Rückgang der Besucherzahlen: Ehemaliger Wasen-Chef reagiert

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Nach dem dramatischen Einbruch der Besucherzahlen beim diesjährigen Cannstatter Wasen steht noch immer die Frage im Raum, wie es dazu kommen konnte. Beteiligte äußern Informationen der Deutschen Presse-Agentur zufolge unter vorgehaltener Hand die Vermutung, die Zahlen könnten in der Vergangenheit beschönigt worden sein. Der ehemalige Wasen-Chef Marcus Christen weist das strikt zurück.

«Das ist absoluter Quatsch», sagte der früher für den Wasen zuständige Abteilungsleiter auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Es gab in der Vergangenheit immer ein Zählsystem, welches alle Besucher gezählt hat, die rein aber auch rausgegangen sind. Ich als Abteilungsleiter habe hier gar nichts verändert oder beschönigt.»

Offiziellen Angaben des Veranstalters zufolge kamen zum diesjährigen Wasen 2,5 Millionen Besucherinnen und Besucher – ein Rückgang um mehr als 40 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr (Tageskarte berichtete).

Wie werden die Besucher gezählt?

Seit 2024 werden die Besucher auf dem Wasen einem Sprecher der Veranstaltungsgesellschaft zufolge mit Hilfe von Kameras an den Ein- und Ausgängen der Veranstaltung gezählt. Diese Zahl werde zudem durch eine Einschätzung der Polizei ergänzt. 2025 waren es den Angaben zufolge 4,2 Millionen Besucher, 2024 waren es 4,6 Millionen. 

Dazu, wie die Besucher in den Jahren vor 2024 gezählt wurden, gab es zunächst keine offiziellen Angaben. 2023 waren es demnach 4,3 Millionen und 2022 3 Millionen Besucher. 2021 fand wegen Corona kein Volksfest auf dem Wasen statt.

Zuvor hatte die Sprecherin mitgeteilt, dass man über die Gründe für die Abweichung zum Vorjahr derzeit keine fundierten Aussagen treffen könne und daher nicht spekulieren wolle. Zu den Vorwürfen will sich offiziell niemand äußern.

Das Münchner Oktoberfest, mit dem der Cannstatter Wasen in der Vergangenheit immer wieder verglichen wurde, hatte in diesem Jahr mit 7,4 Millionen Gästen einen Allzeit-Besucherrekord verzeichnet. (dpa)


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