Spanien plant Rauchverbot auf Restaurantterrassen und an Stränden

| Gastronomie Gastronomie

Spanien will das Rauchverbot deutlich ausweiten. Ein von der Regierung beschlossener Gesetzentwurf sieht vor, das Rauchen künftig auch auf Restaurantterrassen, an Stränden, in Parks sowie an weiteren öffentlichen Orten im Freien zu untersagen. Das Gesetz muss allerdings noch vom Parlament verabschiedet werden, in dem die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez über keine eigene Mehrheit verfügt.

Gesetzentwurf weitet Rauchverbot auf zahlreiche Außenbereiche deutlich aus

Nach Angaben der spanischen Regierung soll das bereits geltende Rauchverbot in geschlossenen öffentlichen Räumen auf gemeinsam genutzte Außenbereiche ausgeweitet werden. Gesundheitsministerin Mónica García erklärte nach der Billigung des Entwurfs im Kabinett, Ziel sei es, „die öffentliche Gesundheit besser zu schützen und auf eine tabakfreie Generation hinzuwirken“. Schwangere sowie Menschen mit Asthma sollten Restaurantterrassen nutzen können, ohne Tabakrauch anderer Gäste ausgesetzt zu sein.

Nach dem Entwurf soll das Verbot neben den Terrassen von Restaurants, Cafés und Hotels auch für Bushaltestellen, Bahnsteige, Universitätsgelände, Sportanlagen, Schwimmbäder und Strände gelten. Zudem sollen E-Zigaretten und Vapes in die Regelung einbezogen werden.

Regierung will auch Tabakwerbung und Verkauf weiter einschränken

Der Gesetzentwurf sieht darüber hinaus weitere Maßnahmen gegen den Tabakkonsum vor. Nach Angaben der Regierung sollen der Tabakkonsum von Minderjährigen sowie Werbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten weiter eingeschränkt beziehungsweise untersagt werden.

Ob die Pläne umgesetzt werden, ist allerdings offen. Der Entwurf muss noch das Parlament passieren, in dem die Regierung auf die Unterstützung anderer Parteien angewiesen ist.

Gastronomie könnte von geplanten Regelungen besonders betroffen sein

Insbesondere für die Gastronomie könnten die geplanten Regelungen Auswirkungen haben. Die Außengastronomie in Spanien vor allem während der warmen Jahreszeit als wichtiger Wirtschaftsfaktor. Entsprechend könnte der Vorstoß auf Widerstand aus der Branche stoßen.

Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums rauchten im Jahr 2024 rund 26 Prozent der erwachsenen Bevölkerung täglich. Der Tabakkonsum sei jährlich für etwa 50.000 Todesfälle verantwortlich. Bereits seit 2011 gilt in Spanien ein Rauchverbot in geschlossenen öffentlichen Räumen wie Bars, Restaurants, Cafés, Diskotheken und Casinos.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Lidl hat in Dundonald bei Belfast seinen ersten Pub eröffnet. Hintergrund sind besondere Regelungen des nordirischen Alkoholrechts, die dem Discounter den Verkauf alkoholischer Getränke in einer Gaststätte ermöglichen.

Die Zelte für das Münchner Oktoberfest können trotz eines Gerichtsstreits aufgebaut werden. Das Bayerische Oberste Landesgericht lehnte den Eilantrag eines Wirtes ab, wonach die Betreiber zweier Festzelte zunächst nicht zur Wiesn zugelassen werden sollten.

Partner für Berlin hat zum 30-jährigen Jubiläum der Berliner Meisterköche die Nominierungen für das Jahr 2026 verkündet. Eine Jury wählte aus rund 150 Vorschlägen die Finalisten in sechs Kategorien aus, deren Gewinner im November gekürt werden.

Die kroatische Restaurantkette Koykan treibt ihre Expansion in Europa voran. Nach Angaben des Unternehmens sollen bis Ende 2026 insgesamt 15 neue Restaurants in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien eröffnet werden. Bereits im Juni ist die Eröffnung eines Standorts in München vorgesehen.

Eine Analyse belegt signifikante Umsatzsprünge in Bars und Clubs während des ersten WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft. Klassische Restaurants und Cafés verzeichneten hingegen im gleichen Zeitraum rückläufige bargeldlose Umsätze.

Unter der kreativen Leitung von Culinary Director Peter Hagen-Wiest präsentiert das Eatrenalin ein neues Menü, das Kulinarik und multisensorische Unterhaltung verbindet. Mit dabei: Dieter Koschina und Hans Neuner.

Der Michelin Guide Deutschland hat zehn neue Bib-Gourmand-Restaurants für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Damit umfasst die Auswahl bundesweit 147 Betriebe mit besonderem Fokus auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Droht der Wiesn ein Zelt-Chaos? Ein Wirt klagt gegen die Vergabe zweier Bierburgen – und trifft damit auch ein Herzstück des Oktoberfests. Was das für Gäste und Tradition bedeutet.

Yum Brands trennt sich von Pizza Hut und verkauft die Kette für insgesamt 2,7 Milliarden Dollar. Während das China-Geschäft an Yum China geht, übernimmt der Finanzinvestor LongRange Capital die restlichen Marktanteile.

Das Hotel Schlossgut Gross Schwansee arbeitet künftig mit Hendrik Otto an der langfristigen gastronomischen Ausrichtung. Der ehemalige Küchenchef des Lorenz Adlon Esszimmer unterstützt beratend die kulinarische Strategie und die Konzepte des Fünf-Sterne-Hauses nahe Lübeck.