Restaurants in Kroatien müssen künftig Referenzpreise ausweisen

| Gastronomie Gastronomie

Ab dem 1. Oktober müssen Betriebe im Dienstleistungsbereich in Kroatien neben dem aktuellen Preis zusätzlich einen historischen Referenzpreis angeben. Diese Vorgabe betrifft nach Angaben der Handwerkskammer alle Einzelhändler sowie sämtliche Dienstleister mit Endkundenkontakt. Ziel der gesetzlichen Neuregelung ist es, Urlauber und Einheimischen eine bessere Orientierung zu bieten und die Preisentwicklung transparenter zu gestalten.

Als konkreter Stichtag für den Referenzpreis im Dienstleistungssektor ist der 10. September 2026 festgelegt worden. Unternehmen müssen auf ihren Speisekarten und Preisauszeichnungen folglich aufzeigen, wie viel das jeweilige Produkt zu diesem Zeitpunkt gekostet hat. Die zusätzliche Preisangabe erstreckt sich dabei auf alle Werbemaßnahmen sowie auf das Internet. Betriebe mit einer eigenen Webseite sind verpflichtet, ihre Preislisten dort ebenfalls entsprechend bereitzustellen. Von der neuen Regelung ausgenommen bleiben hingegen die Preisefür Unterkünfte.

Komplexere Preisauszeichnungen bei aktuellen Rabattaktionen

Besonders bei Sonderangeboten und Preisnachlässen kann die Darstellung der Beträge für die Unternehmen deutlich aufwendiger werden. Bei rabattierten Waren müssen nach den neuen Bestimmungen mindestens drei Preisangaben gleichzeitig aufgeführt werden. Der kroatische Arbeitgeberverband warnt in diesem Zusammenhang vor einem stark erhöhten administrativen und technischen Aufwand. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen könnten unter der zusätzlichen bürokratischen Last leiden, während Verbraucherschützer die Maßnahmen grundsätzlich befürworten.

Die Kroatische Landwirtschaftskammer begrüßt die neuen Ankerpreise als wichtigen Schritt für mehr Transparenz, merkt jedoch an, dass ein reines Preisschild noch keinen Aufschluss über die Entstehung von Teuerungen gibt. Laut Aussagen des Verbandspräsidenten bleibt bei Preissteigerungen oftmals unklar, an welcher konkreten Stelle der Lieferkette die Verteuerung stattfindet. Als wesentliche Treiber werden dabei steigende Kosten für Treibstoff, Dünger und Energie genannt, die den gesamten Markt beeinflussen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

The Flower Bar übernimmt ab September eine Fläche von LAP am Hamburger Schulterblatt und startet dort ein gemeinsames Store-Konzept mit Açaí, Blumen, Kaffee und Matcha. Bewährt es sich, sind ähnliche Kooperationen auch in anderen Städten denkbar.

Am 7. September eröffnet im Palais Coburg in Wien das neue Restaurant Prunkräume. Das gastronomische Angebot in den historischen Salons des ersten Stocks reicht vom täglichen Brunch bis hin zum Dinner.

Ab 22 Uhr gibt es im Münchner Univiertel künftig kein Bier mehr zu kaufen. Damit versucht die Stadt erneut, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Zwei Betriebe hatten bis zuletzt nicht mitziehen wollen.

60 Seconds to Napoli expandiert in der Domstadt und nimmt am 12. September den zweiten Standort im Mediapark in Betrieb. Neben dem bestehenden Betrieb am Heumarkt erweitert das Unternehmen damit sein Angebot in Köln.

Taco Bell will sein erstes öffentlich zugängliches Restaurant in Deutschland in Köln eröffnen. Der Franchisepartner Feel Better Holding bestätigt den Deutschland-Auftakt in der Domstadt, während auch in Bonn und Bayern Vorbereitungen laufen.

Ein neuer Report der US-amerikanischen National Restaurant Association untersucht die Bedeutung von Getränken für Restaurantbesuche. 50 Prozent der befragten erwachsenen Gen Z und 47 Prozent der Millennials kaufen demnach mindestens einmal pro Woche ausschließlich Getränke in Restaurants.

Vergangenes Jahr wurde er mit einer Flasche im Gesicht verletzt, seitdem kämpft Kneipenwirt Simsit für mehr Sicherheit in seinem Viertel: Das Alkoholkonsumverbot, das er initiierte, zeigt Wirkung.

Pommes Freunde leitet eine weitere Phase der Expansion im österreichischen Markt ein. Nach der Eröffnung des ersten Standorts in Wien strebt das Unternehmen den Aufbau eines flächendeckenden Filialnetzes an. Pro Jahr sind etwa fünf Neueröffnungen vorgesehen.

Die Plattform Listflix hat die Verteilung von Dönerläden in deutschen Großstädten für das Jahr 2026 ausgewertet. Dabei zeigt sich eine ungleiche regionale Versorgungsdichte, wenn die Anzahl der Betriebe auf die jeweilige Einwohnerzahl bezogen wird.

Sodexo Deutschland übernimmt die gesamte Gastronomie und das Event-Catering im neuen DKB-Campus Upbeat in Berlin. Die Zusammenarbeit umfasst auf 35.000 Quadratmetern Fläche mehrere Gastronomiebereiche sowie Konferenzservices.