Produktionsfirma rechtfertigt sich nach Tierschutzbund-Klage gegen Frank Rosin

| Gastronomie Gastronomie

Der Deutsche Tierschutzbund hat Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen Frank Rosin gestellt. Wie die Tierschützer berichteten, soll Rosin in der Sendung „Wer kocht das Beste für die Gäste?“ lebende Flusskrebse in einen Topf mit heißem Fett geworfen haben. 

Neben dem Verdacht der ordnungswidrigen Tötung der Flusskrebse erhebt der Tierschutzbund auch Vorwürfe wegen der Lagerung der Tiere. So sei zu sehen gewesen, wie Rosin die Flusskrebse in einer Glasschale ohne Wasser aus dem Vorratsraum zur Küche im Senderstudio transportierte. Nicht verwendete lebende Exemplare habe er in der wasserlosen Schale auf der Küchenarbeitsplatte beiseite gestellt.

Nun hat sich die Produktionsfirma Endemol Shine Germany zu den Vorwürfen geäußert: "Wir nehmen die aktuell kursierenden Meldungen über unsere Sendung "Wer kocht das Beste für die Gäste?" zum Anlass, um uns zu äußern. Die Vorwürfe vom Tierschutzbund in Bezug auf dieses Format nehmen wir überaus ernst. Bei komplexen Produktionen bedienen wir uns an Experten, die uns in Fachfragen beraten. Bei dieser Produktion waren die Spezialisten der Firma Goldencrew beauftragt, vollumfänglich die Vorbereitung und Lagerung der Lebensmittel für die Kochproduktion zu verantworten."

Jan Nöhre, Inhaber der Firma Goldencrew: "Wir von Goldencrew sind die Food Ausstatter und Berater der Sendung "Wer kocht das Beste für die Gäste?". In unserer Verantwortung lagen der Einkauf und die fachgerechte Aufbewahrung der Flusskrebse für diese Produktion. Dieser Verantwortung sind wir möglicherweise nicht in vollem Maße nachgekommen. Dass nun Herr Frank Rosin belastet wird, ist somit nicht korrekt. Vielmehr war er für diese Situation nicht verantwortlich."

Zum Vorwurf der ordnungswidrigen Tötung der Flusskrebse äußerten sich weder die Produktionsfirma noch Goldencrew.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Berliner Restaurant Nobelhart & Schmutzig erweitert sein seit 2015 geltendes Foto- und Videoverbot. Künftig sind auch Smart Glasses im Gastraum tabu. Die Betreiber wollen damit unbemerkte Aufnahmen und mögliche Eingriffe in die Privatsphäre verhindern.

Der Umgang mit nicht wahrgenommenen Restaurantreservierungen wird auch in Thüringen diskutiert. Dehoga-Landeschef Dirk Ellinger hält Anzahlungen oder verrechenbare Reservierungsgebühren unter bestimmten Bedingungen für legitim.

Am Sonntag begann in Oldenburg offiziell die Grünkohlsaison - mit einem Grünkohl-Garten, Grünkohl-Bingo und dem Knüpfen von Perlenarmbändern «als Zeichen der Grünkohlliebe». Das Wintergemüse ist längst zum Spektakel geworden. Doch woher kommt diese Begeisterung?

Die Berliner Meisterköche haben zum 30. Mal ihre Auszeichnungen vergeben. Lode van Zuylen vom Restaurant REMI ist Berliner Meisterkoch 2026. Auch Tanadon Santanaviboon, das Saint Farah und der Rum Trader gehören zu den Preisträgern.

American Express hat die Übernahme der Restaurantreservierungsplattform TheFork von Tripadvisor abgeschlossen. Das Unternehmen soll unter seiner bisherigen Marke weitergeführt werden.

Der Flughafen in Hamburg schreibt fünf Gastronomieflächen und sechs Einzelhandelsgeschäfte europaweit neu aus. Gesucht werden Betreiber für unterschiedliche Gastronomie- und Einzelhandelskonzepte. Die Umsetzung soll schrittweise ab 2028 erfolgen.

L’Osteria hat gemeinsam mit Sarah Engels eine Spendenkampagne für zwei Kinderhilfsorganisationen gestartet. Neben den Einnahmen eines Charity-Konzerts sollen auch freiwillige Spenden beim Kauf einer eigens entwickelten Pizza gesammelt werden.

Das Eatrenalin beginnt am 3. Dezember seine zehnte Saison mit einem neuen achtgängigen Menü. Neben Culinary Director Peter Hagen-Wiest gestalten Tobias Bätz und Stephanie Mittler einzelne Gänge der kulinarischen Reise.

Das Asador Etxebarri in Spanien führt die Rangliste „The 50 Best Restaurants 2026“ an. Mit dem Restaurant Jan in München, dem Steirereck in Wien und dem Schloss Schauenstein in der Schweiz sind auch drei Restaurants aus dem deutschsprachigen Raum vertreten. Frühere Erstplatzierte wie Noma, Geranium und Disfrutar dürfen nicht erneut teilnehmen.

Das Hotel Gebhard in Fiss hat sein Restaurant und die Halbpension durch einen gemeinschaftlichen Gastraum mit Selbstverpflegung ersetzt. Nach Angaben des Inhabers sank die abendliche Personalbesetzung dadurch von sieben auf eine Person.