bekommen für die gesetzlich vorgeschriebene Umstellung ihrer Kassensysteme auf höhere Sicherheitsstandards mehr Zeit. Die Fristverlängerung bis zum 31. März 2021 traf sowohl beim Branchenverband Dehoga als auch beim Steuerzahlerbund des Landes auf Zustimmung.

«Die Unternehmen erfahren damit in einer schwierigen Zeit zumindest etwas Entlastung», betonte Landesgeschäftsführerin Diana Behr am Dienstag unter Hinweis auf die Corona-Folgen, unter denen vor allem auch das Gastgewerbe zu leiden habe.

Die Finanzminister aus mehreren Bundesländern geben Händlern und Gastwirten inzwischen mehr Zeit bei der technischen Umstellung der Kassensysteme. Eigentlich müssen Unternehmen bis Ende September manipulationssichere Sicherheitssysteme (TSE) in ihre Registrierkassen einbauen. (Tageskarte berichtete)

Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands in Mecklenburg-Vorpommern, Lars Schwarz, bezeichnete den zeitlichen Aufschub als richtigen Schritt, der insbesondere kleinen Unternehmen helfe. «Allerdings dürfen sich die Unternehmen an dieser Stelle nicht zurücklehnen», mahnte er. Die Fristverlängerung gelte nur, wenn nachweislich bis spätestens 30. September 2020 eine verbindliche Bestellung oder ein Auftrag zur Umrüstung der Kasse mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung ausgelöst sei.

Das Bundesfinanzministerium verlangt, dass Firmen bis Ende September manipulationssichere technische Sicherheitssysteme in ihre Registrierkassen einbauen. Per Erlass hatte aber Landesfinanzminister Reinhard Meyer (SPD) die Frist für die technische Umstellung um ein halbes Jahr verlängert. Als Grund nannte er neben den Folgen der Corona-Krise auch die aufwendige Umstellung auf die geänderten Mehrwertsteuersätze. Hinzu komme, dass eine technische Lösung für cloudbasierte Kassensysteme noch immer nicht freigegeben sei. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Taco Bell konkretisiert den Zeitplan für seinen Deutschlandstart. Das erste öffentlich zugängliche Restaurant der US-Kette soll Ende September in Köln eröffnen. Betreiberin ist die Feel Better Holding.

Klüh Catering verantwortet ab sofort den gesamten gastronomischen Betrieb am EUREF-Campus Berlin und integriert dabei vier verschiedene gastronomische Konzepte sowie digitale und nachhaltige Prozesse.

Die Köche-Jugendnationalmannschaft hat in Berlin ihr Wettbewerbsmenü unter realistischen Bedingungen präsentiert. Rund 70 geladene Gäste verfolgten die Generalprobe auf dem Gelände der Julius-Leber-Kaserne.

Seit dem 1. September ist ein Cheeseburger der Kette Hans im Glück auf ausgewählten Kontinentalstrecken der Lufthansa verfügbar. Das Angebot richtet sich an Fluggäste in der Economy Class und muss vorbestellt werden.

Zu schwere Blumenkübel, unerlaubter Witterungsschutz und zahlreiche Bescheide: Frankfurter Gastronomen kritisieren die Regeln für ihre Außenflächen. Die Initiative Gastronomie Frankfurt fordert von der künftigen Stadtregierung klare Vorgaben und bessere Bedingungen für eine ganzjährige Außengastronomie.

Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde hat nach einer Branchenuntersuchung Ermittlungen wegen des Verdachts des Marktmachtmissbrauchs bei Online-Lieferplattformen eingeleitet. Welche Plattform oder welche Plattformen Gegenstand der Ermittlungen sind, nennt die Behörde nicht.

Ein Streit um den Alkoholausschank in einer Gießener Vereinsgaststätte beschäftigt die Justiz. Die Pächter wollen aus Konzeptgründen kein Bier und andere alkoholische Getränke servieren, der Tennisclub hat ihnen deshalb fristlos gekündigt. Nun soll ein Güterichter helfen. Grundsätzliche Fragen stellen sich: Gibt es ein Gewohnheitsrecht auf Alkohol?

Schauspielerin Gwyneth Paltrow hat mit ihrer Marke Goop Kitchen ihr erstes Restaurant mit Sitzplätzen eröffnet. Der neue Standort befindet sich im kalifornischen Del Mar bei San Diego. Damit bricht das Unternehmen erstmals mit der bisherigen Ausrichtung als reiner Lieferbetrieb. 

The Flower Bar übernimmt ab September eine Fläche von LAP am Hamburger Schulterblatt und startet dort ein gemeinsames Store-Konzept mit Açaí, Blumen, Kaffee und Matcha. Bewährt es sich, sind ähnliche Kooperationen auch in anderen Städten denkbar.

Am 7. September eröffnet im Palais Coburg in Wien das neue Restaurant Prunkräume. Das gastronomische Angebot in den historischen Salons des ersten Stocks reicht vom täglichen Brunch bis hin zum Dinner.