Schnullergate: Hamburger Café Moki's Goodies​​​​​​​ mit Hausverbot für Kinder unter sechs Jahren

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Es ist mal wieder so weit: Eine Gastronomin aus Hamburg möchte in ihrem Café Moki's Goodies keine Babys und kleine Kinder unter sechs Jahren bewirten. Das Verbot besteht zwar schon seit einer Weile, doch erst Anfang der Woche nahm es durch einen Post bei Instagram an Fahrt auf. Der Beißreflex der Aktivisten ließ erwartungsgemäß nicht lange auf sich warten. 

Nun musste auch Besitzerin Monika Ertl noch einmal einiges klarstellen. Unter dem Hashtag #schnullergate veröffentlichte sie ein längeres Statement, in dem sie klare Worte für die Anfeindungen der „Supermuttis“ fand. Schließlich sei sie selbst ebenfalls Mutter und kenne sich durchaus mit dem Thema aus. Zudem sei ihr Café kein „spendenfinanziertes demokratisches Mutter-Kind-Projekt, sondern ein Restaurant, in das sie ihr eigenes Geld gesteckt habe.
 

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Jetz mal ehrlich - es reicht. Liebe Supermuttis, ich finde es ist an der Zeit, die Verhältnismäßigkeit dessen, was Ihr hier seit einigen Tagen im Netz veranstaltet, ernsthaft in Frage zu stellen. Ich habe ein Restaurantkonzept, das Euch nicht gefällt und das ist einigen als Anlass genug für einen Shitstorm vom feinsten. Ohne dass auch nur eine einzige von Euch vorher das persönliche Gespräch gesucht hätte, verurteilt Ihr mit heiligem Eifer mein Unternehmen mit erstaunlicher verbaler Aufrüstung und Feindseligkeit. Überträgt man die Situation mal gedanklich von Muttis im Internet zu Schülern auf dem Pausenhof, dann wäre die Bezeichnung glasklar „Mobbing“. Ich wünsche Euren sicher ganz wundervollen Kindern sehr, dass sie so etwas nie erleben müssen. Ich bin erwachsen und habe ein breites Kreuz und eine hohe Frustrationstoleranz, ohne die könnte ich meinen Job gar nicht machen. Und ich möchte gerne mal ein paar Sachen klarstellen. Erstens: Überraschung Überraschung - auch ich bin Mutter. Kenne mich also durchaus im Thema aus. Ich bin in einer großen Familie aufgewachsen, habe eine großartige Tochter, ein sehr süßes Patenkind und Nichten und Neffen. Kinderfeindlichkeit zu unterstellen ist also schonmal Blödsinn. Zweitens: Das moki’s goodies ist kein spendenfinanziertes demokratisches Mutter-Kind-Projekt, sondern ein Restaurant für das ich mir ein Konzept überlegt und in das ich mein privates Geld investiert habe. Weil ich meine eigenen Entscheidungen treffen möchte ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen. (...)

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Das Hamburger Café ist natürlich nicht der einzige Laden, in dem kleine Kinder keinen Zugang haben. Erst im vergangenen Jahr änderte zum Beispiel auch „Omas Küche“ auf Rügen das Konzept, woraufhin der Wirt bei Facebook Morddrohungen erhielt (Tageskarte berichtete).


 

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